Film Preview: Zodiac #

30. May 2007 23:03

Der neue Thriller Zodiac basiert auf dem Buch von Robert Graysmith, der nach jahrelanger Recherche die Identität eines besonders raffinierten Serienkillers herausfand, der seine Morde durch Briefe an die großen Zeitungen ankündigte.

Der Autor, gespielt von Jake Gyllenhaal, arbeitete bei einer dieser Zeitungen als Cartoon-Zeichner und kam so eher am Rande zu den Ereignissen, wurde aber mehr und mehr hineingezogen, als klar wurde, dass der Killer die Polizei und die Media an der Nase herumführt. Robert Downey Jr. als Haupt-Reporter, Mark Ruffalo als Inspektor sind zwei bekannte Schauspieler, die auch ihre Rollen sehr gut spielen.

Die ersten zwei Drittel des Filmes haben viel Spannung und einen Touch von Horror, wenn ich einen Kritikpunkt finden sollte, dann würde ich bemängeln, dass die Spannung gegen Ende doch drastisch abflaut und für die 2:38 Std. doch etwas langatmig wird. Aber das ist wahrscheinlich so vom Autor gewollt, der damit illustriert, wie sehr sich die Ermittlungen der verschiedenen involvierten Organisationen zersprageln, weil es der Mörder versteht seiner Leidenschaft über die Bundesstaat-Grenzen hinweg in verschiedenen Jurisdiktionen zu fröhnen. Doch gesamt muß ich dem Film mein Lob aussprechen, selten wurde eine “true story” so gekonnt zu einem spannenden Film verarbeitet.

Kommt vermutlich am 1. April in Österreich ins Kino

 

Allergisch auf Plastik-Karten #

29. May 2007 19:26

Die Warmfront und der frühe Sommer bescherten Österreich Rekordausmaße an Pollenbelastung. An diesem Wochenende sahen sich sogar Leute zu nießerischen Äußerungen veranlaßt, die sich ansonsten nicht zu den regulären Pollen-Allergikern zählen.

Mir selbst triefte die Nase jedes Mal, wenn ich mich im Cabrio oder auf der Restaurant-Terasse im Freien befand. Ich hatte leider mein Antihistamin-Nasenspray vergessen, die tägliche Clarityn Tablette half kaum.

Gerade rechtzeitig zum wöchentlichen Arbeitsbeginn in einem Büro ohne Klimaanlage traf die Kaltfront ein. Am Bahnsteig frohren mir beinahe die Ohrläppchen ein, während ich erst in Haag, dann in St. Valentin auf meinen Zug wartete. Ich war froh, dass ich niemals länger als eine Minute warten mußte.

Das Ticket hatte ich vorsorglich bereits gestern Abend ausgedruckt, leider zum Normalpreis der zweiten Klasse, weil ich meine (provisorische) Vorteilscard nicht dabei hatte. Die ÖBB ist leider gänzlich auf diese Plastikkarte angewisen, ohne die gar nichts geht.

Viele Menschen wünschen sich, es gäbe nur mehr eine Karte, die gleichzeitig als Identifikation, Zahlungsmittel, Fahrausweis und Führerschein fungieren würde. Aber dies haben paranoide Datenschützer bereits viele Male vereitelt. Das wäre wahrlich ein Horror-Szenario, wenn die großen bösen Konzerne wüßten, dass ich alle Führerscheine (außer D) habe, gerne beim Billa einkaufe, am Wochenende zu meinem Schatz aufs Land pendle und schöne Geschenke für sie bei Swarovski gekauft habe. Ach und dass ich diese mit meiner goldenen Visa-Karte bezahlt habe, weil ich dann wieder einige zusätzliche Flugmeilen bekomme. 

