Weistrach – Mariazell – Tour #

29. April 2007 21:03

Die Idee an diesem schönen Sonntag eine größere Motorrad-Tour zu machen fand so guten Anklang, dass sich am Ende vier BMW und eine Honda Transalp von Weistrach aus nach Mariazell aufmachten. Die Führung übernahm Brittas Vater, ein erfahrenen Touren-Biker, der die Strecke wie seine Westentasche kannte und zügig aber nicht überschnell voranfuhr.

Im Betriebshandbuch meiner F650GS steht geschrieben, dass ich das Bike im Hügelland fernab der Autobahn mit vielen Kurven einfahren soll, fast so, als hätte der Autor so eine Tour im Sinn gehabt, wie wir sie unternehmen würden.

Die Landschaft war zunächst von leichten Hügeln und sanften Kurven geprägt, gerade richtig zum warm werden. Unser erster Stop war schon in Ybbsitz, wir waren erst um 11 Uhr weggekommen und mußten uns zu Mittag erst einmal Kalorien tanken.

Unsere Gruppe

Weiter ging es nach Süden, vorbei an Göstling an der Ybbs, jenem berüchtigen Ort, an dem ich vor vielen Jahren meinen letzten alkoholischen Vollrausch zu Silvester überstanden hatte. Nach Lunz am See, wo wir als als Kinder oft mit dem Elektroboot fuhren, wechselten wir ins markant bergige Bundesland Steiermark, wo uns immer häufiger größere Kolonnen an Motorrädern und wandernden Pilgern entgegenkamen. Wir passierten den Erlaufsee, wo die Tauchschule und anwesende Froschmänner mich an meine Tauchgänge in diesem See erinnerten.

Zu Mariazell hin wurde die Strecke immer anspruchsvoller, die Kurven enger und die Höhenunterschiede größer. In Mariazell schließlich stellten wir uns direkt am Hauptplatz ab, dort gibt es einen eigenen Motorrad-Parkplatz neben der Wallfahrtskirche. Mariazell feiert 2007 das 850-jährige Bestehen und zu diesem Anlass kommt im Herbst auch der neue Papst vorbei. Unter anderem würde sich diese Tatsache in einer allgemeinen Renovierungslust im Ort äußern, verriet uns die Kellnerin, als sie unsern Kaffee servierte.

Motorradparkplatz in Mariazell

Dann schauten wir nochmal kurz mal in der berühmten Wallfahrtskirche vorbei. Ich grübelte zunächst noch, warum auf der Eingangstüre “Magna Domina Hungarorum” geschrieben stand, was etwa so viel heißt wie “Mächtig ist die Domina der Ungarn”. Im Inneren klärte sich das allerdings auf, eine ungarische Beetgruppe hatte sich um den Volksaltar versammelt, betete erst im Chor und sang dann auf ungarisch ein Bet-Lied.

Das Wetter spielte auch super mit, in den Bergen schirmte eine Dunstschicht die schlimmste Hitze ab, obwohl die Sonne zwischendurch immer wieder einmal durchschien. Am Rückweg kamen wir an einigen feuchten Stellen vorbei, aber wir selbst blieben stets trocken.

Gleich südwestlich von Mariazell folgte mit Wildalpen zweifellos eine der schönsten Motorrad-Strecken in den österreichischen Alpen. In dieser Gegend entspringt auch die Quelle der Zweiten Wiener Hochquellwasserleitung. Für den städtischen Wiener ist es spannend zu sehen, welcher wildromantischen Umgebung das Wasser entspringt, dass so selbstverständlich aus dem Wasserhahn kommt. Den dortigen Wildwasser-Fluß hatten auch zahlreiche Kajak-Fahrer und auch eine Canyoning-Gruppe für sich entdeckt.

Oliver bei den Wildalpen

Wir fanden dann wieder den Schwung wieder nach Norden, fuhren durch Maria Neustift und St. Peter zurück an den Ausgangspunkt unserer Tour. Gesamt hatten wir 240 Kilometer in 4 Stunden Fahrzeit bewältigt, inklusive der Pausen waren wir 8 Stunden unterwegs gewesen. Nach dieser Rundfahrt, die einem eindrucksvoll zeigt, welche Schönheit Österreich zu bieten hat, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass man durch die anspruchsvolle Strecke wesentlich an Fahrtechnik dazugelernt hat.

