Spontan-Hochzeit in Tschechien #

30. August 2007 21:02

Noch im Mai hat sich Maria Lacko doppelt magistrieren lassen, dann verlor ich sie aus den Augen, weil sie mit ihrem Partner erfolgreich das Unternehmen Cross National Solutions führt und mittlerweile nach Malacky in Tschechien der Slowakei übersiedelt war. TschechienDie Slowakei ist eine wahre europäische Steuer-Oase und die beiden Jungunternehmer haben das Know-How, wie Unternehmen damit Steuern sparen können.

Als ich heute vom baldigen DVD-Debüt von Sean Patrick Flannery als jungen Indiana Jones berichtete outete sich Maria, von der ich ewig nichts gehört hatte, unerwartet auch als Fan mit den Worten “Wow! Auf die Info warte ich, seit ich 14 bin Spontan-Hochzeit in Tschechien

Sie schickte mir einen Link zu ihrer Homepage und dort erfuhr ich in einem Bericht über die Hochzeit, dass die Glückliche vor einem Monat geheiratet hatte. Zur Bestimmung des Hochzeitstages nahmen sie die Numerologie zu Hilfe und trauten sich am 20.07.2007, was Maria so erklärt:

“Die Bedeutung der Zahlen ist folgende: Die 2 steht für die Dualität, die 7 ist eine Glückszahl und die Quersumme ergibt 9, was für materiellen Erfolg steht. Und da reich und glücklich einer Ehe mehr Bestand gibt als arm und krank folgte die von Thomas geplante und lang vorbereitete Verlobung in Rom am 7.10.2006.”

Ich wünsche den beiden Frischvermählten viel Glück auf ihrem gemeinsamen Weg und auch viel wirtschaftlichen Erfolg mit ihrem Unternehmen, denn die Wunschliste ist noch lang

Die Abenteuer des jungen Indiana Jones #

30. August 2007 19:36

Stephen Spielberg liebt Geschichte und er hat den jungen Indiana Jones in der Fernsehserie “The Young Indiana Joines Chronicles” über 3 Staffeln allerlei historische Gestalten treffen lassen. Ich habe diese Serie geliebt, als sie vor 13 Jahren in unserem TV ausgestrahlt wurde, habe mir angeschaut was ging, vieles auf Videokassetten aufgenommen, aber längst nicht alle Episoden gesehen.

Young Indy BoxEines der großen Rätsel der Filmgeschichte war bisher, warum sie bisher nie auf DVD herausgekommen ist. Es gab nur eine halbherzige VHS Kollektion im englischsprachigen Raum. Doch die Wiedergutmachung naht! 

Amazon.com hat mich gestern in Kenntnis gesetzt, dass die erste Staffel mit 13 Episoden endlich am 23. Oktober in USA erhältlich sein wird, die zweite Staffel folgt im Dezember und die letzte Staffel wird Anfang 2008 zu kaufen sein. Dabei wurde besonders viel Wert auf umfangreiches Bonusmaterial gelegt, das die historischen Personen, auf die Indy trifft, besonders beleuchten wird.

Paramount Home Entertainment meldet, dass alle 3 Volumes zusammen 22 Episoden in Kinofilm-Länge und 94 Dokumentationen enthalten werden. Das ganze soll als spannender geschichtlicher Überblick über das frühe 20. Jahrhundert dienen. So macht Geschichtsunterricht Spass!

Noch sind keine Informationen bekannt, wann die Serie auf DVD in Europa kommen wird, aber wir haben ja alle einen entsperrten DVD-Player zu Hause …

Film Preview: The Bourne Ultimatum #

29. August 2007 22:32

Jason Bourne alias Matt Damon spielt auch im dritten Teil, genannt The Bourne Ultimatum, Katz und Maus mit der CIA und bleibt am Ende der Klügere. Das Rezept des Films ist kaum vom dem der ersten beiden zu unterscheiden, 70% Action, 20%  verwackelte Kammera, 10% CIA-interne Intrigen.

Die Story ist gewohnt simpel, der Hauptcharakter handelt sich von einer Person zur nächsten vor und der CIA ist ihm auf den Fersen. Gelegentlich treffen sie aufeinander, was zumeist blutig endet, wenngleich Jason Bourne einem Superhelden gleich immer wieder voll funktionsfähig aus dem Gefecht hervorgeht. Während der Jason sich seiner wahren Identität immer mehr annähert tauchen nach und nach einige hilfreiche, allesamt weibliche Gestalten (die stupsnasige Julia Stiles und die Lady Joan Allen),  auf, die sich auf seine Seite und gegen die korrupten Leute beim CIA stellen.