Eben weil das so schrecklich ist, muss ich gezählte 10 Plastikkarten in meiner kleinen Geldbörse mitführen, will man für alle Fälle gerüstet sein:

  1. EU Führerschein (ID und Gruppen A, B, C, E, F)
  2. eCard der Sozialversicherung
  3. Jahreskarte der Wiener Linien
  4. Maestro Bankomatkarte
  5. ÖAMTC Club Karte (Hilfe für Auto und Motorrad, Versicherung)
  6. Goldene VISA Karte (Miles&More)
  7. Goldene Diners Club Karte (Miles&More)
  8. Reiseversicherungskarte meines Arbeitsgebers
  9. Cineplexx Moviecard (Zahlen von günstigeren Karten)
  10. Akakiko Kundenkarte (Sammeln von Punkte)

Ich liege mit dieser Zahl vermutlich im guten österreichischen Durchschnitt, zumindest die ersten fünf Karten hat wahrscheinlich jeder normale Wiener immer bei sich.

Lustigerweise wurde der Urvater aller Plastik-Karten von seinem eigenen Erfolg überlebt. Jeder weiß etwas mit dem Begriff “Scheckkarten-Format” anzufangen, aber praktisch niemand mehr besitzt so eine Scheckkarte, weil - anders als in den USA - bei uns Schecks als reguläres Zahlungsmittel längst ausgestorben sind. 

Wir können uns mit Sicherheit glücklich schätzen, dass noch niemand eine Allergie auf Plastik-Karten erfunden hat. Denn dann würden wir ALLE mit triefenden Nasen herumlaufen. Unmittelbare Rettung ist aber noch keine in Sicht, am vielversprechendsten sind die Pläne der Mobiltelefon-Industrie.

Wer hat mehr? Wer hat andere? Wie löst Du das Problem der vielen Karten?

Extremes Biking #

27. May 2007 21:32

Zu Mittag fuhren wir auf den Kürnberg, wo wir vor einiger Zeit schon mal einen Geocache gesucht und gefunden hatten. Der Anlaß heute war die Kürnberg-Trophy, ein Mountainbike-Rennen, bei dem das 3-köpfige Team von Brittas Bruder mitfuhr.

Wir wollten ihren Zieleinlauf beklatschen, aber daraus wurde leider nichts, denn zwei von drei Teamkollegen ging im wahrsten Sinne des Wortes die Luft aus. Körperlich waren die Jungs noch voll fit, aber gleich zwei platte Reifen beendeten das Rennen für sie.

Vom Picknick mit griechischem Salat ließen wir uns aber nicht abhalten und sobald klar war, dass das Rennen gelaufen war, fuhren wir ins Erlebnisbad Haag, wo ich mein Terry Pratchett Buch auslas und die Sonne genoß.

Am frühen Abend fuhren wir dann mit dem Rad 6 Kilometer ins benachbarte St. Peter, wo als Nebenveranstaltung der Landesausstellung eine Freestyle Motocross (FMX) für große Menschenansammlungen sorgte. Der Titel versuchte die Brücke zum Thema “Feuer&Erde” zu schlagen, er lautete “Jumps on Earth”

Jedes Mal, wenn einer der neun tollkühnen Motorradfahrern einen Sprung machte, ging ein Raunen durch die Menge, gefolgt von allseitiger Zustimmung, dass diese Leute nicht nur sehr gut, sondern auch sehr verrückt sein müssen. Wer kommt sonst auf die Idee im Fluge den Sitz des Motorrades zu verlassen?

Fmx_jumps_on_earth 013

Es war für mich das erste Mal, dass ich eine FMX Veranstaltung live zu sehen bekam, ebenso wie für fast alle andere Anwesenden. Dass sie als Wettbewerb aufgezogen war interessierte wohl kaum jemanden, Hauptsache die Sprünge waren halsbrecherisch genug. So was sieht man nicht alle Tage, wodurch es einen gewissen Reiz der Neugier mit sich bringt, beinahe wie Artisten im Zirkus.

Sommerfrisur 2007 #

26. May 2007 13:11

Seit ich vor 2 Jahren ein Foto von mir mit einer Kurzhaar-Frisur online stellte, belege ich auf dem österreichischen Google den dritten Platz, wenn man nach Sommerfrisur oder Sportfrisur sucht.

