Anrufbeantworter für Drops Podcast #

30. April 2008 19:48

Mein Podcasting Idol Annik von Schlaflos in München hat einen. Georg Holzer von Pressestunde.net hat einen. Jetzt habe ich auch einen.

Die Rede ist von einem Anrufbeantworter für den Podcast. Damit kann mir jeder unter der Nummer (0900) 510361-446 eine Nachricht hinterlassen. Ich bekomme diese dann als Wave-Datei per Mail zugesandt und kann sie so problemlos in zukünftige Sendungen einbauen. Dieses tolle Service bekomme ich von IhreServiceNummer.de.

Ursprünglich wollte ich eine gebührenfreie Nummer, aber da hätte ich eine monatliche Grundgebühr und einen minutenweisen Tarif gehabt. So nahm ich den billigsten gebührenpflichtigen Tarif, bei dem mir keine Kosten entstehen. Obendrein will ich eh keine stundenlangen Texte am Anrufbeantworter haben, sondern kurz und knackig Feedback, Grüße und Eigenwerbung von meinen Hörern. Das es ein bisschen was auf der Telefonrechnung kostet motiviert die Anrufer hoffentlich schnell auf den Punkt zu kommen.

Also, wenn Du eine Nachricht an mich und meine Hörer hast, dann zögere nicht, obige Nummer funktioniert aus allen österreichischen Netzen.

Wie schlägst DU vor, dass man die Welt retten könnte?

(0900) 510361-446

PS: Leider geht diese Nummer nur von Österreich aus, für unsere Nachbarn in Deutschland habe ich eine zweite Nummer mit gleicher Funktion: 0180-5885561-099

Guter Podcast Start #

29. April 2008 17:35

Mein Podcast ist noch nicht einmal zur Gänze veröffentlicht, da wurde die erste Folge in den ersten 24 Stunden schon über 60 mal heruntergeladen. Ich habe jetzt einen eigenen Feed erstellt, der nur mehr die Podcast-Episoden enthält und diesem die für iTunes nötigen Tags hinzugefügt. Ich will ja, dass mein Podcast von vielen Leute gefunden wird und dafür ist es natürlich nötig ihn in diversen Verzeichnissen zu listen, ich habe das mal in iTunes, postcast.at und podster.de gemacht. Die Betreiber werden meinen Eintrag prüfen und in den nächsten Tagen freischalten.

Die Episoden sind immer auf meinem Blog direkt anzuhören, da gibt es einen eigenen Player für direktes Abspielen. In einigen Tagen kann man den Feed auch auf iTunes abonnieren und dann so automatisch immer die neuesten Folgen auf seinem mobilen Musik-Player bekommen.

Und dann dachte ich mir noch, ich brauche ein Logo für meinen Podcast. Erst wollte ich ein Foto von mir in Supermann-Pose, aber dann kam mir der Einfall, das Logo einfach selbst zu zeichnen. Diese Katze ist inspiriert vom bekannte faulen philosophischen Kater namens Garfield und eines Tages habe ich sie einfach gezeichnet. Ich kann nicht genau sogen wo im kreativen Universum oder aus welchem Eck meines Hirnkastls die herkam, nur dass sie raus wollte. Dabei kann ich gar nicht zeichnen. Aber diese geheimnisvolle Inspiration passt genau zu meinem Podcast, wo mir der Text auch nur so aus den Finger fließt.

Ich zeichnete halt die Drops-Katze erst mit Bleistift auf Papier, in der einzige Pose, die ich kann. Ich fügte noch den Podcast-Titel, meinen Namen und eine fliegende Erdkugel-Bombe hinzu und fertig war das Logo.
Dann zog ich die Linien mit einem Stabilo Filzstift nach und scannte es in den Computer. Ist irgendwie nett geworden, schaut zwar nicht so professionell aus, dafür ist es ganz DROPS.

Drops rettet die Welt Logo

Update 18:58: Ich habe von Apple eine Benachrichtigung bekommen, dass der Podcast jetzt eine Seite im iTunes Store hat. Damit kann man ihn jetzt schon direkt innerhalb von iTunes abonnieren. Mit der Suchfunktion kann er dann in 1-2 Tagen gefunden werden.

Drops rettet die Welt #001 – “Falsche Propheten” #

28. April 2008 19:51

So, jetzt ist es endlich soweit! Die erste Folge meines Podcast ist in der Dose. Ich muss noch diverse Kleinigkeiten, wie z.B. die iTunes-Tags basteln, aber ich dachte mir mal, ich lasse die Folge fliegen, damit sie jeder hören kann, der möchte. Ich überlege noch, ob ich einen eigenen Feed für den Podcast mache, oder ob der Kategoriefeed “Podcast” für die meisten Leute zum Abonnieren ausreicht.