Kurzgesagt ist Jason Bourne des Killens überdrüssig und will eigentlich nur mehr wissen, wer daran schuld ist, dass er nicht weiß, wer er früher war. Der Film ist für sich nicht schlecht, es wird einem nicht fade und wer die ersten beiden Teile gemocht hat, der wird sich auch beim dritten Aufguß wohlig warm fühlen. Wer neu hinzukommt, aber dennoch Spionage-Action mag, findet sich auch gut zurecht. Nur den geistigen Anspruch sollte man zu Hause lassen.

The Bourne Ultimatum kommt am 7. September in Östereich ins Kino.

Film Preview: No Reservations (Rezept zum Verlieben) #

29. August 2007 08:46

Catherine Zeta-Jones kann auch kochen. In No Reservations spielt sie die geniale Chef-Köchin eines New Yorker Nobelrestaurants, die sich vor ihren Problemen ins Kochen flüchtet. Als ihre Schwester bei einem Autounfall verunglückt, muß sie ihre Nichte (Abigail Breslin) bei sich aufnehmen und dass sie in ihrer Küche einen neuen feschen Konkurrenten vor die Nase gesetzt bekommt erfreut sich auch überhaupt nicht.

Catherine Zeta-Jones spielt genial die perfektionistische Köchin, wir fühlen uns als Kinobesucher mitten drinnen in der Küche, wo neben allerlei leckeren Speisen mühelos auch wunderbar witzige und scharfsinnige Dialoge zubereitet werden. Zusätzliche Würze entsteht aus der beginnenden Romanze zwischen Zeta-Jones und dem vergleichsweisen unbekannten Aaron Eckhart, der als Liebhaber aller italienischen Speisen für das kulinarische Kontrastprogramm sorgt.

Die 11 Jahre alte Abigail rundet das Trio perfekt ab, auch sie hat dramatische Szenen, die sie genau so wie die lustigen Szenen so herzerweichend spielt, als wäre sie ein alter Hase vom dreifachen Alter.

No Reserations ist so ziemlich das wohlschmeckenste, das uns Hollywood in jüngster Vergangenheit zu servieren gedachte. Ein Chop Suey aus Kochfilm, Drama, Komödie und Romanze mit gut ausgesuchten Zutaten und besonders liebevoll zubereitet. Empfohlen für Hobby-Köche und Dinner-Dates gleichermaßen.

No Reservations kommt am 14. September als “Rezept zum Verlieben” in Österreich ins Kino.

Neues IKEA Büro #

28. August 2007 08:56

Nach meiner stressigen Rufbereitschaftswoche und weil es im Haus noch einige Dinge zu tun gab nahm ich mir kurzerhand noch drei Tage Urlaub.

Schöner Arbeiten

Als erstes galt es das Büro für den bevorstehenden Schulbeginn flott zu bekommen. Hierfür räumte Britta die häßlichen Flötotto Möbel raus und wir montierten die quer durch das Zimmer verlaufenden Halogendrähte ab, weil diese einem das Gefühl gaben, man säße unter einer Hochspannungsleitung. Die entehenden Löcher in der Wand wurden zugespachtelt und weiß kaschiert.

Ein peppiger Wandanstrich in “Venedigrot” war schnell angebracht, der Vorteil an dieser strukturierten Lasur ist, dass man nach einem Anstrich bereits fertig ist. Eine Bordüre sorgte dann für einen exakten geraden Abschluß. Dies sorgte allein schon dafür, dass das Büro sich jetzt lebendiger und kreativer anfühlt.

Am Ende des Tages führten wir noch unser energetisches Reinigungsritual mit Meersalz durch, damit eventuell gespeicherte negative Energien entfleuchen könnten.

Den größten Spaß hatten wir dann dabei, das Büro komplett mit neuen IKEA-Möbeln einzurichten, die wir am Tag zuvor mit einem großen Autoanhänger nach Hause transportiert hatten. Kurz war die Freude getrübt, weil ein Teil falsch in der Verpackung war und ein Teil des Besta-Regals Blasen in der Buche-Imitation warf. Aber das bekamen wir mit einem Besuch beim IKEA Kundenservice problemlos in den Griff.