Welche Anforderungen hat der Mann von Welt an den Hairstyle für die warme Jahreszeit? Luftig kurz soll sie sein, aber dennoch dünner werdende Stellen etwas kaschieren. In der Hitze oder nach dem Sport duscht man sich häufiger als sonst und kurze Federn haben hier den wesentlichen Vorteil, dass sie im Nu an der warmen Luft vom selbst trocknen. Für eingebildete und tatsächliche Allergiker ist der kurze Schnitt ein Muß, denn lange Federn transportieren ein Übermaß an Pollen ins Schlafgemach.

Sommerfrisur 2007

Rundum kurz könnte man den Millimeter-Schnitt auch mit einer Schermaschine selbst bewerkstelligen, aber optisch kommt etwas Abwechslung auf der Birne doch wesentlich besser. Britta schickte mich heute wieder mal zum “Unkraut jäten” und das Ergebnis ist sehr ansehnlich geworden. Ich verbinde in diesem Look das beste von zwei Welten: Kurzhaar-Kribbel-Effekt im Genick und Wuschel-Wühl-Gefühl für die Freundin am oberen Ende.

Den Sommer als Anlaß für eine neue Frisur zu nehmen hat ja schon fast Tradition bei mir. Dem Techniker ist aber wichtig für ausreichende Kühlung des Hirns zu sorgen, dass durch das viele Nachdenken leicht zur Überhitzung neigt, wenn die externe Isololierung zu dick ist. Mit dieser Sommerfrisur ist es jedenfalls viel leichter einen kühlen Kopf zu behalten, oder wie wir in Neudeutsch sagen: cool zu bleiben.

Business Class auf Schiene #

25. May 2007 18:02

Als ich heute in der Früh meinen Rucksack packte, vergaß ich ein wichtiges Detail: meine provisorische Vorteilscard. Die Plastik-Karte ist ja schon monatelang auf dem Postweg und der Mitarbeiter im ÖBB-Callcenter erklärte mir, dass das 3 Monate dauern kann, denn so lange ist das Provisorium ja auch gültig.

Aber ohne den Kaas-Zettel kein günstigerer Tarif. So buchte ich zum Trotz den teuersten Tarif, den ich finden konnte: erste Klasse Abteil mit Platzreservierung, Kosten EUR 36,10.

Eine Sitzreservierung zu haben, stellte sich als kluge Wahl heraus, denn ich sah schon als ich die U-Bahn verließ, dass sich heute durch das verlängerten Wochenende ungewöhnlich große Menschenmassen von Wien aus nach Westen auf machten.

Mit dem ausgedruckten Ticket in der Hand begann ich meinen Sitzplatz zu suchen, fest entschlossen notfalls sogar den Zugbegleiter nach dem Weg zu fragen. Den Wagen der ersten Klasse fand ich auf Anhieb, ich erkannte ihn an einem weithin sichtbaren Einser, den jemand in freundlichem Weiß außen draufgemalt hatte.

Ich stieg hinten ein und etwa bei der Häfte des Wagens hatte ich das Beschriftungssystem durchschaut, ich war schon an der mir zugewiesenen Sitznummer 14 vorbei. Die Horde, die von hinten kommend nach vorne drängte, umging ich, indem ich vorne wieder ausstieg und einen neuen Anlauf von hinten nahm.

Ich inspizierte die Tafeln am ersten Abteil, 11, 12, 15, 16. “Hm,” dachte ich mir “da fehlt ja meine Nummer 14″. So setzte ich meinen Notfallplan in die Tat um und fand einen Zugbegleiter, der gerade im Gepäcksabteil einen Stapel von Tickets zwickte.

“Ich habe einen Reservierung für einen Platz, der nicht existiert!” forderte ich ihn heraus und gab ihm mein ausgedrucktes Ticket zur Ansicht.

Nach kurzem Studium des Ausdrucks und offensichtlichem Hirn-Rattern spuckte der ÖBB-Bedienstete das passende Rechenergebnis aus: “Da hamms wohl den Wagen ausgetauscht. Sie dürfen halt heute Business fahren.”