Inhalt: In der ersten Folge nehme ich diverse Gruppen aufs Korn, die viel Geld daran verdienen uns die Zukunft zu prophezeien und behaupte sogar: “alle Propheten lügen!”

Anrufbeantworter für Hörer-Feedback:
(0900) 510361-446 aus Österreich
(01805) 885561-099 aus Deutschland

 

Direkter Download

Schlaflos in München #

24. April 2008 18:16

Die Münchnerin mit dem Künstlernamen Annik Rubens ist in der deutschsprachigen Podcasting-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Mit beständiger Regelmäßigkeit erzählt da Annik von aktuellen Erlebnissen und Neuigkeiten aus München, während sie in einem Kleiderschrank sitzt und Kater “Tiger” ihre Notizen versteckt.

Ich habe kurzerhand ein kurzes Intro mit etwas Eigen-Werbung für meinen kommenden Podcast “Drops rettet die Welt” aufgenommen, dass Annik jetzt in Folge #458 eingebaut hat. Da habe ich mich sehr gefreut, denn diese 30 Sekunden sind das erste Mal, dass meine Stimme überhaupt in einem Podcast zu hören sind. Ein Berliner würde wohl sagen: “Da dank ik Annik!”

Müsli Wunschkonzert #

23. April 2008 20:26

Das neue freie Gefühl im Mund motivierte mich heute früh einmal das neue Müsli-Lieferservice mymuesli.com  auszuprobieren. Wahrscheinlich spielt auch ein Rolle, dass mir nicht mehr die Hälfte der Müslizutaten in einem Rächen hinten den Lippen hängenbleibt, was sehr unangenehm sein kann. Da habe ich Glück, dass sie jetzt auch nach Österreich liefern, zum gleichen Lieferpreis wie nach Deutschland (EUR 3,90). Hat man seine Mischung gefunden, sollte man mehr auf einmal bestellen, denn bei 5 Dosen ist die sechste gratis.
Alle möglichen Zutaten (70 verschiedene zur Auswahl) sind Bio. Ich machte mir den Spass und klickste auf dem Müsli-Mixer mal alles zusammen, was mir schmeckt.
Zur Arround-5-Körner-Basis (Weizen, Hafer, Roggen, Dinkel, Gerste) fügte ich noch funktionell hinzu:
  • Gefriergetrocknete Karotten – ungewöhnliche Zutat, aber dennoch gut für Augen und Haut
  • Pistazien – Augen und Nerven
  • Sonnenblumenkerne – Augen
  • Erdbeeren – meine Lieblinge
  • Gojibeeren Anti-Aging
  • Rosinen – Energielieferant, 60% Fruchtzucker
  • Sesamkörnerlebensverlängernde und den Geist stärkende Nahrung

Meine Kreation nannte ich “Drops Smart Start”, hier der Link zur Mischung:

Smart_Start_Muesli

Die Bezahlung funktionierte problemlos via PayPal bzw. Kreditkarte. Ich freue mich schon auf die Lieferung und werde dann mehr berichten.

Operation gelungen, Patient fesch! #

23. April 2008 08:44

In meiner Jugend drängten die unteren Weisheitszähne hervor und verschoben meine Zähne so nach vorne, dass sie sich stapelten. Einerseits war dies ein gesundheitliches Problem, weil ich so die Zahnzwischenräume nicht ordentlich sauber halten konnte. Andererseits gewöhnte ich mir unbewusst an, beim Grinsen immer nur die obere Zahnreihe zu blecken. Bei aller meiner Offenherzigkeit mussten meine Gegenüber so häufig das Gefühl bekommen, dass ich nicht authentisch bin, etwas verstecke oder meine Freude vielleicht gespielt sein könnte.

Beginnend mit der Zahnärztin, welche meine Weisheitszähne extrahiert hatte, fragte ich meine Zahnärzte nach einer Lösung, aber immer bekam ich die Antwort, nur durch Ziehen von 1-2 gesunden Zähne genug Platz geschaffen werden könnte. Bei mir rangierte Gesundheit immer vor Eitelkeit und solch ein Opfer kam für mich nicht in Frage. Das wäre ja so also ob ich mir einen Körperteil amputieren lassen würde, nur um schöner zu sein …

Doch dann empfahl mir mein aktueller Zahnarzt, der übrigens die gleiche negative Meinung hatte, doch mal einen wirklichen Experten zu Rate zu ziehen. So pilgerte ich zum doppelten Doktor namens Jonke, der maß, rechnete und analysierte die Zahnlage in meinem Mund und teilte mir cool mit, dass dank einer neuen Zahnspangentechnik keine gesunden Zähne mehr geopfert werden müssen und das Ganze jetzt auch schon doppelt so schnell gehen würde.