Eine neue indirekt strahlende Deckenleuchte sorgte für ein angenehmes Licht. Ein Magnetboard erlaubt es Fotos und Notizen aufzuhängen.

Nachdem wir die Möbel aufgestellt hatten installierte ich noch Kabelkanäle, so daß man nicht mit seinen Füßen ständig in einer Kabelwurschtelei herumstochern. Ein neuer Multifunktionsdrucker (HP C5180) mit LAN-Anschluß ermöglicht mir endlich Bahntickets auszudrucken, während ich im Wohnzimmer sitze. 

Office

Nicht auf dem Foto zu sehen ist das Besta-Regal in Buche, bei dem wir von den 9 Schubladen die mittleren drei horizontal in rot gebaut hatten. Dieses bietet ausreichend Platz für die vielen Ordner von Britta und meine Kabel, die ich zum Computer-Basteln brauche. Leider hat der IKEA Designer den Rollcontainer in der Serie Gustav verhunzt, so daß wir stattdessen einen bei der Konkurrenz kaufen mußten.

So entstand ein großer Eckarbeitsplatz für die Britta und ein etwas kleinerer Arbeitsplatz für mich links davon.

Ich verschenke meinen Drucker #

28. August 2007 08:13

Laserjet 5L

Laserjet 5L

braucht neue Tonerkartusche (original 50 EUR, Nachbau 20 EUR), ansonsten ist er tadellos in Schuß. Ideal für große Mengen an S/W Ausdruck (600×600 dpi). War bis zuletzt in Betrieb, bevor ich ihn durch einen anderen Drucker ersetzt habe. 

Preis: gratis

UPDATE (10:34) Es hat sich ein Abnehmer gefunden.

Lebensqualität #

21. August 2007 08:35

Rufbereitschaft fordert Tribut

Nach einer Woche Rufbereitschaft bin ich schon wieder urlaubsreif. Wenn jede Stunde eine SMS den Schlaf unterbricht, dann geht das ziemlich auf die Substanz. Ich bin dann immer müde und grantig, die Lebensqualität ist dahin.

Britta verabschiedete sich nach dem gemeinsamen Wochenende in Wien mit einem strahlenden “Bis Mittwoch!” Sie sei eben Optimist.

Britte möchte vor Schulbeginn noch unser Büro im Landhaus fertig einrichten. Dazu wollten wir uns die neue Büroeinrichtung von IKEA liefern lassen, ab 1000 EUR soll die Zustellung gratis sein. Aber am Telefon bekam ich dann die Auskunft, dass sie derzeit über 1000 offene Bestellungen hätten und daher mit 2 Wochen Lieferzeit zu rechnen sei.

So stornierten wir diese Bestellung gleich wieder, weil das definitiv in dieser Woche fertig werden soll. Irgendwie wird es wohl möglich sein, dass wir uns ein Transportfahrzeug ausborgen und die IKEA-Trümmer selbst nach Hause bringen.

Das “Bis Mittwoch” ließ mich nicht mehr los, ich hatte ein großes farbiges Bild vor Augen, wie sehr sich Britte freuen würde, wenn ich sie mit ein paar weiteren gemeinsamen Tagen überrasche. Ich fragte sofort nach meinem Eintreffen in der Firma nach meinem Urlaubsstand. 6 Tage sind für 2007 noch übrig. Schneller Blick auf den Kalender, 3 Tage brauche ich für die Weihnachtswoche, dann habe ich für jetzt 3 Tage Budget.

Also nur mehr heute arbeiten und dann wieder aufs Land fahren.

Zahnspange, nicht mehr lange

Am Montag hatte ich Kontrolltermin beim Kieferorthopäden Jonke, der den Fortschritt meiner Zahnregulierung beäugte. Ich fragte sogleich, nachdem er meine Hand geschüttelt hatte, “Sie haben mir jetzt schon eine Honorarnote für ein ganzes zweites Jahr geschickt. Glauben Sie, dass wir so lange brauchen werden?” 

Jonke schaute rein und erwiederte cool “ich glaube, dass wir uns noch zwei mal sehen werden.”, was bedeutet, dass die Zahnspange bis zum Jahresende draussen sein könnte. Ich bekomme dann für ein Jahr lang noch einen einzelnen Draht, genannt “Retainer”, auf die Innenseite geklebt, dass sich da nichts verschieben kann.