Die Business-Abteile der ÖBB haben 4 Sitze pro Abteil, in schwarzem Leder gehalten, die fehlende Nummer 14 nummeriert hier den Tisch dazwischen.

“Was aber wenn wer kommt und meint ‘des is ja mei Plotz’?”

“Das wird nicht passieren” sagte der Schaffner mit Bestimmtheit, die keinen Widerspruch duldete. Als sich der Zug dann in Bewegung setzte, mit mir und drei weiteren Passagieren im Abteil, glaubte ich ihm auch.

Business Class zu reisen hat auch Vorteile, wenn man gerne mit seinen Mitreisenden kommuniziert. So fragte ich gleich den Kommunikativsten unter ihnen, ob sie öfters in der ersten Klasse fahren würden.

Er offenbarte mir, dass er immer erste Klasse fahren, aber nur zweite Klasse zahlen würde. Der Schmäh ist, dass man als Journalist mit Presse-Ausweis, eine blaue “Vorteilscard Classic Presse” bekommen kann, die selbiges ermöglicht. Der Kollege zeigte mir dann seine Vorteilscard und tatsächlich stand da auf der Rückseite “Berechtigt zur Benützung der 1. Wagenklasse”.

Ich faßte den Entschluß mir auch so eine Spezialkarte zu holen … sobald ich meinen Presse-Ausweis im Papierchaos daheim lokalisiert habe.

Beim mobilen Bordservice, das auch bald vorbeischaute, bestellte ich mir einen Imbiß, da mir aufgrund des ausgelassenen Mittagessens mein Magen in den Kniekehlen baumelte. Um EUR 10,50 bekam ich einen Pennesalat mit getrockneten Tomaten und schwarzen Oliven, eine Thaisuppe mit Gemüse und Nudeln, einen Cappuccino und einen Rauch Ice Tea Pfirsich. Dann war die Geldbörse leer, aber wenig später meine Magen randvoll. Wesentlich zur Gemütlichkeit beim Essen trug der Tisch bei, den man bei jedem Sitzplatz im Business-Abteil ausklappen kann.

Auf dieser Unterlage klappte ich nach dem Essen meinen Laptop zum zweiten Mal auf, um den heutigen Bericht zu vollenden. Der Zwischenstopp in St. Pölten markierte die halbe Fahrtstrecke. Ich hätte meinen PC an der 230V Steckdose neben meinem Sitz anstecken können, aber der Akku hatte noch genug Saft für mehrere Stunden.

Am Ende des Artikels angekommen entdeckte ich das zweite Stück, dass ich daheim vergessen hatte: Mein mobiles Internet in Form meines UMTS Handys. So mußte der Upload auf mein Blog warten, bis ich wieder an einem zivilisierten Breitbandanschluß andocken konnte.

Film Preview: Invincible #

24. May 2007 23:05

In meiner Freude über  den jüngsten Piratenfilm habe ich ganz vergessen das Review für den Film vom letzten Dienstag zu verfassen. Im Sneak Preview spielte es Invincible, die Verfilmung einer wahren Geschichte aus den Analen des American Football, die sich so oder so ähnlich vor 30 Jahren zugetragen hat.

Mark Wahlberg spielt einen Bartender namens Vince Papale, der Zoff mit seiner Frau hat, weil er arbeitslos ist und wie viele seiner Freunde aus der Arbeiterklasse Zuflucht beim Football-Spiel sucht. Diese versteht ihn aber nicht, sondern verläßt ihn schlicht und ergreifend.

Seine Leidenschaft für das Team der Philadephia Eagels samt einiger Schubser veranlassen Papale bei einer überraschend angesetzten Aufnahme-Probe des neues Coaches Greg Kinnear mitzumachen. Genauso überraschend übersteht er eine Ausscheidung nach der anderen um schließlich trotz seines Status als absoluter Underdog den begehrten Platz des Quarterbacks zu ergattern und so das Team wieder auf die Gewinnerseite zurück zu führen.