Da gab es für mich kein Zögern, zehn Tage später hatte ich einen Draht auf den oberen Zähnen, vierzig Tage später auf den unteren. Mir war ein Horrorszenario angekündigt worden, dass ich beim Nachstellen immer tagelang nichts Festes essen könne, aber dies hielt sich sehr in Grenzen, meist tat es nur am selben Tag ein wenig weh. Schlimmer war für mich, dass mir zwei hervorstehende Stahlteile die Innenseiten der Wangen aufritzten, wenn ich viel redete. Kleine Wachskügelchen halfen mir zu Beginn, die scharfen Stellen zu entschärfen, wenig später hatten sich meine Wangen aber gewöhnt und waren weniger verletzungsanfällig geworden.

 Zu Beginn

Im Rhytmus von jeweils zehn Wochen kam ich immer wieder zur Kontrolle, manchmal wurde nur ein stärkerer Draht eingeklippst, manchmal mußten einzelne Brackets versetzt werden, weil die Zähne dreidimensional an ihren Zielort dirigiert wurden. Schon nach zwei Monaten war die Veränderung in meinem Unterkiefer nicht mehr zu übersehen. Ich kam mir wie bei einem Rennen vor, fast so als würden die vier Kandidaten in der ersten Reihe um die Pole Position wetteifern.

51 Tage später

Ich hatte nach den Ankündigungen der Herrn Doktor eigentlich schon auf zahnspangenfreie Weihnachten gehofft, aber bei mehreren Kontrollen gab es immer noch eine Kleinigkeit auszusetzen. Doch am 22. April kam schließlich mein großer Tag. Erst machte mich Herr Jonke noch nervös, als er herumkontrollierte, aber dann gab er sein ok. Erst noch eine Feinjustierung am Spangen-Draht, dann wurden mir unten und oben über jeweils sechs Zähne ein feiner Draht geklebt, genannt “Retainer”. Die Entfernung der Brackets ging überraschend schnell, am längsten dauerte das Abschleifen der Klebereste und das grobe Wegpolieren der umliegenden Verfärbungen.

Retainer

Trotz aller eifriger Putzerei hatten sich bei mir von Tee und Kaffee ekelige dunkelbraune Farbflecken angesammelt. Deshalb hatte ich im Anschluss an die 90 Minuten Befreiungsaktion noch 60 Minuten Mundhygiene vereinbart. Um den Luxus von 110 EUR extra wurden meine Zähne von Zahnstein befreit, die Fissuren sandgestrahlt, alle Zähne poliert und abschießend zum Kariesschutz fluoridiert.

Drei Stunden, welch ein Unterschied!

Zahnspange da Zahnspange weg

Nächste Woche hole ich noch eine speziell gefertigte Nachtspange ab, die zusammen mit den innenliegenden Drähten verhindern soll, dass sich wieder etwas verschiebt. Auf die Frage, wie lange ich noch solche Hilfsmittel brauchen werde antwortete Jonke: “Mindestens ein Jahr, besonders brave Kunden tragen sie bis zu 3 Jahren.” Ich kann es nur auf mich zukommen lassen, statt mich über so ein Detail zu ärgern. Wichtig ist, dass mein Stahlgerippe weg ist und ich jetzt meine Freundin hemmungslos küssen und beissen kann.

Für die Nachtspange sind jetzt noch einmal etwa 360 EUR fällig, sonstige zukünftige Kontrollen gehen auf Krankenschein, sollte sich zum Beispiel der Draht lösen. Für die beiden Jahre Behandlungszeit mußte ich jeweils 3690 EUR bezahlen, was ich in monatlichen Raten abstotterte. Vor meinem aktuellen Job hätte ich mir solche Ausgaben überhaupt nicht leisten können. Ich wurde oft gefragt, warum ich nicht zu einem billigeren Kieferorthopäden gegangen bin, vielleicht zu einem im Ausland. Andere Leute würden sich um solche ein Geld ein Auto kaufen. Meine simple Antwort: für meine Zähne ist mir die beste mögliche Qualität gerade gut genug und nur der hohe Preis konnte mir garantieren, dass ich diese bekomme. Jetzt wo ich das Ergebnis täglich im Spiegel sehe, weiß ich, dass Jonke jeden Euro dafür wert war. Oder wie Ur-Großvater Pasching immer gesagt hat: “Ich kann es mir nicht leisten, billig zu kaufen”.

