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01. Mai 2007 - 00:36
Am Abend vor dem ersten Mai, der in Wien ein sozialistisches Fest ist, werden in nahezu allen ländlichen Gemeinden Maibäume aufgestellt. Seinen Urspung hat dieser Brauch in einem Fruchtbarkeitssymbol, das einem riesigen himmlischen Phallus gleich in die fruchtbare Vulva der Mutter Erde gerammt wird. Deshalb sind damit auch viele kleinere Brauchtümer verbunden, die sich zwar von Ort zu Ort sehr unterscheiden können, aber allesamt irgendwas mit Sex, Liebe oder Fruchtbarkeit zu tun haben. Ob das Bier, das hier in Strömen fließt auch die Fruchbarkeit fördert wird noch erforscht.
Ich schaute in Haag gespannt zu, wie ein Haufen Männer ihren Phallus… pardon Maibaum aufrichteten. Dabei kommandierte ein erfahrender Maibaumaufrichter (lat. Magnus Erectilus) per Megaphon die Mannen, so dass ihnen der mordstrum Baum nicht wieder umfällt. Denn dies wäre beinahe genauso peinlich, wie ein Maibaum-Diebstahl, für dessen Verhinderung eigens Wachen von der Landjugend abgestellt werden.

Wie bei solchen Anlässen üblich spielte die örtliche preisgekrönte Blasmusik-Kapelle mehrere Märsche, quasi eine Kostprobe für das, was sie noch am ersten Mai zu leisten haben, denn dann müssen sie schon in der Früh musizierend durch den Ort marschieren. Ich staunte nicht schlecht, als einer der Musikanten plötzlich der Britta seine Querflöte in die Hand drückte, damit sie statt ihm zwei Lieder spielen würde. Natürlich machte sie das mit Bravur, weil sie selbst vor einigen Jahren in der Kapelle musiziert hatte.
Es ist nicht leicht, aber wer findet Britta auf diesem Foto?


Die Tanzerei um den aufgestellten Baum herum hatte man sich in Haag gespaart, so verlegten wir uns zum Tanzabend ins Palais Werndl in Steyr, wo wir das nachholten.
Kommentar von Nadja
01. Mai 2007 - 18:17
Die Vierte von Links (die Dame mit den Stirnfranzen) ;-)