Honeymoon #

31. May 2009 07:35

Familie Drobnik ist für einige Flitter-Tage in Bad Blumau.

Vielen Dank für all die Glückwünsche! Ich bin mir sicher, dass Britta davon den überwiegenden Anteil verdient hat, weil sie es geschafft hat für mich wichtiger als alle meine Apple Kisteln zu werden. (Zumindest lange genug für die Hochzeit *G*)

Wir sehen uns nächste Woche.

Schickliche Hochzeit #

27. May 2009 07:48

Im jüngsten Werk “vom Elmayer” finden sich wieder allerlei Informationen zum wichtigsten Tag im Leben. Obendrein findet sich auch im Internet eine Fülle von schönen Traditionen, aus denen man sich zum eigenen Freudenfest das Beste aussuchen kann.

Elmayer sorgt für Schicklichkeit

Die Einladungskarten für die Hochezeit sollen einen Monat vor dem Termin verteilt werden, nachdem man den Termin mündlich bei den Gästen avisiert hat.

Die Hochzeitsliste wird von der Brautmutter verwaltet. Meine Idee, mein PayPal Konto oliver@drobnik.com auch für Hochzeitsgeschenke zu öffnen ist so neu, dass sie dem Elmayer noch nicht bekannt ist. 

Nur eine sehr junge bzw. jungfräuliche Braut heiratet in weiss. Für ältere bzw. wiederverheiratete Bräute geziemt sich cremefarbene Kleidung. Aber schlicht muss sie sein und nicht zu aufreizend. Ein weisser Minirock wie wir ihn manchmal bei mehrfach wiederverheirateten Stars sehen ist doppelt unschicklich.

Der Bräutigam trägt einen einfachen schwarzen Anzug. Besonders wichtiges Accessoire ist im Knopfloch eine Myrte. Ich in Panik: “Myrte, was ist das und wo soll ich so was herbekommen?” Britta rettet den Tag: “Ich habe schon zwei bestellt”. Achtung: nicht mit Myrre verwechseln, den das ist ein Räucherharz und das macht sich nicht so gut im Knopfloch.

Ganz wichtig: Die Braut-Myrte im Knopfloch des Herren

Schöne Hochzeitsbräuche

Da die diversen Webseiten offenbar fleissig voneinander abschreiben, kann ich für die folgende Liste keine Quellenangabe machen. Das wäre obendrein zu viel Beschäftigung mit der Vergangenheit, alle Bräuche haben aber den Zweck dem Brautpaar eine glückliche Zukunft zu bescheren.

Schuhe

Wenn die Braut Ihre Hochzeitsschuhe mit gesammelten Cents bezahlt, demonstriert sie damit ihre Sparsamkeit. Ausserdem sollen die Cents Glück bringen. Und wenn die Braut ihre Schuhe selbst kauft, läuft sie ihrem Bräutigam nicht weg.

Auch heute noch Brauch: Ein Cent im Brautschuh sorgt dafür, dass das Geld in der Ehe nicht ausgeht.

Kleidung

Am Hochzeitstag trägt die Braut – gemäss einer angelsächsischen Tradition (“Something old, something new, something borrowed, something blue”) vier ganz spezielle Dinge: etwas Altes – vielleicht ein Schmuckstück der Grossmutter oder Mutter, um die Familientradition weiterzuführen; etwas Neues – als Zeichen für Optimismus, z.B. das Brautkleid; etwas Geliehenes – von einem glücklichen Menschen, kann ein Taschentuch sein; etwas Blaues – als Assoziation mit der Jungfrau Maria, meist ein Strumpfband.

Schwelle

Der Bräutigam trägt die Braut über die Schwelle des gemeinsamen Heims. Dadurch sollen die bösen Geister überlistet werden, die unter der Schwelle lauern und das Haus bewachen.

Regen

Wenn es regnet am Altar, bringt das Segen für viele Jahr.

