Drops rettet die Welt #003 - "Ins Netz gegangen" (Teil 2)

11. Mai 2008 - 18:42

Heute geht es um den "Musculus Risorius" und wie dieser mit der "lateralen Hirnmuskulatur" zusammenarbeitet. Im zweiten Teil der Serie "Ins Netz gegangen" zeigt Drops auf, wie wir schädlichen Memen aufsitzen und wie uns ein Netz davor schützen kann.

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Film: Speed Racer

10. Mai 2008 - 12:17

Der neueste Film der Macher von Matrix mit dem Titel Speed Racer hat mich völlig überrascht.  Im Positiven. Am nehme eine abgedrehte japanische Anime-Serie und bringe sie mit Hirn, Herz und Technik auf die große Leinwand. Die Wachowski Brüder haben das geschafft und es dabei gleichzeitig noch den westlichen Geschmack adaptiert.

Die Story spielt in einer extrem farbenfrohen Zukunft, in der Autorennen nur mehr ganz im Entferntesten an den heutigen Formel 1 Zirkus erinnern. High Tech merkt man in den exzellent computer-animierten Boliden so aus, dass die Antriebsenergie aus so futuristischen Mini-Reaktoren stammt, die Autos Sprungfedern haben und die Fahrtstrecken auch an Sprüngen und Loopings nicht sparen. Fast so, wie wir sich von den Matchbox-Bahnen kennen, mit denen wir als Kinder gespielt haben.

Speed (Emile Hirsch) will sein Leben lang schon der beste Rennfahrer aller Zeiten werden, der schon sein verschollener Bruder war. Sein Vater (John Goodman) ist praktischerweise ein begnadeter Auto-Bauer und seine Familie wird durch die tolle Mutter (Susan Sarandon) zusammengehalten. Das sind aber noch lange nicht alle liebenswerten Charaktere, die in diesem zuckerlbunten Spektakel auftreten. Es wurde hier in keinster Weise gespart, vielleicht auch deswegen, weil der Film praktisch zur Gänze vor einem Green Screen gedreht wurde und erst im Computer alles zusammenkam.

Die Handlung erfüllt exzellent den Ur-Zweck des Films, nämlich zu unterhalten und die Spannung bis zuletzt am Leben zu erhalten. Wenn man sich auf diese physikalisch beinahe unmögliche Tangente einläßt, dann wird man von dem Charakteren auf der einen Seite und der fantastischen Optik andererseits von Höhepunkt zu Höhepunkt getragen.

Das ist der Ideale Film für Familien-Film, für die Rennfahrer im Kinde und die Erwachsenen, weil man eine jugendliche Seite in sich berührt fühlt, in der man selbst mit Rennautos gespielt hat, aber sich als Erwachsener keine Blöße geben müss: "Nein Schatz, ich gehe ja nur wegen dem Kleinen ins Kino."

klub 15 - Die Revolution frisst ihre Kinder

08. Mai 2008 - 23:00

Ich besuchte am 8. Mai 2008 die Premiere einer revolutionären Performance des klub15 im Theater im Zentrum und berichtete für Klein&Kunst Online.

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In turbulenten Zeiten erlauben es sich Menschen aller Bevölkerungsschichten mehr oder weniger intensiv zu überlegen, ob die Gesellschaft nicht eine Revolution brauche um wieder ins Reine zu kommen. Doch herrscht selten Einigkeit darüber, in welcher Form dieser revolutionäre Umbruch stattfinden könnte, sind doch die inneren Beweggründe häufig so grundverschieden, wie die Menschen, welche darüber nachdenken.

Das Ensemble des Jugendklubs "klub15", bestehend aus zehn jungen Damen zwischen 15 und 19 Jahren, nahm sich eben dieses Themas der Zerrissenheit an und erarbeitete über ein Jahr eine Performance daraus, die sie nun im Theater im Zentrum zum Besten gaben.

In der Rahmenhandlung treffen die Akteurinnen zu einem privaten "Festl" zusammen, freuen sich auf entspannte Ausgelassenheit, tun zum Spaß ein wenig Komatrinken. Doch statt in einer alkoholisierten Bewusstlosigkeit zu landen, spinnt sich ein überraschend tiefgründiger Dialog über die Revolution. "Was die Menschen alles aus Langeweile tun." Beten, sich vermehren und andere Blödheiten.

