13. February 2009 09:14
Eher zufällig habe ich mal wieder meine Feng Shui Unterlagen ausgegraben und im Internet ein wenig recherschiert und stieß dabei auf eine interessante Korrelation. In der chinesischen Kultur sind 12 Tiere und 5 Elemente bekannt, deren attributive Kombination ausreichen soll um jegliche Energiequalität oder jeden Wesenszug zu beschreiben.
Für jedes Datum lassen sich dann aus diesen 60 Varianten vier verschiedene berechnen, je eine für Stunde, Tag, Monat und Jahr. Das wird dann als chinesische Kalenderdeutung bezeichnet, häufiger auch als “chinesisches Horoskop”, obwohl die Sterne hier eigentlich kaum eine Rolle spielen. Jedenfalls ergeben sich für jeden Menschen diese 4 Tiere einen Hinweis auf die 4 Bereiche: Seele, Selbst, Körper, Aussenwirkung.
Bei mir sind diese Tiger [Yin] (Aussen), Schaf [Wei] (Körper), Tiger [Yin] (Selbst), Pferd [Wu] (Seele). Kurz zusammengefasst bedeutet dies: So wie ich nach aussen wirke bin ich auch tatsächlich selbst. Leidenschaftlich, ruhelos, mutig und sehr aktiv. Eine Führungsnatur, die sich ungern fremder Autorität unterordnet. Liebt die Gefahr und kann mit Risiken gut umgehen. Das Schaf beim Körper bringt mir körperliche Natürlichkeit aber auch Disziplinlosigkeit z.B. beim Sport. Das Pferd gibt meiner Seele den Drang zu schnellen Veränderungen, Abenteuerlust und einen Drang zu Offenheit, die auch in Taktlosigkeit münden kann.
Soweit so gut, jetzt fand ich aber beim Surfen eine Feng Shui World Map, die versucht die 12 Tiere und 5 Elemente Bereichen auf der Erde zuzuordnen. Mit sehr interessantem Ergebnis wie ich meine.
Die 5 Elemente werden von Norden nach Süden so verteilt, dass sie jeweils 36 Grad bedecken. Wasser ist verwandt mit Eis und Winter und ist bei der Antarktis. Holz ist bei Südamerika, Südafrika, Australien und Neuseeland, allesamt bekannt für tolle Natur. Der Bereich um den Äquator ist mit Feuer gut abgedeckt. Erde bedeckt passenderweise die größten Landmassen, einen Bereich wo zwei Drittel der Weltbevölkerung leben. Und im hohen Norden haben wir dann noch Metall, mit ähnlichen Eigenschaften wie beim Südpol nur etwas handfester.
Die 12 Tiere werden jeweils 30 Grad zugeordnet und zwar so, dass das erste Tier auch in der ersten Zone liegt, mit der nach chinesischer Philosophie der Tag beginnt. Die Mitte der Ratten-Stunden (= Mitternacht) fällt somit mit der internationalen Datumsgrenze zusammen. Als erstes Land begrüßt Neuseeland den neuen Tag, gefolgt von Japan, Australien und so weiter.

Das wirklich Spannende ist jetzt, zu schauen inwieweit die Menschen in den gezeigten Kastln jetzt tatsächlich den Tieren und Elementen entsprechen. Der Autor der Karte nennt als Beispiele die hart arbeitenden Japaner (Büffel), die immer-freundlich-lächelnden Süd-Ost-Asiaten (Hase), die Chinesen (mit ihrem Sprichwort: “Sei leise wie ein Hase, bewege Dich wie ein Tiger”), die getreuen aber auch übermäßig selbstbewußten Amerikaner (Hund, Hahn), die Europäer mit ihrem Entdeckergeist (Pferd). Die bezaubernden Schlangen im nahen Osten, mit Schönheit und Weisheit die Wiegen vieler Kulturen. Die verspielten Südamerikaner, die nichts wirklich ernst nehmen können (Affe). Man kann nun argumentieren, die internationale Datumsgrenze sowie auch diese Aufteilung sei willkürlich gewählt worden, aber warum wirkt das Bild doch irgendwie passend?