Hochzeitstorte

Das Anschneiden der Hochzeitstorte ist eine der ältesten Traditionen rund um die Hochzeit. Man geht davon aus, dass die heutige Hochzeitstorte direkt von einer Art Kuchen abstammt, der bei den Römern einen wichtigen Bestandteil der Hochzeitszeremonie bildete. Confarreatio hiess die Trauzeremonie, wörtlich übersetzt: gemeinsames Kuchenessen. In England begann man schon vor vielen Jahrhunderten, für jede Hochzeit viele Torten zu backen. Die Torten wurden gestapelt, so dass sich ein hoher Turm bildete. Das Brautpaar musste nun versuchen, sich über diesen Turm hinweg zu küssen. Wichtig war dabei, dass sie den Kuchenstapel nicht umstiessen – das wäre dem Kindersegen abträglich gewesen.

Kompromisslos chrlich #

27. May 2009 00:16

Derzeit zanken ja die Volksanwälte mit dem Politiker Ewald Stadler, welcher einerseits für das EU-Parlament kandidiert, sich andererseits aber sehr gerne mit dem Titel “Volksanwalt” schmückt. Steht diese Bezeichnung im menschlichen Hirn gleich neben “Robin Hood” und “Rächer der Gerechten”.

Die anderen Volksanwälte, die pflichtgetreu ihrer Aufgabe nachgehen und gegen öffentliche Mißstände kämpfe, stößt es auf, dass der Herr Stadler hier versucht mit seinem Titel bei einer politischen Wahl noch zusätzlich zu punkten.

Aller Zankerei zum Trotz stieß ich beim Spaziergehen und sein aktuelles Plakat. Ich sehe Schreib-Fehler sofort und daher zog mich auch dieses Plakat magisch an, bis ich das Hoppala entdeckte …

Kompromisslos Chrlich

Ich habe an diesem Bild nichts gedocktert, das ist tatsächlich so zu sehen gewesen. Aber bitte garschön, was ist “chrlich”? Etwa christlich? grauslich? chr-lich? Das klingt ja fast als müsse sich Herr Stadler ohne Kompromisse ständig räuspern. Muss er vermutlich auch ob dieser Anschuldigungen des Titelmißbrauchs.

Jetzt wollen wir den Plakat-Pickern keine böse Absicht unterstellen, aber ist es wirklich Zufall, dass sie die untere Halbhälfte des Plakates gerade so aufgeklebt haben, dass das wichtigste Wort im Satze, nämlich “ehrlich” derart verhunzt wird.

Ich wittere eine tolle zusätzliche Einkommensquelle für die Plakatwirtschaft: kreativ falsch angelegte Poster-Teile zur Verunstaltung der Botschaft politischer Gegner.

Den Dingen ihren Lauf lassen #

26. May 2009 06:51

In den Tagen vor unserer Hochzeit geht ich öfters mal in mich und überlege mir, ob und was sich ändert, wenn es dann eine Frau Drobnik gibt. Und da komme ich eigentlich zum Schluss, dass sich für mich eigentlich gar nichts ändert, vom Junggesellendasein habe ich mich eigentlich schon vor 2 Jahren verabschiedet. Meine Sturm und Drang-Phasen, in denen ich sogar soweit ging, 7000 Euro für einen Aufrißkurs samt Seminar in Los Angeles zu bezahlen war schon lange vorüber. Meine Probleme mit mir selbst konnten auch das liebe Geld nicht lösen.

Mein Junggesellenabschied war schon vor langer Zeit, deswegen gibt es keine Junggesellenabschiedsfeier mit Sauferei und Stripperinnen. Ich habe vor meiner Hochzeit nicht getrunken, nachher werde ich es auch nicht tun. Wovon soll ich mich also verabschieden? 

Die einzige Angst, die ich jetzt habe ist, dass ich mit meiner iPhone-Programmiererei zu plötzlichem Weltruhm und Reichtum gelange und mir dann ständig weibliche Groupies an die Wäsche wollen. Aber ich fürchte den Erfolg nicht deswegen, weil ich dann nicht mehr “kann”, sondern weil ich all jene Mädels bedauere, die ihre Chance in den vergangenen 20 Jahren verpaßt haben. Denn leider gibt es mich nur einmal. Da kann die Britta gerne allen anderen Frauen die lange Nase zeigen.