Der Regisseur der Truppe, Mag. Harald Volker Sommer, erzählte am Anfang, dass die jungen Menschen das Stück selbst gestaltet hätten und ein kleiner roter Folder dokumentiert die angeblichen geistigen Revolutionen, die die Damen bei Erarbeitung und Probe des Stoffs selbst durchgemacht hätten. Dies ließ mich allerhöchsten Respekt empfinden, ist diese Altersklasse doch für gewöhnlich doch eher von Perspektivenlosigkeit, Schulstress und anti-autoritärer Aufmüpfigkeit geprägt, denn von hochintellektuellem Diskurs.
Nachdem man sich also kurz über Macht, Politiker und Langeweile ausgelassen hat, plant man den Aufstand und hier spaltet sich die Truppe in zwei grundverschiedene Gruppen, das Tribunal und den nationalen Konvent, beide mit einem anderen Ansatz, wie eine Revolution zu verlaufen hat.

Das Tribunal definiert sich über Grausamkeit, greift zu Waffen, zitiert Danton, "wir sind nicht grausamer als die Natur und die Zeit" und externalisiert die Revolution über den Kampf gegen die Widerstände. Der nationale Konvent andererseits verkörpert die innere Reflexion, die mit Hilfsmitteln wie dem Tanzen und Genuss versucht die Veränderung herbeizuführen. Die einen tragen schwarz-weiss formalisierte Kleidung, die anderen bunte und individuelle Kleidung mit Hippie-Anleihe. Im Raum steht die Frage nach dem eigenen Willen, denn die Revolution scheint die Akteure wie Puppen tanzen zu lassen.

Die Gruppierungen sitzen sich gegenüber und im Wechsel sehen wir Solo-Partien und Konfrontation im Spannungsfeld dazwischen. Mal wird geflirtet, mal wird gezankt, am Ende mündet die Handlung in einer Zeitlupen-Schlägerei. Dabei gibt es auf der sanften Seite einige Todesopfer, was ihre Kumpanen beweinen und die Aggressiven als gerecht deklarieren. Wenigstens war der Tod öffentlich, so wurde ein Exempel statuiert und das Tribunal konnte auch noch wirtschaftlich profitieren. Waren das die tatsächlichen Beweggründe?
Ich war sehr angenehm überrascht, einige der jungen Schauspielerinnen besaßen beachtliche Bühnenpräsenz und Ausdruck. Dem Publikum, das sich hauptsächlich aus Freunden und Eltern zusammenzusetzen schien, gefiel es prächtig. Das Programm ist intensiv, aber durch die Kürze mit nur einer Stunde kurzweilig. Ich verließ den Ort mit angeregten Gedanken, grübelnd wie ich wohl selbst die Revolution veranstalten würde. Am revolutionärsten war aber der Eintrittspreis: 1 Euro. Da zittert der Kapitalist vor Angst.

Infos:
Nach der Premiere am 8. Mai folgen noch zwei Vorstellungen am 14 und am 16 Mai.

Lebensmittel mit Energieproblem? Bio hilft!

08. Mai 2008 - 10:13

Wieder einmal ist in den Medien zu lesen, dass sich die Preise für Lebensmittel so viel mehr (7,7%) verteuert hätten als die Inflationsrate (3,5%). Die Gründe hierfür sind vielfältig, aber die Reaktion der Konsumenten ist einheitlich: man ärgert sich natürlich den Konzernen und ihrer Preisgestaltung ausgeliefert zu sein.

Die ganz Schlauen fühlen sich in ihrer Strategie bestätigt viel Zeit und Wege in Kauf zu nehmen um bei den verschiedenen Ketten den günstigsten Preis zu finden. Doch eine Erhebung der AK Steiermark ergab, dass sich die Preise trotz des Discounter-Image von Penny oder des Premium-Image von Billa kaum wirklich unterscheiden. Man möchte meinen, dass bei Penny "alles billiger" wäre, aber das Preisspektrum dort ist schlicht weiter gestreut. Während Kartoffeln und Gauda die billigsten Produkte waren, haben sie bei Fruchtjoghurt und Eier die höchsten Preise im Vergleich. Einzig Billa hatte eine dramatischen Ausreißer nach oben, der Gauda war dort um 2 Euro teurer als bei der Konkurrenz. Es liegt nahe zu vermuten, dass dies ein "Meßfehler" sein könnte.