Nach so einer Tour ist es üblich, dass man ein Lagerfeuer entzündet und den Tag nett ausklingen läßt. So sitze ich jetzt neben Brittas Kamin, in dem ein Feuer fröhlich knistert, während ich von meinen Heldentaten blogge. Alle Beteiligten hatten heute einen großen Spass.

Tour auf Google Maps anschauen

Benutzerfreundliche Linux-Variante? Ubuntu! #

29. April 2007 11:00

Wer keine Windows Lizenz kaufen will, oder wer alte Hardware hat, auf der die aktuelle Windows Version nicht mehr gut läuft, ist gut beraten zur Alternative in Form der benutzerfreundlichen Linux-Distribution Ubuntu zu greifen.

Britta hat einen alten Laptop, auf dem sie lange Zeit Windows XP und Linux parallel betrieben hat, weil unter Linux ihr WLAN nicht funktionierte. Einerseits weil der eingebaute WLAN Chip von Broadcom (bcm4306) nie offiziell für Linux freigegeben wurde, andererseits, weil die Einrichtung der WPA Verschlüsselung für WLAN unter Ubuntu bisher extrem umständlich war.

Von Ubuntu kommt fix zwei Mal im Jahr eine neue Version heraus. Der Name Ubuntu kommt von der afrikanischen Ideologie, dass “ein Band des miteinander Teilens alle Menschen miteinander verbindet”. Die neueste Version 7.04, mit dem Spitznamen “Feisty Fawn” bietet jetzt einen Zero Configuration Client für WLAN, was die Hoffnung schürte, dass man damit das WLAN endlich zum Laufen bringen könne.

Am einfachsten installiert man Ubuntu, indem man sich eine Live-CD herunterlädt und auf CD brennt. Wenn man von dieser CD bootet, dann hat man schon ein voll funktionsfähiges Linux laufen, ohne etwas installiert zu haben. Mit Klick auf ein entsprechendes Icon wird dann die eigentliche Installation auf Festplatte gestartet.

Hat man eine freie Partition, dann kann man Ubuntu parallel zu einem bestehenden Windows installieren, was ich in diesem Fall auch tat. Es gab drei Partition, eine mit Windows, die ich nicht anrührte, eine weitere große, die ich formatierte und auf “/” einhängte und natürlich die Swap-Partition, bei der man gar nichts machen muss.

Nach der Installation bootete ich neu, stellte aber fest, dass WLAN immer noch nicht geht, so mußte zu einem Trick greifen um das auch hinzubekommen.

Es ist mit einem Tool namens ndiswrapper möglich, Windows-Treiber für Netzwerkkarten unter Linux zu verwenden. Auf der Windows-Partition fand ich glücklicherweise noch die Installationsdateien des Treibers (ein inf und ein sys), transferierte diese mit USB-Stick nach Linux und konnte den Treiber so integrieren. Dann mußte ich noch das modul bcm43xx blacklisten und nach einem Reboot wurde mir bereits angeboten mit dem WLAN zu verbinden.

Ein Problem gab es noch, dass Ubuntu so einen Schlüsselring hat, in dem das WLAN-Passwort gespeichert wird. Aber auch da fand ich Abhilfe im Internet, so dass man beim Einloggen auch gleich den Schlüsselring öffnet.

Das klingt jetzt alles sehr leicht, kostete mich aber fast den ganzen Tag und ich war froh als schlußendlich alles klappte.

Nächster Schritt waren beschleunigte Grafiktreiber von nvidia, die für Linux auch sehr gut verfügbar sind. Leider sind die auch nicht so komfortabel zu installieren, ja sie erfordern sogar, dass man zuerst einige (glibc) Header-Dateien installiert, damit man den Treiber kompilieren kann. Aber das schaffte ich schließlich auch noch, ich paßte noch die xorg.conf Einstellungen an und wenig später hatte Britta Fenster aus Gummi. Die wackeln so lustig, wenn man sie herumzieht.

Britta verwendet für Mails den Mozilla Thunderbird, welcher bei Ubuntu in Version 1.5 dabei ist, Version 2 kam eine Spur zu spät. Mit ein wenig Nachlesen im Internet konnte ich aber diese auch problemlos installieren.

Letztes Tuning war noch, dass ich das Aussehen von Fenstern und Icons an das von Apple anpaßte. Britta mag die Apple Computer sehr und dieser Look versüßte die Vorfreude bis sie einen eigenen AppleBook hat. Ich hielt mit hier an die Anleitung von Lauri Tamila.