Mich hat nun interessiert, wo in diesem Raster Österreich zu finden ist und da sah ich dass der 15. Längengrad Österreich in einen Pferd- und eine Schlangen-Bereich teilt. Ich habe das auf Google Earth nochmal vergrößert und die Grenze eingezeichnet. Alles rechts von der senkrechten Linie zählt damit nach Feng Shui zu Ost-Europa (Schlange), alles links zu Westeuropa (Pferd). Und dann habe ich noch für mich wichtige Orte markiert: Gresten wo ich in meiner Kindheit viele schöne Sommer verbracht hatte und Weistrach, wo meine Verlobte lebt und wohin ich so oft als möglich “flüchte”.

Die Schlange prägt die Wiener bzw. Ost-Österreicher: Gemütlichkeit und Sehnsucht nach Ruhe, tiefe Weisheit im Alter, beruflicher und persönlicher Erfolg fallen leicht. Liebt den Luxus, verwöhnt sich selbst und ist gebrächt von Schönheit und Anmut. Alte Kunst, tolle Bauwerke, Kopien sind unerwünscht, Orginale sind gefragt. Gute Eltern und Gastgeber.
Das Pferd prägt die West-Österreicher: Offen, taktlos und direkt. Mit Charme und Selbstdisziplin schnell zu Ansehen und Geld gelangen. Abenteuerlust, Gelegenheiten am Schopf packen, lieben das Reisen. Gute Intuition und Führungskraft. Besonders wichtig ist aber Ziele zu definieren.
Dieses globale Feng Shui liefert auch offensichtlich eine Erklärung für das österreichische Ost-West-Charme-Gefälle. Während es in Wien am wichtigsten ist gut auszusehen, sind die Kärtner bekannt für ihre liebe offene Art und ihr Anpacken. Gleichzeitig förderte dieses Modell auch spannende Parallelen aus meinem eigenen Leben zu Tage, als ich verglich, wie meine 4 Tiere mit den Zweien aus Österreich harmonieren. Eine besondere Affinität existiert nämlich zwischen Tiger und Pferd. Mein Selbst und mein Ausdruck lieben meine Seele, aber offensichtlich auch West-Österreich. Gleichzeitig existiert eine latente Opposition zwischen Tiger und Schlange. So verspüre ich einerseits eine starke Anziehung, andererseits eine milde Abstoßung sowohl vom Selbstausdruck her, als auch von meinem Wesen. Der Körper, der bei mir dem Schaf entspricht, hat noch eine Sympathiebeziehung zum Pferd. Noch ein versteckter Hinweis, dass es mir körperlich im Pferde-Gebiet besser gehen würde.
Gresten stand immer noch gerade im östlichen Einfluss, viele wohlhabende Wiener Familien, teilweise über die Wasserwerke, hatten sich dort Sommerhäuser geschaffen. Aber für mein holistisches Glück war es immer noch eine Spur zu weit im Osten. Es liegt für mich emotional im Abseits, gerade noch Ost-Österreich aber noch zu sehr im brisanten Grenzgebiet und obendrein schlecht zu erreichen.
Noch gar nicht erwähnt hatte ich meine angenehmen Besuche bei meinen Großeltern in Zürich, welches sich noch viel weiter im Pferde-Gebiet befindet.
Ich habe mir Weistrach nicht bewußt als neuen Lebensmittelpunkt ausgesucht, aber meine Seele dürfte neben der Verwandtschaft mit der Seele meiner Verlobten auch die Chance ergriffen haben, endlich über den 15. Längengrad zu hopsen. Hochzeit ist am 29. Mai. Das globale Feng Shui liefert mir also einerseits Erklärungen für den Drang meiner Seele mich mehr im Westen aufzuhalten, andererseits Hinweise auf was mir an Wien nicht passt.
Jedenfalls ist es schön, wenn nicht nur mein Herz zu Britta will, sondern auch Geist, Körper, Seele und Ausdruck. Das globale Feng Shui nimmt kein Blatt vor den Mund um mir das klar zu machen.
Hast Du vielleicht auch besondere Sympathien oder Abneigungen zu bestimmten Regionen auf der Erde? Vielleicht schaust Du Dir auch mal deine 4 Säulen im Vergleich mit der Feng Shui World Map an. Würde mich interessieren, was dies bei anderen Leuten zu Tage fördert.