Wäre dieser Käse gleich wie bei den anderen, dann bewegte sich die Gesamtrechnung des Testeinkaufs zwischen EUR 21,10 und 22,46, kaum ein Grund sich graue Haare wachsen zu lassen und sich auf die ständige Schnäppchensuche zu begeben. Langer Rede, kurzer Sinn: das Image von Ketten ist genau nur das: ein Image.

Mag sein, dass ich als regelmäßiger Billa-Kunde mehr Geld für meine Lebensmittel ausgebe, aber das tue ich sowieso, weil ich grundsätzlich zu "Ja! Natürlich!" greife, wo das nur möglich ist. Bei den Eiern beispielsweise stammt der Preisanstieg daher, dass die Käfighaltung von Legehennen verboten wurde. Das heisst also de facto, dass die Dumpingpreise, die es vorher aus einer tierunfreundlichen Produktion gab, wegfallen und alles mehr oder weniger bio wird. Und wenn dem so ist, dann greife ich als Konsument sowieso lieber zu einer Marke, die sich diesen Tierschutz auch per Bio-Siegel bestätigen lässt.

"Bei verarbeiteten Produkten sind die Preissteigerungen die Folge stetig steigender Energiekosten, die Transportkosten und Löhne nach oben ziehen" fasst Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer, die Gründe knackig zusammen.

Und was sind die Energiekosten? In Wahrheit Erdöl, Benzin, Diesel! Da merken wir, dass zu wenig Energie aus Biomasse stammt, denn Holz ist aktuell so billig wie nie, weil es durch jüngste Unwetter so ein grosses Überangebot gibt, dass Waldbesitzer sogar Holz zurückhalten um einem dramatischen Preisverfall auszuweichen. Es kommt also wieder auf das leidige Thema unserer Abhängigkeit vom schwarzen Gold, für das wir Unsummen an die ölproduzierenden Ländern zahlen müssen.

Politiker fordern mal wieder "mehr Wettbewerb bei den Nahrungsmittelpreisen und beim Treibstoff" und beweisen damit, dass sie überhaupt nichts überknusert haben. Diese Wachstumsschmerzen sind einzig und alleine in einer schweren Sucht begründet, unser Dealer ist die OPEC. Diese wiederum ist ein Kartell und diktiert den Ölpreis. Je höher dieser ist, umso größere Wolkenkratzer können die Scheichs bauen. Machen kann man beim Ölpreis nichts, der Welt sitzt immer noch der Schock im Nacken, als die OPEC kurzfristig Öl als politisches Druckmittel missbrauchte. Kaum einer erinnert sich in meiner Generation, aber in Österreich gab es in dieser Zeit einen amtlich verordneten autofreien Tag! Sowas wäre heute undenkbar.

Wenn ich im Geschäft stehe und sehe österreichische Bio-Tomaten, spanische und italienische, welche soll ich nehmen? Schauen alle nicht eigentlich mehr oder weniger gleich aus? Ich mache es mir einfach und nehme primär die, wo für mich schon "Ja!" sagen. Gibt es keine, nehme ich die aus Österreich. Der hirnlose Konsument nimmt vermutlich diejenigen, welche am günstigsten sind und hält damit ein krankes Produktionssystem am Leben.

Ich sehne den Tag herbei, an dem die spanischen Glaswolle-Tomaten durch die gestiegenen Transportkosten MEHR kosten als die Bio-Tomaten aus dem Inland. Denn dann ist nicht nur die Kostenwahrheit endlich Wirklichkeit geworden, sondern die natürliche Art sich mit Nahrungsmitteln zu versorgen wird wieder modern werden. Und diese ist eben: lokale statt globale Produkte.