Ein schönes Paar? #

22. April 2008 23:21

Zur Verlobung einen Ring zu schenken ist mir doch allzu sehr “Mainstream”, damit kann ich mich überhaupt nicht identifizieren. Ein Stück Schmuck, das außer finanzieller Existenzgefährdung überhaupt keine Nützlichkeit mit sich bringt, soll als Symbol für eine nahende ewige Verbindung zwischen zwei Geliebten stehen? Nein, das will mich einfach nicht einleuchten.

Werte wie Verlässlichkeit, Handarbeit, Harmonie, Unbeeinflussbarkeit und andauernde Schönheit sehe statt in einem Klunker am ehesten in einer Schweizer Manufaktur-Uhr, über die darin enthaltenen inneren Werte habe ich mich schon vor zwei Jahren referiert, als ich meine erste Rolex kaufte. Einen wertvollen Ring würde die Dame meines Herzens sicher immer wieder zum Schutz abnehmen, aber eine nützliche Uhr mit Datum ist sicher die meiste Zeit dabei und spendet gleichermaßen die aktuelle Uhrzeit und große Freude. Die größte Freude habe ich aber damit, dass die Britta meinen verworrenen Gedankengang versteht und auch gut findet.

Gestern war ich auf einen Sprung beim Rolex-Konzessionär meines Vertrauens und probierte verschiedene Uhr aus, welche am besten zu meiner Partnerin passen würde. Einerseits sollte sie feminin, einzigartig und un-protzig aussehen, andererseits aber dennoch mit dem Charakter meiner eigenen Rolex Explorer harmonieren und daneben nicht untergehen. Ich bin für Gleichberechtigung in der Partnerschaft. Das Ergebnis der Suche ist auf diesem Foto zu sehen:

Meine EX 2 mit einer Lady Datejust

Ich habe mir das Foto auf A4-Fotopapier ausgedruckt und an einen gut sichtbaren Ort gehängt,  damit ich immer dezent daran erinnert werde, Britta zu fragen, ob sie mich ehelichen will. Wenn ich die Uhr in der Tasche habe… die Sterne richtig stehen … die Numerologie und Kabala nichts dagegen haben … nein, ich scherze, ich bin ja nicht abergläubisch. Der rechte Zeitpunkt wird sich uns offenbaren.

Podcast: “Drops rettet die Welt” #

10. April 2008 18:17

Ich wurde schon gefragt, ob ich entweder aktuell weniger Blog-Artikel schreibe, oder ob ein technisches Problem vorliegt. Ersteres ist der Fall und das hat aktuell mehrere Gründe. Einerseits versuche ich die durchschnittliche Qualität und auch Länge der einzelnen Artikel zu steigern um meinen Lesern und Sponsoren mehr Unterhaltungswert zu bieten. Andererseits entwickle ich derzeit ein Konzept und sammle Material für meinen eigenen Podcast. Ich habe das Grundgerüst auf einer A4-Seite zusammengefasst und diversen Freunden und Bekannten gezeigt. Allerdings war das Feedback, was ich dafür bekam, verhalten wie der Harnstrahl vorbei an einer vergrößerten Prostata.

Für diesen Artikel drehe ich ausnahmsweise mal wieder die Kommentar-Funktion auf. Ich bitte um zahlreiche Wortmeldungen und bitte gleich vorweg, sich nicht von den Schimpftiraden meiner Kritiker irritieren zu lassen, welche zweifelsohne auch hier landen werden.

Podcast Konzept: “Drops rettet die Welt”

Untertitel: “Entscheiden Sie selbst, oder man wird es für Sie tun!”

Kann die Welt verbessert werden?

Ich habe nämlich von klein auf immer den Drang gehabt die Welt zu verbessern, aber die Ironie war dann immer, dass sich diese nicht hat helfen lassen. Ich bin der kleine optimistische Kerl, der sich auf amüsante Weise darüber erpicht, dass sich die Menschen eben nicht ändern. Und das alle 1-2 Wochen etwa 30 Minuten.

Hirn-Drainage gefällig?

Mein Podcast so etwas wie eine wöchentliche Hirn-Massage sein. Ich verkörpere Potential für Verbesserung und jeder Hörer ist eingeladen sich davon etwas mitzunehmen. So bringt die Neugier auf Veränderung, die ich schon in der Bevölkerung vermute, mir Zuhörer, die mir mein Blog alleine nie gebracht hätte. Wer den Podcast hört, soll das Gefühl haben, dass ihm ein wenig das Hirn wehtut, wie nach einer guten Massage, aber dass da irgendwas immer in Gang gesetzt wurde. Er weiß nicht genau was, aber irgendwie wird sein Leben fröhlicher, optimistischer und besser.

