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21. April 2007 - 11:29
Die genialste Errungenschaft in Brittas Wohnzimmer ist aber sicherlich der neue Media-PC auf Basis von Debian Linux.
Ich hatte Ende letzten Jahres einen würfelförmigen Mini-PC der Firma Shuttle um 200 EUR auf eBay ersteigert, damit etwas experimentiert, ihn dann aber links liegen gelassen, weil er für Windows Vista zu schwachbrüstig war. Brittas Bruder, seines Zeichens Linux-Guru, diagnostizierte die Leistungsfähigkeit aber als für Debian Linux ausreichend. Meine Reaktion: "Des schau ich mir ohn" und stiftete den Shuttle-PC für die Linux-Media-PC-Challenge.
Der Guru baute eine DVB-S Tuner-Karte (190 EUR) mit Scart-Ausgang ein und tauschte die Grafikkarte sogar noch gegen eine schwächere mit passiver Kühlung, weil diese ein Lüftergeräusch weniger hat.
Gestern präsentierte er das Ergebnis und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Das Gerät bietet echt alles, was man von einem Medien-PC erwartet:
Ich muss neidlos anerkennen, dass mein Vista-basierender Medien-PC im Wohnzimmer in Wien Mühe hat da mitzuhalten. So ist leider die Satelliten-Unterstützung noch in den Kinderschuhen und die Decodierung von verschlüsselten Programmen (ORF, Premiere) gar überhaupt noch nicht mit Vista möglich. Alles Dinge, die Microsoft als Mangel erkannt hat und die sie in den nächsten Jahren nachreichen wollen um am Medien-PC-Markt mithalten zu können. Auch im Faktor Preis/Leistung ist der Linux Media-PC klar vorne.
Brittas genialer Bruder lebe hoch, er hat die Challenge gemeistert.
05. September 2007 - 17:30
Hallo Thomas,
wir haben ein Shuttle Gehäuse um 200 EUR auf eBay gekauft, eine Festplatte, eine passive Grafikkarte und eine "full featured" Satellitenkarte eingebaut und dann mit einer Debian Distribution das System aufgesetzt. Ein händisch kompiliertes VDR dient als Oberfläche.
Für Dich empfehle ich eine ähnliche Vorgangsweise, aber basierend auf einer Vista Variante mit Mediacenter Software. Am besten kaufst Du ein aktuelles kleines Gehäuse, dass Dir paßt, ergänzt das Ganze mit günstigen aber funktionalen Komponenten und solltest dann ein super System zusammenbekommen. Das habe ich für meine Wiener Wohnung auch so gemacht und bin recht zufrieden, ausser, dass ich mir das Teil mit diversen Spielerein verhunzt habe und vermutlich neu aufsetzen muss.
Kommentar von Thomas
05. September 2007 - 16:19
Hallo Oliver,
das klingt sehr fein, ich grüble ohnehin schon eine Weile wegen einer vernünftigen aber kostengünstigen Lösung. Welche software wird für die Mediacenter-Funktionen verwendet.
Bekommt man das auch als windows verwöhnter aber begabter microsofter Linux-Abstinenzler hin?
Oder muss man sich das System mühsam zusammen kompilieren?
LG
T.