Trotz aller verzerrter Marktbedingungen haben sich in Österreich Lieferanten etabliert, die einem praktisch ohne zusätzliche Kosten die besten Bio-Lebensmittel bis an die Haustüre liefern. Als leuchtendes Beispiel sei Biohof Achleitner genannt. Denen schickt man am Wochenanfang eine E-Mail mit seinen Nahrungsmittel-Wünschen, am Donnerstag werden einem diese zugestellt. Alles Bio, auf Wunsch auch regional. Das Service? Exzellent! Die Mehr-Kosten? Nicht zu merken? Einziger Nachteil: nicht im gesamten Staatsgebiet, sondern nur im sinnvollen Versorgungsradius. Wer aber das Glück hat darin zu wohnen, der bekommt ein spürbares Plus an Lebensqualität.*

Der Markt ist hart aber gerecht. Mittelfristig werden jene Nahrungsmittelproduzenten die Nase vorne haben, die die Erdölkosten weitgehend aus ihrem Produktionsprozess ausklammern können. Energie aus Erdöl-Alternativen. Weniger Verarbeitung, und damit weniger Verarbeitungskosten. Weniger Hilfsstoffe (wie Kunstdünger) und damit automatisch BIO.

Ich sehe eine Entwicklung auf eine Welt hin, in der Bio billiger sein wird als Nicht-Bio. Energie aus Bio-Masse und Lebensmittel aus Bio-Herstellung. Wenn Bio der Standard ist, dann haben wir die bunte Scheinwelt der Industrialisierung endlich hinter und gelassen. Blühende Zeiten.

* Update 13:28: Mitter's gesunde ökokiste versorgt auch Wien.

Wikipedia sagt: "Du bist irrelevant!"

07. Mai 2008 - 20:35

Ich habe mich oft gefragt, wie es in einem sozialem Medium wie Wikipedia funktionieren kann, dass einerseits jedermann Artikel schreiben und verändern kann und andererseits dennoch Vandalismus und irrelevanter Inhalt dennoch kaum angetroffen werden. Wikipedia ist ein gutes Beispiel für Web 2.0, wie ich es in der zweiten Folge meines Podcasts angerissen habe. Also setzte ich mich hochmotiviert hin und verfasste auch einen Eintrag, als Thema wählte ich eines, dass ich so gut kenne wie meine Westentasche: MICH.

Einige Stunden später hatte ich den Text mit all den speziellen Formatierungen versehen, die in Wikipedia erforderlich sind, damit die automatische Verlinkung zu anderen Artikeln möglich ist. Sodann veröffentlichte ich stolz meinen ersten Artikel. Doch die Freude über mein Werk währte nur kurz, denn schon wenig später erschien ein hässlicher Block, der dokumentierte, dass einer der Wikipedia-Administratoren den Artikel zur Löschung vorgeschlagen hatte.

 zur Löschung vorgeschlagen

Jemand hatte meinen Artikel angesehen und kam zum Schluss, dass er die Relevanzkriterien der Wikipedia Qualitätssicherung nicht erfüllt. Deshalb hatte er ihn zur Löschung vorgeschlagen. Von diesem Zeitpunkt an wird über eine Woche eine öffentliche Diskussion geführt, bei der Administratoren für oder gegen die Löschung stimmen können.

Ich habe keinen Orden erhalten, war nicht an "historischen, politischen oder sonst nachrichtenwürdigen Ereignissen" beteiligt, bin keine "weit bekannte Persönlichkeit aus der Unterhaltungsbranche" und niemand hat jemals meine Werke "als herausragend anerkannt". Meine Fernsehauftritte waren nicht "in wesentlicher Funktion", ich habe keine zwei Romane (oder ersatzweise vier Sachbücher) geschrieben und die von mir aufgedeckten Skandale lassen auch alle kalt.

So muss ich wohl oder übel meine eigene Irrelevanz für das öffentliche Interesse akzeptieren und die Entfernung aus der Enzyklopädie hinnehmen. Doch zum Belustigung meiner Freunde folgt hier die Urversion meines ersten Wikipedia-Versuchs.


Oliver Drobnik

Oliver Drobnik (* 24. Juli1974 in Wien) ist ein österreichischer EDV Ingenieur. Trotz mehrerer TV-Auftritte und anderer Versuche Publizität zu gewinnen ist er der breiten Öffentlichkeit bis dato völlig unbekannt.