Warum gleich die ganze Welt?

Der Titel ist ironisch zu sehen, denn die ganze Welt zu verbessern ist noch niemandem gelungen. Es geht natürlich um die Welt des Zuhörers und vor allem meine. Aber das Prinzip soll sein “Think globally. Act locally.” Es geht darum, einen größeren Plan für sein Glück zu haben, aber es sind kleine Entscheidungen, die diesen Plan wahr werden lassen.

Zauberei, in echt!

Ich betreibe “echte Zauberei”. Quasi bin ich Olli Geller, der zwar keine Löffel verbiegt, aber wirklich zaubert und den Leuten erklärt, wie sie das auch machen können. Ohne Schmähs oder Tricks, sondern in Echt. Zauberei ist ja dann, wenn der Aussenstehende nicht die Verbindung zwischen Effekt und Handlung des Zauberers bemerkt oder begreift. Damit meine ich beispielsweise sein Leben mit der Kraft der eigenen Gedanken zu beeinflussen, zu lernen andere Leute mitzureissen, ohne sie mit Gewalt manipulieren zu müssen. Die “Macht” zu nützen, vielleicht so ähnlich wie in Star Wars.

Muss ich denn berühmt sein um etwas zu bewegen?

Ich sehe irgendwie, dass Politik und Produktion hauptsächlich eine Einbahnstrasse von den Reichen/Mächtigen zu den anderen Menschen ist, die jene politischen Ideologien gleichsam wie neue Deos und Antifaltencremes hirntot einkaufen. In USA sehen wir das “westliche Prinzip” besonders deutlich, denn dort gewinnt derjenige, der die meisten 30-sek Werbungen schalten kann. Es gibt keine Möglichkeit für die restliche Bevölkerung ihre Regierung zu beeinflussen, ausser zur Wahl zu gehen, aber da gewinnt immer die Mehrheit und selten die besten Ideen.

Jeder soll sich ausdrücken dürfen!

Ich will auch die Menschen, insbesondere die Österreicher, dazu motivieren, ihre Meinung per Blog-Artikel oder auch mit einfachen Podcasts kundzutun. So entsteht Momentum, Menschen mit gleicher Meinung finden einander und können gemeinsam die Veränderungen bewirken, zu denen der Einzelne nicht mächtig genug ist … außer er ist berühmt.

Die Mächtigen wollen dumme Konsumenten

Ich möchte den eigenen (Wieder-)Willen der Hörer entfachen, die Leute sollen am Ende einer Sendung sagen “nicht mit mir! Ich bin kein dummer Konsument, sondern ich suche mir genau aus, was ICH will und kaufe nicht, was die Wirtschaft/Politik meint, dass ich brauche”.

… oder was braucht man sonst noch zum Glück?

Die Themen, bei denen ich weitreichende Erfahrung gemacht habe sind Erbschaften, Immobilien, angestellte und selbständige Arbeit, Arbeitslosigkeit. Außerhalb der Wirtschaft Feng Shui, Bestellungen beim Universum, Yoga, Vegetarismus und viele andere esoterische Methoden zum Glück zu kommen. Wer vieles probiert, der hat von vielen Rückschlägen zu berichten und diese sind ein wertvoller Erfahrungsschatz, den ich teilen möchte. Ich stelle meine diesbezüglichen Erkenntnisse vor, als Anregung dazu, selbst tätig zu werden, aber manchmal auch Strategien, die bei mir funktioniert haben.

Warum nicht im Blog?

Mein Privat-Blog hat zwar verhältnismäßig viele Leser (täglich aktuell rund 150), aber es gibt Dinge, denen fehlt die Würze, wenn ich sie nur niederschreibe. Da ich meine Texte nicht mit Smilieys spicken kann, bleibt mir also nur das gesprochene Wort. Der durchschnittliche Leser verwendet nur 1-2 Minuten täglich darauf, meine Äusserungen zu verfolgen. Ich werde daher oft missverstanden, obwohl ich es durchaus lieb meine. Mit einem Podcast habe ich eine automatische Vorselektion von Leuten, die a) mit Podcasts etwas anfangen können, b) mir bewusst ihr Ohr für 15-30 Minuten wöchentlich leihen und c) ich lieber solch ein Publikum bediene, als Tag für Tag auf eine milde Lesezeit-Spende zu hoffen.