Ich habe in diesem Jahr beschlossen kein Geld in die Fliegerei oder Fallschirmspringerei fliessen zu lassen, auch wenn das bedeutet, dass mein Pilotenschein nun ruht. Angesichts meiner persönlichen Finanzkrise wäre das verantwortungslos und ich könnte es gar nicht recht geniessen. Seit etwa einem Jahr habe ich ein anderes Ziel vor Augen: Ich möchte mit Britta zusammen schuldenfrei sein. Da würde obengenannter Ruhm schon etwas helfen, wenn sich damit auch finanzielle Sturzbäche in unsere Kassen gießen würden.

Katzenminze

Die Britta mahnt mich immer wieder zu sofortiger Zufriedenheit mit unserer aktuellen Situation. Da wird mir dann immer klar, wieviel gescheiter sie ist. Ich tendiere doch zu sehr zum grübeln. Etwas lernen könnte ich von unserer Katze “Murmel”. Die braucht nur etwas Katzenminze um in Extase zu verfallen.

Dann nehme ich mich wieder einmal selbst an der Stupsnase und gebe mir einen Ruck. Ich habe bittesehr das ideale Leben. Aber ich habe mir in der Vergangenheit angelernt, immer Angst zu haben, dass ich nicht gut genug bin. Dass mir irgendjemand sagt, “Oliver, wir brauchen Dich nicht mehr.” Und tatsächlich, diese oder ähnliche Worte begleiteten meinen Rausflug aus ONE, Mobilkom, Raiffeisen, Do&Co und Altova. Bei den letzten beiden Arbeitgebern sogar in weniger als einer Woche. Das schmerzte gerade dort, wo es einem als junger Arbeitnehmer am meisten weh tut: in der Geldbörse. Diese führte leider dazu, dass ich organisch einen zweiten Nervenstrang ausbildete, der in mein Börsel führt und bei dem ich so ein Ziehen verspüre, wenn das Geld mal aktuell recht knapp ist. Ein Wort: Existenzangst. Irrational und undzutreffend, aber Teil meiner Vorgeschichte.

Britta betont immer, dass mich mich auch liebt, wenn ich arm bin. Das war sicher auch einer der Grüne, weshalb ich überhaupt keine Zweifel daran hegte, dass wir die Richtigen füreinander sind. So hat die Finanzkrise auch etwas Gutes: vor einem Jahr war ich noch ein ziemlicher Großkotz. Aber der Absturz unter Saldo 0 war indirekt die beste Vorbereitung für ein wesentlich zufriedeneres Leben.

Erste Ausfahrt 2009

Vor 5 Tagen habe ich dann mein Motorrad ausgemottet und ging auf Entdeckungsfahrt im Umland. Dabei fand ich eine herrliche Strecke mit vielen Ausblickspunkten und auch einigen netten Serpentinen. Gleichzeitig testete ich die neueste Version meines GPS-Recorders für iPhone namens GeoCorder

Ich habe GeoCorder geschrieben, weil ich eine Möglichkeit haben wollte einen GPS-Track aufzunehmen und mir per E-Mail zu senden. Einige Kunden verwenden das Programm für das geotagging von Fotos, damit sie die schönen Bilder ihrer digitalen Spiegelreflexkameras mit Geo-Koordinaten versehen können. Das resultierende GPX-File kan man sich dann beispielsweise auf Google Earth ansehen. Hier ist meine erste Ausfahrt 2009. Es gab ein paar Stellen, an denen der Weg hüpft, da sieht man dann eine gerade Linie. Da hatte ich in meinem Eifer streckenweise vergessen die Aufzeichnung wieder zu aktivieren nachdem ich ein paar Landschaftsfotos (siehe oben) mit dem iPhone geschossen hatte.