Bildung

Oliver Drobnik besuchte von 1980 bis 1984 die Volksschule in Klosterneuburg und von 1984 bis 1992 das Bundesrealgymnasium Klosterneuburg. Nach der Matura besuchte er für 2 Jahre von 1992 bis 1994 das Tageskolleg für EDV und Organisation an der HTL Spengergasse. Für 2 weitere Jahre studierte er Wirtschaftsinformatik an der TU Wien, brach das Studium dann aber mangels Interesse wieder ab. Nach 3 Jahren der Berufsausübung erhielt er von der Wirtschaftskammer Österreich die Standesbezeichnung Ingenieur verliehen.

Leben und Interessen

Im Laufe seines bisherigen Lebens hat Oliver Drobnik eine Vielzahl von Interessen und Hobbies verfolgt. Schon von jungen Jahren an faszinierten ihn mechanisch-technische Geräte und Menschen in extremen Situationen, als ersten Berufswunsch als Kind nannte er Astronaut. So besitzt er alle Führerscheine ausser Autobus, fährt Motorrad (BMW F650GS, hält eine amerikanische und eine europäische Privatpilotenlizenz, eine Segelfluglizenz, geht Fallschirmspringen und ist PADI Master SCUBA Diver.

Ein gewisses musisches Talent dürfte er von seiner Mutter Stephanie geerbt haben. Er spielt Klavier, probierte Gitarre, sang als Bass im Schulchor des Gymnasium Klosterneuburg, lernte Gesellschaftstanz in der Tanzschule Elmayer. Sein Traum ist es, wie ein Barpianist frei Klavier spielen zu können. Gelegentlich probiert er sich als Komponist, so wurde das Kennmelodie seines Podcasts von ihm komponiert, gespielt und produziert.

Er spricht fliessend Englisch, während seines kurzen Studiums war er im Fach Englisch für Wirtschaftsinformatiker Klassenbester. Dass ihm diese Sprache sehr leicht fällt, fährt er darauf zurück, dass die meisten Themen, die ihn interessieren hauptsächlich in englischsprachiger Literatur und dem Internet zu finden sind.

Seit Interesse für EDV wurde gezündet, als sein Vater ca. 1984 einen MSX Heimcomputer anschaffte. Dies führte dazu, dass er sich wenig später zu einer diesbezüglichen Karriere entschloss. In einer arbeitslosen Zwischenphase überlegte er kurz zur Lebens- und Sozialberatung zu wechseln und absolvierte erfolgreich das Auswahlverfahren des WIFI. Allerdings wurde ihm dann eine neue lukrative Anstellung in der EDV angeboten, die sich zeitlich nicht mit der sozialen Ausbildung vereinbaren ließ, was einen Karrierewechsel verhinderte.

Seither trennt Oliver Drobnik die Themen Beruf und Berufung. Er nützt sein fixes Einkommen aus der EDV für seinen Lebensunterhalt und geht seiner Berufung in seiner Freizeit nach, insbesondere dem inneren Drang Wege zu finden, wie er einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten kann.

Journalismus und Podcasting

Neben der Ausübung seines Hauptberufes arbeitet er hobbymäßig als Journalist, er schreibt Kabarett-Kritiken für KleinundKunst.at, Film-Kritiken und generell über alles was ihm als interessanter Mehrwert für seine etwa 150 Leser seines persönliches Weblogs erscheint. Er hat nie eine einschlägige Ausbildung genossen, sondern sein Schreibstil hat sich über 10 Jahre entwickelt. 2003 waren seine Artikel noch relativ kurz und selten, bestanden meist nur aus ein bis drei Sätzen. Ab 2004 namen die Artikel sowohl in Umfang und Anzahl stark zu, in diesem Jahr schrieb er erstmals mehr als einen Artikel pro Tag.

Die Freude am kreativen Formulieren und an eleganten deutschen Wortkonstruktionen hielt sein Schaffen am Leben und die positiven Rückmeldungen aus dem kleinen Kreis seiner regelmäßigen Leser veranlassten ihn dazu, im Mai 2006 dem Wiener Journalisten Club (WJC) als Online-Journalist beizutreten. Zu diesem Zeitpunkt rückte er ab vom täglichen Tagebuchschreiben zugunsten einer qualitativ höheren Schreibweise in Form von Artikeln ab.