Mein schönstes Weihnachtsgeschenk ist, dass ich dann endlich mein fotogenes Lächeln wiederbekomme. grins

Bewegung #

17. August 2007 06:34

Lust an der Mobilität

Vor einem Jahr hatte ich meinen Pilotenschein verlängert und bei der Gelegenheit in eine europaweit gültige JAR-Lizenz umgetauscht. Bisher war ich aber nie dazugekommen, auch meinen Segelfliegerschein zu verlängern, denn für Privatpiloten ist die Austrocontrol zuständig, Segelflieger wie auch Fallschirmspringer betreut der Aeroclub. Immer wieder nahm ich mir vor, zum Aeroclub in der Blattgasse zu fahren, aber immer kam mir etwas dazwischen.

Als mir gestern wieder das Verlängerungsformular mit der Bestätigung des Fliegerarztes beim Aufräumen in die Hand fiel, hatte ich eine unerwartet heftige Eingebung, das endlich zu erledigen. Und die Eingebung war goldrichtig, denn so ging es sich noch knapp mit den 5 Starts aus, die ich im letzten Jahr nachweisen mußte um die Verlängerung zu bekommen.

Aber die angenehmste Überraschung war eine Änderung im Luftfahrtrecht für Segelflieger. Mein Schein gilt jetzt 5 Jahre lang, ich brauche nur immer ein gültiges fliegerärztliches Gutachten, neudeutsch ”Medical” genannt. Sollte ich in 5 Jahren keine 5 Starts nachweisen können, dann ruht der Schein, bis ich ihn wieder reaktiviere.

Segelflug ist so eine Art der Bewegung, die eigentlich nichts direkt bringt, weil man ja immer dort wieder landet, wo man zuvor per Flugzeug-Schlepp gestartet ist. Gleiches kann man über das Fallschirmspringen sagen. Der Weg ist hier das Ziel, oder anders gesagt: Bewegung als Selbst-Zweck, aus Freude über die Möglichkeit zur Bewegung selbst.

Hier finden wir auch den wahren Grund, weshalb Menschen bereit sind, ein Jahreseinkommen oder mehr in einen PKW zu investieren. Man kauft sich das Gefühl ein, wegfahren zu können wann man will. Das geht mit dem Golf um 20.000 EUR genauso gut wie mit dem Audi um 40.000 EUR. Der Mehrpreis hat kaum Auswirkung auf die Fortbewegung selbst, denn Geschwindigkeitsbegrenzungen und das Straßennetz gelten für alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen. Nur das subjektive Gefühl während der Bewegung ist anders und dafür gibt man gerne viel mehr Geld aus, in der Hoffnung dadurch glücklicher sein zu sein können.

Bahn vs. Flugzeug

Heute war Werbung von Railteam in der Post. Dies ist die mehr als überfällige Antwort mehrerer europäischer Bahnbetreiber auf Vielfliegerprogramme wie z.B. Miles&More. Die Idee ist, ein europaweites Hochgeschwindigkeitsbahnnetz als attraktive Alternative zum Fliegen anzubieten. Besitzer einer Vorteilscard Club sind durch die ÖBB dort auch automatisch Mitglied und kommen in den Genuß der Business Lounges, derer es in Wien zwei gibt.

Es bleibt abzuwarten, ob die Bahn den großen Vorsprung der Fliegerei jemals wieder einholen kann. Die Schiene kann ohne Zweifel bei Komfort und Preis punkten, während der Lufttransport durch Geschwindigkeit besticht. Es ist vorstellbar, dass Flugreisen in einigen Jahrzehnten durch weiter gestiegene Kerosin-Preise ein unerschwinglicher Luxus werden, den sich nur mehr Geschäftsreisende und reiche Leute leisten werden. Dann bleibt der Zug als einziges leistbares Massentransportmittel übrig, vielleicht in Tandem mit einem Trend zu mehr Gemütlichkeit.

Doch ist es heute eigentlich wirklich anders als früher? Wir können zwar schneller und weiter weg reisen, aber sind wir deswegen glücklicher?

Mobilität vs. Geld

Ein Gehalt ist eigentlich eine goldene Fessel, denn der monatlich eintreffende Geldbetrag fesselt mit gleichsam an meinen Arbeitsort. Die meisten Menschen werden beteuern, dass sie ja gerne arbeiten oder sich beschwerden, dass die Fessel so golden gar nicht ist.