Dieses sowie viele andere Projekte führen mir selbst eine wesentliche Weisheit vor Augen: Reichtum und Vermögen sind nicht das gleiche. Das Wort Reich-Tum hat mit einem selbst eigentlich nichts zu tun. Man hört Reich und denkt an irgendeinen Zustand, in dem man sich meistens nicht fühlt und was Tum sein soll, das weiss ich auch nicht. Klingt irgendwie wie Dumm, nur härter.

“Vermögen” andererseits ist freundlich und persönlich. Da steckt “Mögen” drinnen und die Spitze des V zeigt immer auf den Leser. Obendrein ist Vermögen nicht notwendigerweise immer nur finanziell zu verstehen, da steckt nämlich auch drinnen, dass man etwas vermag, also kann. Und können kann ich wirklich viel! 

Es macht mich also nicht nur reich, dass ich viel vermag, sondern mein größter Reichtum ist, dass ich Britta habe. Sie sagt immer, dass ich nicht mehr auskomme, wenn ich mal Ja gesagt habe. Aber insgeheim fühle ich mich doch immer noch, als der größere Gewinner von uns zweien. Sie bekommt einen kleinen Hypochonder mit Senkfüßen und großer Klappe. Ich bekomme eine schlanke attraktive Frau, mit einem goldenen Herzen und deren größter Fehler ist, dass sie zu viele Schnulzromane liest.

Hoch dem Brautpaar

Das dritte Bild in diesem Artikel stammt vom Hauptplatz in Weistrach, wo der ganze Ort am vergangenen Wochenende eine große Hochzeit gefeiert hat. Ich fand es witzig, uns vor dem Bogen mit Aufschrift “Hoch dem Brautpaar” zu fotografieren. Britta wollte das Foto sogleich wieder ins Exil schicken, sie ist zu fotoscheu, wie alle meinen grundlos.

Wenn man mich also fragt, ob ich vor der Hochzeit nervös bin, dann verneine ich das immer. Für mich ist es keine große Leistung vor Zeugen “Ja!” zu sagen und was die Organisation betrifft, die fiel durch den kleinen Rahmen und den Wegfall der Kirche sehr überschaubar aus. Mein Gefühl ist eher so als ob Britta und ich gleichzeitig am 29. Mai Geburtstag haben. Wir wissen schon, was wir geschenkt bekommen und freuen uns schon auf’s (gegenseitige) Auspacken.

Apropos Auspacken. Gestern habe ich auch meinen fertigen Hochzeitsanzug vom Stoffwerk abgeholt. Ist wieder toll geworden. Das ist übrigens der dritte Maßanzug, den ich dort habe herstellen lassen, aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Um die Nerven der Oma zu schonen hatte Britta angekündigt bei der Trauung am Standesamt einen zu ihrem Kleid passenden Bolero zu tragen. Worauf ich bemerkte: “Das will ich wohl meinen! Wäre ja noch schöner, dass Du da Air-Condition obenrum haben darfst und ich darf im Anzug schwitzen. Soviel Solidarität muss sein.”

Und als Britta, die seit einer Woche die Wettervorhersage für den Hochzeitstag studiert, mir am Telefon mitteilte, dass es wahrscheinlich nur 15 Grad haben wird, kam auch wieder der Optimist in mir zum Vorschein: “Na gottseidank! Dann kann ich wenigstens meinen Anzug anlassen und zerfliesse nicht vor Hitze.”

Das ist kein Zweckoptimismus. So bin ich halt. Britta ist es zu verdanken, dass ich immer öfter draufkomme, dass ich eigentlich ganz ok bin.

Film Kritik: Angels & Demons (Illuminati) #

18. May 2009 23:46

Ich hatte gehofft, dass Angels & Demons, welches im deutschsprachigen Kino als “Illuminati” verkauft wird, vom Unterhaltungswert zumindest an den DaVinci Code anknüfen würde. Im Glaube an diese Möglichkeit erwartete ich mir wieder eine geheimnisumwitterte Geschichte rund um die katholische Kirche, gewürzt mit einer guten Portion Verschwörungstheorien.