Der Film stammt aus dem Hause Disney und zeichnet sich besonders durch die wunderbare Optik aus. Die zahlreichen Spielszenen wurden durch Zeitlupeneffekte und gekonnte Kameraführung so auf die Leinwand gebracht, dass selbst Nicht-Kenner des Sports mitfiebern können und sich halbwegs auskennen.

Wahlberg und Kinnear spielen wie zu erwarten exzellent, speziell Marky Mark mimt glaubwürdig den Aussenseiter, der sich mit viel persönlichem Einsatz emporarbeitet und als Inspiration für seine Freunde in harten Zeiten dient.

Gut gemacht, keine unnötigen Spezialeffekte, es kommt die menschliche Komponente sehr gut zur Geltung. Empfehlenswert für American Football Fans wie auch für Menschen, die sich für persönliches Wachstum interessieren.

Kommt vermutlich am 1. Juni in Österreich ins Kino

Film: Pirates of the Caribbean 3 #

24. May 2007 03:04

Wir erwarteten mit Spannung den dritten Teil von Pirates of the Caribbean: At World’s End um schließlich zu erfahren, wie es der verrückte Haufen schaffen würde, Jack Sparrow aus den Klauen des Kraken zu befreien. Wir hofften auf ein würdiges Ende für die Trilogie um den liebenswert verrückten Piraten-Käpitän, der immer aus brenzligen Situation in sein Glück stolpert, in der einen Hand eine Rum-Flasche in der anderen einen Kompass, der immer dorthin zeigt, was er am meisten wünscht.

Der Film beginnt gleich mit einem gewaltigen Action-Feuerwerk und setzt damit den Ton für den Rest des Filmes, in der wahrlich die Fetzen fliegen. Die Amerikaner nennen diese Art zu Kämpfen ”swashbuckling” und dies ist die Hauptzutat für jeden Piratenfilm, der etwas auf sich hält.

Waren die mystischen Verwicklungen und Agenden der einzelnen Charaktere in den ersten beiden Teilen noch recht gut zu verstehen, haben wir uns beim dritten Teil stellenweise doch recht verloren gefühlt. Oft fühlten wir uns alleinegelassen und fragten uns “bitte wozu DAS jetzt?!” Nicht wenige Szenen kommen einem doch sehr übertrieben esoterisch vor. 

Aber Langeweile kam zu keinem Zeitpunkt auf. Johnny Depp spielt wieder einmal absolut grenzgenial den Jack Sparrow, Geoffrey Rush und Bill Nighy stehen ihm kaum nach. Die schönen Gesichter Keira Knightley und Orlando Bloom sind auch ganz gut dabei die Handlung zu tragen. Alle kämpfen, wie es sich für gute Piraten gehört, die liebgewonnen Nebencharaktere haben viele lustige Szenen und oft gibt es Rückverweise auf die anderen Filme, weswegen es sich zum besseren Verständnis auszahlt, Nummer 1 und 2 kurz vorher zu wiederholen.

Weil der Fillm mit seinen 168 Minuten Dauer doch eine zu große Probe für die Blase wäre, hatten wir bei der Hälfte eine zehnminütige Pause.

Ich finde, dass der dritte Teil ganz gut den Bogen wieder zurück zum ersten Film schließt und die Trilogie würdig abschließt. Allerdings nur ein bedingter Abschluß, denn das Ende läßt die Option für einen vierten Teil offen.

Oliver, ein Hobbit? #

23. May 2007 01:49

Ich habe einen Arbeitskollegen, der löst das Problem mit der großen Hitze am Arbeitsplatz damit, dass er bloßfüßig mit kurzen Hosen herumläuft. Ich hatte die letzten paar Tage immer helle, nett gebügelte Hosen an, auf den Füßen schwarze Socken und Schlapfen. So schlug meine Verwunderung schnell in den Vorsatz um, es die nächsten Tage auch einmal “bloßhappert” zu probieren.