Ich habe diese Woche mal wieder Rufbereitschaft, was auch meinem Handlungsspielraum in der Freizeit einschränkt: ich kann zu keinen Veranstaltungen gehen und ich hätte Skrupel, würde ich den Großraum Wien verlassen, sagen wir mal um zu meiner Freundin auf’s Land zu fahren. Eingeschränkte Flexibilität, die aber gut bezahlt ist.

Es ist eigentlich immer so, dass der Beruf einen geographisch an einen Punkt auf der Welt bindet. Man ist gewohnt an Werktagen ins Büro zu fahren, dies bestimmt den verfügbaren Bewegungsradius. Schnelle Verkehrsmittel machen es heute möglich, am Sonntag auf der anderen Seite der Welt zu sein und dennoch am Montag zur Arbeit zu erscheinen. Nur, dass der menschliche Körper da nicht so einfach mitspielt, Jetlag ist die Folge, wenn die gewohnten Schlafrythmen gestört werden.

Es stellt sich die Frage: gibt es so etwas wie einen “natürlichen Ort” für den Menschen? 

Ich meine damit einen Ort, an der er alles bekommt, was er braucht um überleben zu können und gleichzeitig glücklich zu sein. Schon in der Steinzeit musste man die Höhle verlassen um Jagen zu gehen. Heute jagen wir zwar einem monetären Einkommen nach, aber die Höhle müssen wir dafür immer ncoh regelmäßig verlassen. Selbst ein Krösus, der sich jeglichen Luxus ans Bett bringen lassen könnte, wird es sich dennoch nicht nehmen lassen, sich zu bewegen. Tatsächlich ist es sogar so, dass die besonders Reichen mehrere Domizile besitzen, zwischen denen sie nach Lust und Laune pendeln.

Die Antwort ist wohl, dass der Mensch ein opportunistisches Wesen ist, denn er nützt die Gelegenheiten dort, wo sich diese bieten. Moderne Transportmittel erlauben uns schlicht, Gelegenheiten wahrzunehmen, die außerhalb des biologisch normalen Aktionsradius (“zu Fuß”) liegen.

Vor hundert Jahren noch wäre meine Beziehung mit Britta nie zustande gekommen, es sei denn der Herr Graf Pirringer hätte seine hübsche Tochter den Herrn Kaiser Drobnik für seinen ältesten Sohn im Austausch gegen umfangreiche Ländereien angeboten.  

Star Wars geht weiter #

13. August 2007 22:24

Es war der Nachmittag am 24. Dezember 1980, die Wartezeit auf das Christkind dehnte sich endlos. Mit sechs Jahren versteht man schon, dass das christkindliche Paket-Service bald kommen würde, aber warum das immer erst nach Einbruch der Dunkelheit sein dürfte, das wollte mir nicht recht einleuchten.

Mein Vater pakte mich dann ins Auto und fuhr mit mir in ein Wiener Kino, damit ich von den Vorbereitungen des Baumes und der Geschenke nichts mitbekommen würde. Wenige Tage zuvor war der zweite Star Wars Film in Österreich ins Kino gekommen, “Das Imperium schlägt zurück”, und mein Vater hatte vermutlich geahnt, dass mich dieses moderne Märchen in seinen Bann ziehen würde. Ich erinnere mich noch, wie wir erst einige Minuten nach Filmbeginn in den Saal kamen, Luke Skywalker wurde gerade von einem Schneemonster an den Füßen in seine Höhle geschliffen. Ich erinnere mich kaum an etwas aus meiner Kindheit, aber diese Szene blieb in meiner Erinnerung haften.

Der erste Star Wars Film war drei Jahre zuvor (1977) ins Kino gekommen, aber den hatte ich verpaßt, während ich unwissend in einer kleinen Wiener Wohnung herumkrabbelte. Beinahe hätte ich mit diesem ersten Film die Geburt eines weltweiten Phänomens versäumt, dessen Momentum selbst 30 Jahr später immer noch weiter im Wachsen begriffen ist.

Am letzten Wochenende konnte ich mir endlich alle sechs Star Wars Filme hintereinander reinziehen, 13:22 Stunden insgesamt, die totale Dröhnung. Es war hart, aber schön.