Doch in dieser Fortsetzung dreht der Author den Spieß um. Dieses Mal ist es der Vatikan selbst, der von der Auslöschung bedroht ist. Im LHC war Anti-Materie erzeugt und kurz darauf entwendet worden. Praktischerweise in einem kleinen Metallzylinder mit einem Sichtfenster in dem man den Antimaterie-Ball gut sehen kann. Das ganze für 24 Stunden mit einer kleinen Batterie versorgt. Da dachte ich mir schon “so einen Laptop-Akku will ich haben”.

Der Schwachsinn nimmt kaum ein Ende, die Schnitzeljagt von einer Kirche zur nächsten wird nur durch einige brutalere Hinrichtungen aufgelockert. Aber leider sind die “Entdeckungen” auf dem Weg zum finalen Schauplatz eher lustlos aneinandergeknüpft. Der arme Tom Hanks schauspielert aus Leibeskräften und plappert immer wieder irgendeinen kirchengeschichtlichen Techno-Babble for sich hin, wobei dem Zuschauer leider nur sehr selten ein “na klar, jetzt wo er es erklärt hat, ist es ja logisch, wo die Suche weitergeht”.

Was den Reiz vom DaVinci Code ausmachte war die Vertuschung eines kirchlich kontroversiellen Sachverhaltes. Dies fehlte bei Illuminati komplett. Einzig einige überraschende Wendungen am Ende liessen uns die bittere Pille besser schlucken. Und dann ist es noch witzig mitanzusehen, wie sich die Produzenten die Innereien des Vatikans zum Zeitpunkt einer Papst-Wahl vorstellen.

Diesen Film kann man sich getrost auf DVD anschauen, eine Past&Vatikan-Dokumentation mit gelegentlichen Action-Einlagen, damit man nicht einschläft.

Treffen der Schwiegereltern #

18. May 2009 06:52

Gestern fand das historische Treffen zwischen den Schwiegereltern Pirringer und Drobnik statt. Die Frauen wurden bei der Ankunft der wiener Delegation be-Blum-t, mein Herr Vater bei der Abreise mit den 3 ausgesuchten Hochzeitstropfen be-Wein-t. So hatte jeder eine Freude.

Ich war insbesondere froh darüber, dass sich die Botschafter aus beiden Welten betont amikal zeigten und die Stimmung von Anfang bis Ende fröhlich blieb. Das Du-Wort wurde zwar noch nicht ausgetauscht, weil mein Vater leider Auto fahren musste. Da durfte die Veritas, die im Vino liegt, leider nur die Lippen feucht machen.

Alle Eltern waren sichtlich bemüht, einen möglichst angenehmen Eindruck bei den jeweils anderen zu machen. Da waren meine betont legére Kleidung mit Shorts und blossen Füßen ein Kontrapunkt, der nicht weiter auffiel, da letztere unter dem sich vor Essen biegendem Tisch nicht weiter zu sehen waren.

Die Braut-Mutter hatte ein wunderbares Topfensoufflée mit frischen (in der Wachau letztes Jahr eingefrohrenen) Marillen und Nußkipferl aus Kartoffelteig serviert. Damit schlugen sich alle die Bäuche voll, es war aber zu gut um noch etwas mehr Platz für die darauf folgende Schafkäse-Jause zu lassen, die diese jedenfalls verdient gehabt hätte.

Wir können mit Glück sagen, dass wir keine Schwiegermonster in unserem Kreise haben, sondern allesamt liebe Leute, die sich wunderbar vertragen. Schon sehe ich sich mögliche Synergien ergeben. So soll es sein. So soll es bleiben.

PS: Bei so viel Harmonie blieb mir keine Zeit für einen Podcast.