Im Februar 2007 fand ein schicksalshaftes Treffen mit Willy Zwerger, dem Chefredateur von Klein&Kunst Onlein, statt, der an einer ihm ausgehändigten Leseprobe Gefallen fand und ihn vom Fleck weg als Reporter für sein Kleinkunst-Portal rekrutierte. Die positiven Rückmeldungen, die er für seine eingereichten Rezensionen erhielt, bestätigten ihm den Journalismus als ernsthaftes Hobby.

Seit April 2008 betreibt er den wöchentlich erscheinenden PodcastDrops rettet die Welt[1] in dem er sich teils humoristisch teils ernst mit dem Thema Welt retten beschäftigt. Obwohl er in diesem Bereich ein totaler Newcomer ist, wurde die erste Episode (15 min) in der Woche nach dem Erscheinen mehr als 180 mal heruntergeladen.

Kritik

Oliver Drobnik musste früh erkennen, dass Publizität und Kritik Hand in Hand gehen. Er wurde unter anderem dafür kritisiert medien-geil zu sein und das Privatleben seiner Lebensgefährtin und Freude über Gebühr in die Öffentlichkeit zu zerren, wenn er über aktuelle Ereignisse in seinem Weblog schreibt. Weiters warfen ihm Kritiker häufig vor arrogant und besserwisserisch zu sein, insbesondere in finanziellen Angelegenheiten, weil er durch mehrere Erbschaften die Bodenhaftung verloren hätte. Sein soziales Interesse wäre geheuchelt und seine permanente Eigenwerbung würden ihm einzig dazu dienen möglichst viel öffentliches Interesse zu erregen.

Er vertritt seinen Standpunkt oft mit fehlendem diplomatischen Feingefühl und wenn er das Gefühl hat, sein Ruf steht auf dem Spiel, auch mit Hilfe eines Rechtsanwalts. Ein Verein, den er ursprünglich mitbegründete und dessen Geschäftsführer er 2007 war, ging sogar soweit, ihn abzusetzen und per Anwalt mit gerichtlichen Schritten zu drohen, weil die übrigen Mitglieder der Überzeugung waren, Oliver Drobnik hätte eine ihrer Geschäftsideen gestohlen. Diese Drohung wurde nie verwirklicht, der Verein beschloss wenig später seine Selbstauflösung.

Öffentliche Auftritte

Auszeichnungen

Weblinks

Kategorien: Mann | Österreicher | Ingenieur | Journalist | Geboren 1974 | Podcast

Drops rettet die Welt #002 - "Ins Netz gegangen" (Teil 1)

05. Mai 2008 - 10:27

In dieser Episode erfahren Sie, wie sie ihre "laterale Hirnmuskulatur" trainieren. Dann hören Sie den ersten Teil meiner Serie "Ins Netz gegangen" in der ich erörtere, wie und warum wir ein globales basis-demokratisches Netz brauchen, in dem wir alle gleichberechtigt teilnehmen können und müssen um die Welt zu retten. Teil 1 behandelt einige Grundbegriffe, wie Web 1.0, 2.0 und 3.0.

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Star Wars Day

04. Mai 2008 - 12:21

Heute feiern Star Wars Fans auf der ganzen (englischsprachigen) Welt den "Star Wars Day". Was wird da eigentlich gefeiert?

Eigentlich nichts Besonderes, denn die Rebellen besiegten den bösen Imperator und damit die dunkle Seite der Macht vor sehr langer Zeit in einer sehr weit entfernten Galaxie. Und damit auch nicht an vierten Juni, denn diesen gibt es nur im gregorianischen Kalender, welcher ausschliesslich auf dem Planeten Erde sinnvoll ist.

Papst Bendedikt und der Wind Obendrein lebt unser Imperator ja noch, erst unlängst war er bei seinem Vasall Georg Bush zu Besuch, der ihn ungewöhnlicherweise persöhnlich von seinem imperialen Shuttle abholte. Für spirituelle Verwirrung sorgte auch eine der letzten Edikte des Imperators, welche Kondome erneut als Teufelswerk brandmarkten. Das störte kaum seine Anhänger, die ihm in großer Zahl bei seinem letzten Österreichbesuch zujubelten. (Mit dieser fotografischen Charakterstudie gewann Krone-Fotograf Klemens Groh den 'Objektiv 2008'-Preis)

Also kann der Grund kaum sein, dass der Urbi mal wieder im Orbi ist. Nein, den wahren Grund für den heutigen Freudentag kennen nur solche Jediritter, die zufällig englisch sprechen und einen sigmatischen Sprachfehler haben. Denn diese rufen heute jedermann freudig "Happy Star Wars Day" zu um dann auf dem verdutzten Opfer als Erklärung Folgendes nachzuliefern: "May the Fourth be with you!" was sich in etwa holprig mit "möge am vierten Mai die Macht mit Dir sein!" übersetzen lässt.