Ich fragte mich viele Jahre, warum die Geschichte mit “Episode 4″ beginnt. George Lucas soll zunächst 4 Trilogien im Sinn gehabt haben, was er nach und nach auf 6 Filme reduzierte. Die Produktion der ersten 3 Filme hatte er solange aufgeschoben, bis schließlich die Special Effects Technologie soweit fortgeschritten sein war, dass seine Vision umgesetzt werden konnte.

Die immer wiederkehrende Hoffnung der Fans, dass es auch noch eine dritte Trilogie geben könne, die nach der Zerstörung des bösen Imperiums spielt, wird immer wieder zerschlagen, denn Lucas findet, das er seinen Handlungsbogen komplett erzählt habe. Stattdessen bietet dieser aber zwischen den einzelnen Film-Episoden ausreichend Platz für weitere Geschichten.

Vielleicht nie wieder im Kino, dafür aber im Fernsehen werden die Fans bald wieder neues Futter bekommen. 2008 beginnt die Ausstrahlung der computeranimierten Fernsehserie The Clone Wars, die gerade produziert wird. Schon 2009 wird eine weitere neue Serie folgen, diesmal mit realen Schauspielern, der Titel steht noch nicht fest. Möge die Macht mit George Lucas sein!

24 Stunden fasten #

9. August 2007 18:03

Vor vielen Jahren las ich das Buch “Wunder des Fastens – Leben ohne zu Altern” von Dr. Paul C. Bragg und das inspirierte mich damals regelmäßig zu fasten. Einige Wochen lang schaffte ich es, einen Fasttag pro Woche einzuhalten, aber irgendwie vergaß ich darauf.

Ich kann nicht genau sagen, was es war, aber gestern früh war ich auf einmal wieder fest entschlossen, 24 Stunden keine Nahrung zu mir zu nehmen. Einerseits fühlte ich mich aufgebläht und müde, andererseits wieder einmal zu sehr der stofflichen Welt verhaftet.

Ich sah schon mein Vermögen dahinschwinden, weil die blöde Immofinanz AG einen Massiven Kurseinbruch erlitt, dann mußte ich mich über meinen defekten Geschirrspühler ärgern und da wurde mir klar, dass ich wieder einmal die materiellen Dinge zu ernst nehme.

Während der letzten 24 Stunden trank ich 2 Liter stilles und kohlensäurefreies Mineralwasser und etwa 1 Liter Kamillentee mit etwas Honig. Sonst nichts.

Die große Herausforderung dabei ist aber gar nicht so sehr der Hunger direkt, denn der verschwindet wieder, wenn man nicht an ihn denkt. Schlimm ist, dass auf einmal alle Kollege beginnen zu essen und von Nahrung zu reden. Man muß seine Moral hochhalten und sich bemühen dennoch freundlich und produktiv zu bleiben.

Bei mehrtägigen Fastenkuren muss man schon auf seine Energien aufpassen, aber ich packte am Abend meine Tanzmatte aus und tanzte am Mediacenter PC etwa 10 mittelschwere Lieder. Meine Leistungsfähigkeit war zwar deutlich herabgesetzt, aber die leichte körperliche Betätigung belebte meinen Geist, so dass ich problemlos eine Stunde mit meiner Gefährtin telefonieren konnte, während ich in meiner Badewanne lag.

Einen Tag lang nichts zu essen bedeutet, bewußt auf Handlungsstrukturen zu verzichten, die man aus Gewohnheit wie automatisch ausführt. Dabei entgiftet man nicht nur seinen Körper, sondern erlaubt auch seinem Geist eine Änderung der Perspektive. Diese reinigende Wirkung erlaubt einem schlechte Angewohnheiten und Süchte neu zu evaluieren.

Einfach nichts zu essen ist leicht, kniffelig wird es am Tag danach. Man nennt den Wiederbeginn der Nahrungsaufnahme “Fastenbrechen” und dies ist die wahre Kunst. Denn speziell bei mehrtägigen Fastenkuren brechen dann alle möglichen gelüste über einen herein und man überfrißt sich hoffnungslos. Generell sollte man unmittelbar auf das Fasten folgend keine tierischen Nahrunsmittel zu sich nehmen, da deren säurebildende Wirkung im Körper den Nutzen der Abstinenz negiert.

Ich habe mir vorgenommen am Vormittag noch einen guten Salat ohne fettiges Dressing zu essen, zu Mittag ein Gemüse-Curry oder eine Suppe. Am Abend schon bin dann bei Freunden zum Essen eingeladen, die kochen mir etwas ohne Fleisch.