Gut zu fuss, wirtschaftlich etwas humpelnd #

14. May 2009 07:48

Ich wachte gestern auf und es traf mich sofort der Schlag, als ich mein iPhone aufdrehte. Eine Stunde zuvor hätte ich Kontrolltermin beim Zahnarzt gehabt. Ich rief an, war auch kein Problem jetzt erst zu kommen, solange ich nur endlich die e-Card mitbringen würde. Weil die hatte ich das letzte Mal am Land vergessen gehabt. Es war noch so eine Huschi-Wuschi-Drüberschau-Aktion, denn ein Monat zuvor war ich auch zum ersten Mal seit Entfernung der Zahnspange wieder bei meinem Zahnarzt gewesen und er hatte nichts gefunden. Mit seinen Worten: “Schade”. 

Nachdem ich das eigentlich schon am Monatsanfang hätte machen wollen, schaffte ich es gestern endlich zur Versicherungsstelle, wo ich mein Motorradkennzeichen hinterlegt hatte. Ich war erst etwas panisch, weil ich hatte keinen Beleg oder ähnliches gefunden. Obendrein konnte ich mich nicht erinnern, dass ich die Zulassung auch abgegeben hätte. Aber glücklicherweise geriet ich an eine sehr kompetente Allianz Mitarbeiterin, wenn auch erst nach 10 Minuten “Komme gleich”. Dann aber ruckizucki, sie brauchte nur einen Lichtbildausweis. Nein, die Jahreskarte der Wiener-Linien ginge nicht. Ok, der Führerschein war die zweite Plastikkarte, die ich aus meinem kleinen Geldbörsl fischte. Der war dann amtlich genug und ich bekam Kennzeichen und Zulassungsschein ausgehändigt, nachdem ich zwei Unterschriften geleistet hatte.

Nach der Arbeit am Abend schaute ich dann noch beim Bständig auf der Marihilferstrasse vorbei, ich hatte mich zu einer MBT-Schulung angemeldet. Ich hatte mir vor längerer Zeit mal solche “Massai Barefoot Technology”-Watschler gekauft und dazu einen “Gutschein” zu einer Einschulung erhalten. Vor einer Woche hatte ich endlich mal daran gedacht anzurufen um einen Termin zu fixieren und dabei hatte sich herausgestellt, dass es nur mehr einen Termin geben würden. Überhaupt. Mir scheint, die Firma MBT hat so grossen Erfolg, dass sie es sich nicht mehr leisten kann, Trainer zu allen Schuhgeschäften zu entsenden, in denen diese Schuhe feilgeboten werden.

Das Training jedenfalls gefiel mir sehr gut. Der kompetente junge Mann erklärte uns worauf wir beim Gehen zu achten hätten, zeigte uns ein paar Trainingsübungen und dann auch noch, worauf man bei Steigung/Gefälle und Stiegen zu achten hätte. Es stellte sich heraus, dass ich mir einen Gehstil angelernt hatte, der meine Knie über Gebühr belastet. Bei Vorwärtschritten lasse meine Knie ins Gelenk schnalzen und mit dann auf den Fuß fallen. Mit MBT soll man aber sanft “schweben”, sprich weich aufsetzen und ganze Sohle abrollen. Laufen kann man mit MBTs nicht, aber dafür zeigte er uns auch noch das “Roll-Traaben”.

Nach dieser Stunde Training glaubte ich, ich würde es nicht mehr nach Hause schaffen. Mir war als wäre ich noch nie gegangen. Ich schaffte es mit Mühe und Not in den MacShark auf der Marihilferstrasse um vom 17″ MacBook Pro zu träumen. Nicht für mich selbst, sondern für einen Freund, den ich zu überreden versuche, alle seine PC-Hardware zu verkaufen, solange er noch Geld dafür bekommt. Ich war auch knapp dafor mir um 79 Euro die Apple-in-Ear Kopfhörer mit Mikrofon zu für mein iPhone zu kaufen. Ich werde schon etwas schwerhörung und verstehe manchmal Videopodcasts schlecht, selbst wenn ich sie auf lautester Stufe in der U-Bahn anschaue.