Möge die (helle) Seite der Macht mit Dir sein! Auch ohne S-Fehler.

Glücksfrühstück in bester Therme Österreichs

03. Mai 2008 - 11:31

Der Tag der Arbeit (1. Mai) ist in der sozialistischen Hochburg Wien geprägt von Aufmärschen und Parolen. Günstigerweise konnte ich mit nur einem Urlaubstag ein langes Wochenende konstruieren um dem Polit-Stress zu entkommen und 3 schöne Tage in Bad Blumau zu verleben. Das war schon mein dritter Aufenthalt, woran man merkt, dass mir von allen österreichischen Thermen Bad Blumau einfach die liebste ist. Mit meiner Liebsten in die liebste Therme, das passt gut.

Ich probiere immer wieder gerne verschiedene Thermen aus, aber für besondere Anlässe kommt für mich einfach nur mein Favorit in den Sinn. Wir fanden alles in der gewohnten hohen Qualität vor, die örtliche Liebe zum Detail habe ich ja bereits schon früher über den Klee gelobt. Ein paar Veränderungen fielen mir dennoch auf:

  • Wir bekamen zur Begrüßung an der Rezeption einen kühlen Fruchtsaft
  • Die Sitzhocker samt den Kübeln mit kaltem Wasser zur Abhärtung fehlten mir beim Vulkania Becken
  • Trotz einer (angeblichen) Reinigung zwei Wochen zuvor war das Vulkania Becken voller Algen-Schnipsel
  • Neuerdings waren die an mehreren Orten verteilten Kuschelliegen gegen Gebühr von 7 EUR tageweise zu reservieren

Der letzte Punkt freute mich ganz besonders, da wir so einen Wettlauf mit anderen Hotelgästen um die besten Liegen auswichen, welche sich täglich um die wenigen übrigen freien Liegematrazzen stritten. So konnten wir jede Minute von unserem Aufenthalt. Dank eiserner Disziplin schaffte ich es auch, mich diesmal NICHT am reichhaltigen Bufett zu überfressen.

Zu dem Anlass erfand ich das Glücksfrühstück: eine Schale Müsli mit allerlei Bio-Flocken, Bio-Joghurt und sauren Kirschen. Dann ein dreifaches Ei-Im-Glas. Dazu der Blumauer Wellness-Drink bestehend aus Apfelessig und Hollunderblütensaft. Kaffee/Tee.

Tripple-Egg-Mash by Drops

3 Fünf-Minuten-Eier köpfen und den Inhalt in ein Häferl löffeln, dazu etwas Senf und Ketchup und reichlich Schnittlauch. Dann mit einer Gabel (daheim mit einem Schneebesen) alles zerdrücken und möglichst gut vermischen. Mit einem Teelöffel dann löffelweise genießen.

Der Hintergrund ist derjenige, dass ich generell gefährdet bin, zu wenig hochwertiges Eiweiß zu mir zu nehmen. Eiweiß ist aber ein wichtiger Baustein zur Bildung des Glückshormons Serotonin. So kann sich ein Eiweißmangel auch auf die Laune schlagen. Ich mied Eier, aus Angst vor dem Cholesterin, da ich trotz fleischloser Lebensweise genetisch bedingt eine starke Cholesterin-Produktion habe. Doch letzte Forschungen wollen herausgefunden haben, dass Eier auch Stoffe enthalten, die das Cholesterin unschädlich machen.

Dermaßen gestärkt genossen wir es drei Tage hintereinander völlig unproduktiv herumzugnotzen, einzig unterbrochen durch sanftes Dümpeln im warmen Wasser. Britta las in der Zeit zweieinhalb Bücher aus, ich schaffte 3 PM-Heftl und die Hälfte eines neuen Terry Pratchett Romans. Doch die größte Leistung für war, drei Tage lang überhaupt nicht an Arbeit zu denken.