Podcasts in Österreich – schmerzhaft abwesend

Es gibt faktisch keine privaten österreichischen Podcasts. Ich hab gesucht, aber die einzigen regelmäßigen sind vom ORF, dann gibt es ein paar Unis und kurz vor Wahlen auch die politischen Parteien. Ich befürchte, dass die Leute einen einseitigen Meinungsbrei gewohnt sind und das will ich ändern! Jeder Mensch soll Meinung haben und Opinion-Leader sein dürfen, wenn seine Meinung die Gemeinschaft weiterbringt. Der Ausdruck, den Al Gore in seinem letzten Buch dafür verwendet hat ist “Meritocracy”, quasi die besten Ideen sollen nach oben, nicht jene, die das größte Werbebudget haben.

Wann geht’s los?

Aufnahme-Equipment habe ich bereits, ein exzellentes XLR-Mikrophon (audio-technica AT 2020) und ein USB-Interface TASCAM US-144. Software bin ich noch unschlüssig, entweder Apple Garageband oder Adobe Audition. Ich möchte anfangen, sobald meine Zahnspange heraussen ist.

Die neue Verfassung der EU #

9. April 2008 18:04

Heute werden die Änderungen des EU-Vertrages im Parlament beschlossen werden, sehr zum Unmut der üblichen EU-Kritiker, die schon trotzig eine private Volksabstimmung angekündigt haben. Schließlich wollen die Quärulanten, unterstützt von Unterschriften von 0,1% der Bevölkerung (100.000 von 8 Mio),  der neuen EU-Stärke trotzen. Eine Aktion, die nichts bringt, ausser vielleicht ein zorniges Echo in diversen hohlen Birnen. Frei nach dem Motto: “Das BZÖ organisiert die Revolution, aber keiner geht hin!”

Aus der Weltgeschichte wissen wir, wie hervorragend eine Verfassung dazu dienen kann, mehrere anfänglich unabhängige Staaten unter einem virtuellen Dach zu vereinen und dass das viele Vorteile bringt. Die amerikanischen Kolonien haben sich zu einer Föderation zusammengeschlossen um nach aussen als grosse Einheit agieren zu können. Das ist auch der große Gedankenfehler, den viele Leute haben, wenn sie einen Staat wie Österreich mit Amerika vergleichen, insbesondere wenn sie mit dem mahnenden Finger auf die dortigen Mißstände verweisen. Österreich ist ein einzelner Staat, aber Amerika sind 50 Staaten. Dass Amerika in Wahrheit auch kein Monolith ist, also aus einem Guss, sieht man daran, dass sich die Gesetze von Bundesstaat zu Bundesstaat doch sehr unterscheiden können. Manche Staaten haben eine Art Mehrwertsteuer (“Sales Tax”), andere wiederum haben noch die Todesstrafe. Tatsächlich kochen in Amerika die Bundesstaaten in vielerlei Hinsicht ihr eigenes Süppchen, nur wenn ein Konzept für alle gelten soll, dann setzt der Amerikaner das Wort “federal” davor. z.B. “Federal Income Tax”, “Federal Bureau of Investiation”, “Federal Offense”.

Doch die amerikanische Verfassung war nicht sofort ausgereift und gültig. Die erste Fassung brauchte 3 Jahre, bis sie von allen Bundesstaaten 1780 ratifiziert werden konnte. Es folgten bisher noch 27 Änderungen der US Verfassung, von denen nur die ersten zehn (“Bill of Rights”) gemeinsam beschlossen wurden. 6 weitere Änderungsversuche scheiterten daran, dass nicht alle Staaten zustimmten. Diese Änderungen erstreckten sich über mehr als 200 Jahre, denn trotz aller Weisheit der Gründerväter, entwickelte sich die Menschheit weiter und forderte Rechte, wie z.B. das Recht auf Religionsfreiheit und Pressefreiheit (1. Änderung 1792), die Abschaffung der Sklaverei (13. Änderung 1865) oder das Wahlrecht für Frauen (19. Änderung 1920). Manche Änderungen wie das Verbot von Alkohol (18. Änderung 1913) wurden auch wieder aufgehoben (21. Änderung 1933). Wenn jetzt schon die ach so demokratisch erleuchteten Amerikaner 200 Jahre brauchen, dass ihre Verfassung halbwegs passt, warum sollte es den Europäer nicht anders gehen?