Im Rahmen unserer täglichen Telefon-Konferenz erzählte ich das auch der Britta, die natürlich sofort etwas parat hatte, mit dem sie mich häkeln konnte:

“Du hast ja Hobbit-Füße!”
“Wie meinst Du das, Hobbit-Füße?”
“Du weißt ja, wie die Füße von den Hobbits im Herr der Ringe aussahen. Genauso breit und behaart wie Deine.”
“Umpf. Grmbl.”

Hobbit Füsse?

Lieber Leser, bitte hilf mir da aus der Patsche. Schauen SO Hobbit-Füße aus?!

Ok, ich gestehe ein, ich habe Spreiz-Senkfüße, die halt etwas breiter als gewöhnlich sind. Rein esoterisch betrachtet bedeutet dass, dass ich eine besonders gute “Bodenhaftung” habe.

Doch diese Aussage ließ mir keine Ruhe und so investierte ich eine gute Stunde Arbeitszeit um einen empirischen Test zu entwickeln, der diese Frage ein für alle Mal klären sollte. Hiermit kann der geneigte Leser selbst eruieren, ob er gänzlich oder teilweise ein Hobbit ist. Gib Dir für jede Antwort null, einen halben oder einen ganzen Punkt, maximal möglich sind 15 Punkte. (Quellen: Wikipedia deutsch und englisch)

Der Hobbit Test

Frage 1: Bist Du kleiner als die meisten Menschen um Dich herum?

Hobbit Antwort: Der durchschnittliche Hobbit ist 1 Meter groß, der durchschnittliche Österreicher 178 (Männer) bzw. 165 cm (Frauen)

Meine Antwort: 167 cm, ein halber Punkt.

Frage 2: Hast Du spitze Ohren?

Hobbit Antwort: Hobbits haben leicht spitze Ohren.

Meine Antwort: Ganz rund. 0 Punkte.

Frage 3: Bist Du fester und robuster als die Anderen gebaut?

Hobbit Antwort: Hobbits haben stämmige Körperstatur.

Meine Antwort: Ich bin schon recht kräftig und bilde mir ein einen Ansatz von Bauch zu haben. 1 Punkt.

Frage 4: Hast Du starken Haarwuchs unterhalb der Fußknöchel?

Hobbit Antwort: Hobbits haben eine Art Fell unterhalb des Knöchels.

Meine Antwort: Leichter Haarwuchs vom Knöchel bis zur Wurzel der großen Zehe. Ein halber Punkt, weil die paar Härchen noch kein Fell darstellen.

Frage 5: Welche (echte) Haarfarbe hast Du?

Hobbit Antwort: Hobbits haben braune Haare.

Meine Antwort: Aschblond. 0 Punkte.

Frage 6: Wann begannst Du Dich für das andere Geschlecht zu interessieren?

Hobbit Antwort: Hobbits sind mit 33 erwachsen, sie werden durchschnittlich 100 Jahre alt.

Meine Antwort: Ich war verhältnismäßiger Spätentwickler…. aber so spät nun auch wieder nicht. Ein halber Punkt.

Frage 7: Tendierst Du zu Hornhaut auf den Fußsohlen?

Hobbit Antwort: Hobbits haben starke Hornhaut, weil sie praktisch immer barfuß unterwegs sind.

Meine Antwort: Nein, meine Füße sind ganz weich. 0 Punkte.

Frage 8: Sind Deine Füße recht breit?

Hobbit Antwort: Manche Hobbits haben breite Füße, insbesondere Angehörige des Proudfoot-Clans.

Meine Antwort: Eher ja. 1 Punkt.

Frage 9: Wieviele Mahlzeiten ißt Du pro Tag?

Hobbit Antwort: Hobbits essen (ohne Snacks) mindestens sieben Mahlzeiten pro Tag.

Meine Antwort: Zwei bis drei. 0 Punkte.

Frage 10: Rauchst Du?