Beim MacShark gibt es übrigens derzeit eine Geburtstagsaktion mit zum Teil reduzierten Preisen von über 10%. Blöd, dass ich kein Geld für neue Hardware habe, dachte ich mir kurz. Dann hörte ich aber ein paar Asiaten auf der anderen Seite eines Präsentationstisches reden:

Einer: “DEN kauf ich mir.”
Anderer: “Du kannst Dir jetzt keinen Mac kaufen, wenn was neues kommt.”
Einer: “Kommt was neues?”
Anderer: “Ja, ich habe das genau im Internet gelesen.”

Die rede ist von der “weltweiten” Entwicklerkonferenz WWDC, die Apple jährlich abhält. Ja, wenn ich reich bin, dann fliege ich da auch immer hin, ich glaube der Eintritt kostet über 1000 Dollar. Von den Reisekosten ganz zu schweigen. Aber dort geht es immer ins Eingemacht und man kann “hands-on” alle neuen Programmiertechniken lernen. Vielleicht nächstes Jahr.

Dieses Jahr bin ich auf die milden Urlaubsspenden meines Arbeitgebers beschränkt, heirate in 16 Tagen und habe nicht nur zu wenig Freizeit, sondern auch zu wenig freies Geld. Geflittert wird für 3 Tage in der Therme Blumau und im Sommer dann mit einer Österreich-Motorrad-Tour. Die Malediven wäre nett gewesen …

Zum Abschluss möchte ich es noch schriftlich festhalten, dass ich es unfair finde, wenn Menschen denken ich sei ein Schnorrer, nur weil ich immer wieder meinen Hochzeitsfonds auf PayPal oliver@drobnik.com erwähne. Ich bin leider genauso Opfer der Finanzkrise geworden, wie viele andere mehr oder weniger Prominente. Meine Wertpapiere sind binnen einer Woche im August 2008 so abgestürzt, dass der Saldo von unseren Krediten und diese besichernden Wertpapieren von minus 100.000 Euro auf minus 300.000 Euro gewachsen ist. Unsere Gehälter reichen gerade mal aus um die Zinsen zu bedienen und das auch nur, weil die Schweizer Nationalbank diese auf quasi Null gesenkt hat. Null heisst aber nicht gratis, denn die Bank verdient immer noch 1,25% Aufschlag. Gottseidank scheint sich die Lage seit einer Zeit zusehends zu entspannen, eisern sparen muss ich dennoch und kann mir keine Spompandeln im Apple Store leisten.

Also, ein Schelm, wer denkt ich würde mir die Spenden auf den Kopf hauen. Nein, es ist eher existenzielle Pufferung, die mir diese milden Gaben erlauben. Also, wenn Du einen Geldschein eingesteckt hast, den du gerade nicht brauchst, unser Hochzeitsbudget freut sich darüber. ;-)

Drops rettet die Welt #015 – “Talent” #

10. May 2009 19:52

Drops fragt sich, warum immer Sänger bei allgemeinen Talent-Wettbewerben gewinnen und beweist, dass es so etwas wie Talent überhaupt nicht gibt.

Anrufbeantworter für Hörer-Feedback:
(0900) 510361-446 aus Österreich
(01805) 885561-099 aus Deutschland

 

Direkter Download

Eier-Automat #

9. May 2009 11:59

Ein findiger Mensch hat einen low-tech Eierautomaten erfunden und nahe bei Haag aufgestellt.

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Ein Kühlschrank, eine Geldbox aus Stahl mit Münzschlitz Marke Flex und eine Preisliste sind alles was nötig sind.

Für Ehrlichkeit sorgt ein gelbes Schild, welches mahnt nicht auf’s Bezahlen zu vergessen. Offen hat die Eier-Entnahme-Stelle von 0 bis 24 Uhr.

Gefunden habe ich das hier

Windschiefe Parfüms #

9. May 2009 11:34

Erst glaubte ich an einen Knick in der Optik, aber auch nachdem ich mir den Schlaf aus den Augen gerieben hatte war das Bild unverändert.

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Bruno Banani unterstreicht mit seinen windschiefen Verpackungen den Untertitel seiner Parfüms: ‘Nicht für Jedermann’.

Lustige Idee.