Logischerweise sollte die EU analog zu den USA “vereinigte Staaten von Europa” heissen, aber vermutlich klingt Juh-Es-III nicht so fesch wie Juh-Ess-Ay. Dann schon besser Iii-Juu, denn wir Europäer haben der USA gegenüber viele Vorteile, der kürzere Namen könnte auch symbolisieren, dass wir schneller zum Punkt kommen. Statt mehrerer Jahrhunderte steht unsere Verfassung schon innerhalb zweier Jahrzehnte in einer vermutlich gar höheren völkerrechtlichen Qualität. Wobei gesagt werden muss, dass 2 europäische Bundesstaaten (Frankreich und Niederlande) die ursprüngliche Verfassung in Volksabstimmungen ablehnten. Doch der neue “Reformvertrag” ist de facto genau das, was fehlt um den EU-Vertrag im Geiste zur europäischen Verfassung werden zu lassen. Der Reformvertrag ist nämlich gar nicht ein eigenständiges Werk, sondern beinhaltet eine Menge an Änderungen für unseren originalen EU-Vertrag von 1992. Aber was klingt besser “EU Vertrag” oder “EU Verfassung”?

Anders als die EU ist die USA durch Separation von Kolonien entstanden, die sich unfair besteuert fühlten und massiven Zustrom von Leuten erhielten, die wirtschaftlich oder religiös auf der Flucht waren. Der gemeinsame Krieg gegen die europäischen Stammländer einte die Amerikaner ausreichend um sich halbwegs zusammenzuraufen. Europa hingegen wurde immer wieder durch kriegerische Auseinandersetzungen, zumeist auch religiös oder wirtschaftlich motiviert, zerrissen. Das Fehlen einer übergeordneten Einigkeit führte auch zu den beiden schlimmsten Kriegen in der Weltgeschichte. Dieses gegenseitige Mißtrauen sahen wir auch noch im EU-Vertrag von 1992, wo nur eine Gegenstimme jegliches größere Vorhaben kippen konnte. Obendrein fehlten die menschlichen Grundrechte. Doch dies wurde nun behoben.

Der neue ARTIKEL 1a des EU-Vertrages lautet:

“Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet.”

Religion kommt zwar wieder nicht expliziert vor, aber man sieht sie in den Begriff Pluralismus und Nichtdiskriminierung. Darüber hatte es ja Uneinigkeit gegeben, weil viele Menschen die EU als christliche Gemeinschaft sehen wollen, um damit muslimische Staaten aus der Gemeinschaft für immer auszusperren.

Noch erhebender klingt der neue ARTIKEL 2:

“(1) Ziel der Union ist es, den Frieden, ihre Werte und das Wohlergehen ihrer Völker zu fördern.
(2) Die Union bietet ihren Bürgerinnen und Bürgern einen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts ohne Binnengrenzen, in dem – in Verbindung mit geeigneten Maßnahmen in Bezug auf die Kontrollen an den Außengrenzen, das Asyl, die Einwanderung sowie die Verhütung und Bekämpfung der Kriminalität – der freie Personenverkehr gewährleistet ist.
(3) Die Union errichtet einen Binnenmarkt. Sie wirkt auf die nachhaltige Entwicklung Europas auf der Grundlage eines ausgewogenen Wirtschaftswachstums und von Preisstabilität, eine in hohem Maße wettbewerbsfähige soziale Marktwirtschaft, die auf Vollbeschäftigung und sozialen Fortschritt abzielt, sowie ein hohes Maß an Umweltschutz und Verbesserung der Umweltqualität hin. Sie fördert den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt.
Sie bekämpft soziale Ausgrenzung und Diskriminierungen und fördert soziale Gerechtigkeit und sozialen Schutz, die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Solidarität zwischen den Generationen und den Schutz der Rechte des Kindes.
Sie fördert den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt und die Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten.
Sie wahrt den Reichtum ihrer kulturellen und sprachlichen Vielfalt und sorgt für den Schutz und die Entwicklung des kulturellen Erbes Europas.
(4) Die Union errichtet eine Wirtschafts- und Währungsunion, deren Währung der Euro ist.
(5) In ihren Beziehungen zur übrigen Welt schützt und fördert die Union ihre Werte und Interessen und trägt zum Schutz ihrer Bürgerinnen und Bürger bei. Sie leistet einen Beitrag zu Frieden, Sicherheit, globaler nachhaltiger Entwicklung, Solidarität und gegenseitiger Achtung unter den Völkern, zu freiem und gerechtem Handel, zur Beseitigung der Armut und zum Schutz der Menschenrechte, insbesondere der Rechte des Kindes, sowie zur strikten Einhaltung und Weiterentwicklung des Völkerrechts, insbesondere zur Wahrung der Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen.
(6) Die Union verfolgt ihre Ziele mit geeigneten Mitteln entsprechend den Zuständigkeiten, die ihr in den Verträgen übertragen sind.”

Weitere Veränderungen, die sich über 287 Seiten ziehen, modifizieren Dinge wie das Abstimmungsrecht, damit nicht mehr einzelne Staaten die Gemeinschaft in Geiselhaft nehmen können. Es gibt eine neue Grundrecht-Charta, die auch vor dem EU-Gerichtshof einklagbar ist. Und, was insbesondere kleinen Staaten wie Österreich wichtig war, die EU greift nicht mehr in nationales Recht ein, wenn es um lokale Angelegenheiten geht.

