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18. Juni 2007 - 07:02
Zum 110. Male fand der Sommerball des Presseclub Concordia statt, der wie immer aus der Reihe der normalen Ballsaison heraustanzt und lange nach dem Aschermittwoch auch den Innenhof des Wiener Rathauses in das Geschehen miteinbezieht. Dies war war durch die angenehme Temperatur auch willkommene Erfrischung für die vom Tanzen erhitzten Gemüter.
Als angenehm empfanden wir auch, dass sich die Leute verteilten, anders als sonst hielt sich das das Gedränge in gemäßigten Grenzen, beim Flanieren durch die ausgelassenen Menschenmassen sorgten die zahlreichen Treppen im Rathaus für zusätzliche Fitness. Man benötigt wirklich keine Tischreservierung, weil man bequem im Freien rasten kann, wenn man nicht gerade spaziert oder tanzt.
Anstelle einer Tombola wurden uns gegen Spende Nummern und Spielchips angeboten. Mit den Chips konnte man an zwei Roulette-Tischen um Schokoladen und Kappen spielen, von den Nummern würde eine später ausgelost werden. Britta wählte 33, ich nahm 31.
Die erste Publikumsquadrille um Mitternacht machte viel Spass. Die Quadrille ist der einzige mir bekannte Massentanz mit Choreografie, die man unter der Anleitung eines Tanzlehreres problemlos absolvierten. Am Ende wurde die gezogene Zahl verkündet und Britta entfuhr ein Fluch, als es die 33 war, denn sie sah sich schon einen ganzen Abend lang im Casino eingesperrt.
So nahm ich mich fachmännisch des Glücksspiels an. Insgesamt 4 Personen hatten noch die 33 und jeder bekam 20 Chips. Die Aufgabe war, 5 Roulette-Runden lang zu setzen und wer am Ende die meisten Chips hat, würde das "Turnier" gewinnen. Ich teilte sogleich meine Chips in 5 gleiche Stapel auf und setzte immer auf 50% Chancen, zumeist 2 der der 3 langen Reihen und die gewonnen Chips teilte ich immer auf die verbleibenden Stapel vor mir auf. Geldmanagement und Strategie, vermutlich zwei Dinge, die mir durch das viele Pokern in Fleisch und Blug übergegangen waren.
Die anderen Herren spielten zunächst sehr zaghaft, hinter ihnen ihre Frauen, die sie zeternd anfeuerten. Als es dann zur letzten Runde kam, setzten alle anderen dann ihr letzten Chips "weil's eh wurscht is" und vielleicht um ihren Frauen zu beweisen, dass sie doch Mut haben. Aber dann kam die 30 und keiner gewann, nicht einmal ich. Aber ich hatte mir vorsorglich eine Handvoll Chips übrig behalten und war somit der letzte mit Chips am Tisch ergo der Gewinner.
Als Hauptpreis nahmen wir 2 Gutscheinheftchen von Casinos Austria entgegen. Jeweils 25 EUR Chips, ein Glas Sekt, ein 4-Gang Abendessen und eine Übernachtung in einem noblen Hotel mit Frühstück. Gesamtwert etwa 500 EUR. Spätestens hier dämmerte es meiner Freundin, dass sie soeben einen luxuriösen Abend bekommen würde und darauf stiessen wir mit etwas Prosecco an.
Nach der zweiten Quadrille, mit bereits wesentlich weniger Teilnehmern, um zwei Uhr verließen wir das Rathaus als müde Tänzer und glückliche Gewinner.
19. Juni 2007 - 09:08
20. Juni 2007 - 08:51
Kommentar von lulu
18. Juni 2007 - 15:17