Hobbit Antwort: Hobbits rauchen leidenschaftlich gerne bestimmte Kräuter aus ihrem Garten, genannt “Pfeifenkraut” in der Pfeife.

Meine Antwort: Nichtraucher. 0 Punkte.

Frage 11: Trinkst Du Alkohol?

Hobbit Antwort: Hobbits lieben es Bier und Ale in Pubs zu trinken.

Meine Antwort: Nichttrinker. 0 Punkte.

Frage 12: Magst Du Gartenarbeit?

Hobbit Antwort: Hobbits lieben Gartenarbeit.

Meine Antwort: Ich mag nur Gartenarbeit, die länger einen Effekt hat. Rasenmähen gehört nicht dazu. Halber Punkt.

Frage 13: Bist Du schüchtern, bist friedfertig und meidest Aufregungen?

Hobbit Antwort: Hobbits sind recht schüchtern und gehen Aufregungen eher aus dem Weg.

Meine Antwort: Bin nicht wirklich schüchtern und mag Aufregungen, die mich persönlich wachsen lassen. Wenn mir etwas gegen den Strich geht, dann bin ich überhaupt nicht friedfertig. 0 Punkte.

Frage 14: Bist Du handwerklich geschickt?

Hobbit Antwort: Hobbits sind handwerklich geschickt, verwenden aber keine Maschinen, die komplexer als Mühlen sind.

Meine Antwort: ich bin recht gut mit den Händen, aber mir taugen komplexe Maschinen, ich bin EDV Ingenieur! Halber Punkt.

Frage 15: Bist Du zu großen Taten fähig?

Hobbit Antwort: Hobbits haben trotz ihrer Schüchternheit das Zeug zum Helden.

Meine Antwort: Ganz großer Heldenmut, besonders für meine Britta. 1 Punkt.

Auswertung

Ein echter Hobbit kommt auf 13 bis 15 Punkte. Wer beispielsweise von wilden Tieren aufgezogen wurde und daher nicht weiß, welcher Rasse er angehört wird mit 8 bis 12 Punkten als Hobbit entlarvt. Mit 4 bis 7 Punkten könnte man auf einen entfernten Hobbit-Einfluß schliessen, entweder in Romanform, oder man ist doch adoptiert. Mit 1 bis 3 Punkten brauchst Du nicht traurig sein, denn offenbar bist Du eindeutig ein Mensch. Null Punkte hat nur, wer keinen Spass versteht.

Ich komme auf 5,5 Punkte, also entfernter Hobbit-Einfluß. Wenn ich morgen Brittas Ring von der Reparatur bei Swarowski abhole, dann muss ich aufpassen, dass ich ihn nicht anstecke, denn offenbar macht er den Träger garstig. “Muahahaha. Mein Schatz!” zungezeig

Golden Golf #

21. May 2007 22:34

Letzte Woche fand ich endlich Zeit mein Auto auf die “richtigen Patschen” für die Jahreszeit umrüsten zu lassen. Es kam dann der Anruf, dass ich auch noch neue Bremsklötze brauchen würde, dann aber nichts mehr. So fuhr ich heute mit der U-Bahn zur Werkstätte und natürlich war mein KFZ schon lange fertig. Wenn man nicht selbst nachhakt, dann lassen die Leute einen einfach blöd sterben.

Seit ich meinen Golf 4 habe, gab es noch keine Gelegenheit, dass ich ihn mal auf meinem Blog herzeige. Daher hier endlich mal ein Foto meiner Lieblingskutsche.

Golden Golf

Wie auch zu meinem Motorrad führte mich das Universum vor 5 Jahren zu diesem fahrbahren Untersatz. Damals fuhr ich den übernommenen VW Polo meiner Mutter mit einem Restwert von 400 EUR, als ich diesen in Klosterneuburg in die Werkstatt stellen mußte, weil mir ein anderes Auto hinten draufgefahren war. Der Händler rief mich dann an um mir mitzuteilen, dass die Versicherung den Schaden nicht mehr zahlen würde, weil die Reperaturkosten den Restwert des Autos überstiegen.