In den USA ist die Verfassung knackig und kurz. Kurz genug, dass Schulkinder diese auswendig lernen auf aufsagen können. Neue US-Bürger müssen gar einen Treueeid auf diese Verfassung schwören. Aber vielleicht sind es genau diese Banalitäten, die dazu führen, dass sie die meisten Amerikaner mit ihrer Föderation identifizieren und damit ihren Bund im 20. Jahrhundert so stark gemacht haben. Stark genug, dass es genügend Freiwillige gibt, andere Ländern militärisch zu besetzen. Doch eine Trendumkehr ist absehbar, sollte ein Demokrat im Herbst ins Weisse Haus gewählt werden.

Ich glaube zu sehen, dass die EU aus all diesen Fehlern gelernt hat und an der Dicke des modifizierten EU-Vertrages erkennen wir, dass man kaum einen Aspekt des Lebens in so einer großen Gemeinschaft dem Zufall überlassen möchte. Schlagwörter wie Freiheit, Sicherheit, Solidarität und sozial so häufig im neuen EU-Vertrag zu lesen ist, gibt mir ein gutes Gefühl EU-Bürger zu sein. In meinen Augen ist das “Prinzip USA” die wackelige Generalprobe, für die die EU jetzt die gelungene Premiere liefert.

Film Preview: Run Fatboy Run #

1. April 2008 23:42

Von Titel des Filmes “Run Fatboy Run” hätte ich eigentlich eine amerikanische Cartoon-Komödie mit einer ekligen Mischung aus übermäßigem Körpferfett und Persiflage auf den Klassiker “Forrest Gump” erwartet. So leicht kann man sich in die Irre führen lassen, denn man könnte mit seiner Einschätzung nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. “Run Fatboy Run” ist eine Geschichte eines Briten, den knapp vor dem Traualter der Mut verliess und er vor seiner schwangeren Verloben flüchtete.

Fünf Jahre später ist er ein rauchender Security-Guard in einem Londoner Dessous-Geschäft, dem sein Lifestyle einen festen Schwimmreifen eingebracht hat, von Fitness ganz zu schweigen. Die Ex hat mittlerweile ein Bild von Mann als neuen Partner, aber wenigstens darf der Vater noch seinen geliebten Sohn regelmäßig sehen. Halb im Scherz kommt Dennis (Simon Pegg) auf die abstruse Idee bei einem Marathon mitzumachen um seiner Ex zu beweisen, dass er auch in der Lage ist irgendwas zu Ende zu bringen. Sein wettsüchtiger Cousin und sein skuriler indischer Vermieter heften sich an seinen Hintern und jagen ihn durch ein dreiwöchiges Trainingsprogramm bei dem sie ihm keine Chance zum Aufgeben lassen. Einige Male scheint das Rennen für Dennis gelaufen zu sein, dies sorgt für große Spannung. Wird Dennis sich am Ende selbst überwinden und seine Freundin samt Sohn zurückgewinnen, oder ist er doch nur der liebenswerte Looser, der nichts zu Ende bringen kann?

Man kennt Simon Pegg aus schrägen Komödien wie Shaun of the Dead oder Hot Fuzz und wird ihm daher kaum viel schauspielerische Tiefe zutrauen, aber ich meine, dass wir in diesem Film den Wendepunkt sehen könnten. Dennis ist sensibel, hat zwar immer noch eine Prise “Lovable Looser”, bringt aber mehr denn je den Zuschauer dazu, dass man mit ihm mitfiebert während er durch seine persönliche Entwicklung stolpert. Genau dies trifft vielleicht in vielen von uns einen weichen Punkt, denn bei allen guten Intentionen sind wir vielleicht auch manchmal einfach überfordert oder wollen das Beste während wir unsere eigenen Fähigkeiten unterschätzen. Bei mir jedenfalls kam jedenfalls der spontane Wunsch hoch, zu Hause gleich wieder die Laufschuhe anzuziehen. Bei der Ziellinie des Wettrennens mit mir selbst könnte meine geliebte Britta auf mich warten.

Ach, und den Film kann ich nur empfehlen. Läufer und andere Menschen, die an ihrer Weiterentwicklung arbeiten werden viele Parallelen zum realen Leben wiederentdecken, intelligente Romantiker werden gut bedient und die Lachmuskeln bekommen auch ein gutes Workout. Die perfekte Komödie.

Der Film kommt am 4. April in Österreich ins Kino.