Anrufbeantworter für Drops Podcast

30. April 2008 - 10:48

Mein Podcasting Idol Annik von Schlaflos in München hat einen. Georg Holzer von Pressestunde.net hat einen. Jetzt habe ich auch einen.

Die Rede ist von einem Anrufbeantworter für den Podcast. Damit kann mir jeder unter der Nummer (0900) 510361-446 eine Nachricht hinterlassen. Ich bekomme diese dann als Wave-Datei per Mail zugesandt und kann sie so problemlos in zukünftige Sendungen einbauen. Dieses tolle Service bekomme ich von IhreServiceNummer.de.

Ursprünglich wollte ich eine gebührenfreie Nummer, aber da hätte ich eine monatliche Grundgebühr und einen minutenweisen Tarif gehabt. So nahm ich den billigsten gebührenpflichtigen Tarif, bei dem mir keine Kosten entstehen. Obendrein will ich eh keine stundenlangen Texte am Anrufbeantworter haben, sondern kurz und knackig Feedback, Grüße und Eigenwerbung von meinen Hörern. Das es ein bisschen was auf der Telefonrechnung kostet motiviert die Anrufer hoffentlich schnell auf den Punkt zu kommen.

Also, wenn Du eine Nachricht an mich und meine Hörer hast, dann zögere nicht, obige Nummer funktioniert aus allen österreichischen Netzen.

Wie schlägst DU vor, dass man die Welt retten könnte?

(0900) 510361-446

PS: Leider geht diese Nummer nur von Österreich aus, für unsere Nachbarn in Deutschland habe ich eine zweite Nummer mit gleicher Funktion: 0180-5885561-099

Guter Podcast Start

29. April 2008 - 17:35

Mein Podcast ist noch nicht einmal zur Gänze veröffentlicht, da wurde die erste Folge in den ersten 24 Stunden schon über 60 mal heruntergeladen. Ich habe jetzt einen eigenen Feed erstellt, der nur mehr die Podcast-Episoden enthält und diesem die für iTunes nötigen Tags hinzugefügt. Ich will ja, dass mein Podcast von vielen Leute gefunden wird und dafür ist es natürlich nötig ihn in diversen Verzeichnissen zu listen, ich habe das mal in iTunes, postcast.at und podster.de gemacht. Die Betreiber werden meinen Eintrag prüfen und in den nächsten Tagen freischalten.

Die Episoden sind immer auf meinem Blog direkt anzuhören, da gibt es einen eigenen Player für direktes Abspielen. In einigen Tagen kann man den Feed auch auf iTunes abonnieren und dann so automatisch immer die neuesten Folgen auf seinem mobilen Musik-Player bekommen.

Und dann dachte ich mir noch, ich brauche ein Logo für meinen Podcast. Erst wollte ich ein Foto von mir in Supermann-Pose, aber dann kam mir der Einfall, das Logo einfach selbst zu zeichnen. Diese Katze ist inspiriert vom bekannte faulen philosophischen Kater namens Garfield und eines Tages habe ich sie einfach gezeichnet. Ich kann nicht genau sogen wo im kreativen Universum oder aus welchem Eck meines Hirnkastls die herkam, nur dass sie raus wollte. Dabei kann ich gar nicht zeichnen. Aber diese geheimnisvolle Inspiration passt genau zu meinem Podcast, wo mir der Text auch nur so aus den Finger fließt.

Ich zeichnete halt die Drops-Katze erst mit Bleistift auf Papier, in der einzige Pose, die ich kann. Ich fügte noch den Podcast-Titel, meinen Namen und eine fliegende Erdkugel-Bombe hinzu und fertig war das Logo.
Dann zog ich die Linien mit einem Stabilo Filzstift nach und scannte es in den Computer. Ist irgendwie nett geworden, schaut zwar nicht so professionell aus, dafür ist es ganz DROPS.

Drops rettet die Welt Logo

Update 18:58: Ich habe von Apple eine Benachrichtigung bekommen, dass der Podcast jetzt eine Seite im iTunes Store hat. Damit kann man ihn jetzt schon direkt innerhalb von iTunes abonnieren. Mit der Suchfunktion kann er dann in 1-2 Tagen gefunden werden.