Dann meinte der Mann am Telefon ganz unschuldig “Herr Drobnik, es wäre mal wieder Zeit, sich nach einem neuen Auto umzusehen.”
Ich erwiderte “Hm, ich habe eigentlich keine Ahung von Autos. Ich weiß nur, ich hätte gerne Diesel, Klima und Automatik.”
“Ja, haben wir da, können Sie probefahren!”
kam die überraschende Antwort, was doch etwas mysteriös war, denn Automatik-Getriebe gehören ja keinesfalls zur Standardausstattung eines Volkswagen Golf 4.

Ich fragte dann noch herum und mein auto-philer Bruder bestätigte mir, dass Golf eine sehr solide Wahl wäre und diese sich neben ihrer Robustheit durch langen Werterhalt auszeichneten. Der Händler war mit dem Auto ein paar Mal nach Salzburg gependelt und hatte so 7000 km auf den Tacho gezaubert, so dass ich den Wagen schlußendlich etwas günstiger bekam, gesamt 22.500 EUR in bar. Den Polo verkaufte ich kurz darauf um exakt 400 EUR an einen Arbeitskollegen, der damit Baustoffe für die Wohnungssanierung transportierte. Als ich diesen Kollegen nach einigen Jahren wieder sah, erzählte er mir, dass der Polo immer noch im Einsatz sei, immer noch ohne reparierten Stoßfänger.

Der Tempomat war durch die Automatik-Elektronik leicht nachzurüsten, es mußte nur der linke Hebel getauscht werden. Weitere Extras kamen mit der Zeit hinzu, die ich mir nach und nach einbauen ließ: Abnehmbare Anhängerkupplung, Wunschkennzeichen, GPS Navi von Alpine, Wischwasser-Sensor, Gummi-Matten und zuletzt eine Ebersbächer Standheizung.

Ich bin nicht jemand, der ständig ein neues Auto braucht, mein Golf bietet mir alles, was ich von meinem Auto erwarte. Daher werde ich ihn sicher noch viele Jahre fahren. Selbst für eine Familie wäre da drinnen Platz. Wenn mir etwas taugt, dann bleibe ich dabei.

Bis auf einige Kratzer und Fahrer, die ein Auto in der Stadt mit der Zeit so mitbekommt, strahlt der Metallic-Lack in der Farbe “Storm Beige” noch außerordentlich frisch. Metallic hat sich hier als wesentlich widerstandsfähiger als herkömliche Lacke erwiesen, steht mein Auto doch seit Jahren im Freien. Weil sich niemand unter “Stormbeige” etwas vorstellen kann, sage ich schlicht ”Gold” dazu, manchmal auch “Hell-Gold”, wenn ich es mit einem ganz genauen Zeitgenossen zu tun habe.

Und dies war die Geschichte, wie der Prinz zu seiner goldenen Kutsche kam. grins

Endlich wieder warm #

20. May 2007 00:13

Heute war es nach den Tagen der letzten Eisheiligen endlich wieder sommerlich warm und das nützten wir gleich ausgiebig mit Essen bei Freunden im Kleingarten und Einkaufsbummel im Designer-Outlet Parndorf.

Eigentlich hätten wir vorgehabt ein paar fesche Hosen für mich zu erstehen, aber wurden daraus doch einige sommerliche Klamotten für die Britta. Natürlich nur um mir zu gefallen, sagt sie. zwinker Quasi aus Trotz kaufte ich mir zwei neue kurze Pyjamas, der Calida hat da welche aus ganz dünnem Baumwollstoff, wie ich sie mag.

Nicht nur das Wetter passte mir in den Kram, wo ich meinen Laptop und ein UMTS-Telefon mitführte. Ich habe seit Anfang der Woche Rufbereitschaft, aber heute war das überwachte System erstaunlich ruhig, fast gespenstisch, als würde es ahnen, dass ich mit meinem geliebten Schatzi unterwegs bin.

Ja, wenn Götter reisen …