Fazit für mich ist, dass Linux generell zwar immer noch für Laien viel zu kompliziert zu installieren und einrichten ist. Aber wenn sich jemand damit auskennt, hat man eine schöne und sichere Oberfläche, die vor allem gratis ist.

Wachau Tour mit neuem Bike #

27. April 2007 22:31

Gleich nach der Arbeit hüpfte ich auf mein neues Bike und verließ Wien nach Westen, vorbei an stauenden PKW. Ich fuhr die B1 entlang, durch Gabliz und staunte über die plötzliche Fernsicht und Serpentinen neben der Tulbinger Au. Mein Ziel war Krems, wo ich schließlich Britta traf, die mir die Hälfte des Weges entgegengekommen war.

Von Wien nach Weistrach durch die Wachau

Wir fuhren entspannt durch die Wachau, die sich von Krems bis Melk erstreckt, rechts von uns die malerischen Weingärten, die die zur Donau abfallenden Südhänge bedecken, links die majestätische Donau. Mehrere süße Ruinen zeugten von der einstigen Wichtigkeit des Wasserweges.

Weiter westlich schloss der Strudengau an, wo schon manch ein unglückliches Schiff den dortigen Untiefen zum Opfer gefallen war, aber leider nicht heute, das wäre spannend anzusehen gewesen.

Wir umschifften die Strudel glücklich auf der Uferstrasse und gelangten hinter Persenbeug nach Grein, wo eine kleine Brücke den Donauübergang nach Süden erlaubte. Von Amstetten an wandelte sich die Landschaft und von dort an prägten Hügel, Kurven und Wäldchen unseren Weg.

Nach 3:27 Stunden Fahrzeit und 196 km gelangten wir schließlich sicher und sichtlich müde an unsere Destination.

Tour auf Google Maps anschauen

Apple #

27. April 2007 07:51

BMW und Allianz bescherten mir gestern nette Tagesgewinne, aber der wirkliche Star war Apple Inc.

Ich hatte noch über Apple geschimpft, weil die Aktie lange Zeit ohne Richtung durch die Gegend lief. Dann kamen aber der Firmenbericht zum zweiten Quartal, der von Dow Jones Newswires um 5 Uhr unserer Zeit so kommentiert wurde:

“Apple verkaufte im zweiten Quartal 10,5 Mio iPods, im Vorjahresquartal waren es 8,5 Mio. Der Umsatz mit iPods ging um 1% auf 1,69 Mrd USD zurück, da Apple günstigere Produkte wie das iPod Shuffle auf den Markt gebracht hat.

Zudem lieferte Apple 1,5 Mio Macintosh-Computer aus, verglichen mit 1,1 Mio im Jahr zuvor. Der Umsatz mit Macintosh-Computern stieg auf 2,27 (1,57) Mrd USD.

“Die Quartalszahlen waren unglaublich”, sagte Gene Munster, Analyst bei Piper Jarray. “Apple ist ein Hardware-Unternehmen mit den Margen eines Software-Unternehmens.”

Diese guten Nachrichten ließen die Aktie sprunghaft von 95,27 auf 102,11 steigen und ich traute in der früh meinen Augen nicht, als ich plötzlich 500 EUR im Plus war. Hätte ich die Aktie direkt besessen wären das 7%, also maximal 70 EUR gewesen, weil ich in meinem CFD Depot rund 1000 EUR Kapital zur Verfügung habe. Durch den 20-fachen Hebel der CFDs brauchte ich aber nur etwa 300 EUR einsetzen und lukrierte über 100% Gewinn.

Weiters ging ich die Apple Aktie kurz vor Börsenschluß noch short, weil offensichtlich viele Leute in Amerika da auch noch ihre Gewinne mitnahmen. Meinen Stop-Loss setzte ich so, dass ich zumindest auch die Gebühren von etwa 16 EUR verdiene, sollte die Aktie wieder stark steigen.

Wenn ich also heute nachmittag am Motorrad Richtung Westen brause, wird entweder meine Apple Position glattgestellt, oder das Verdienen geht weiter.

Meine Idee für Wien #

27. April 2007 07:25

Die Stadt Wien hatte vor einem Monat aufgerufen, Ideen einzusenden, mit denen man die Stadt verbessern konnte. Heute präsentieren sie 100 davon in visualisierter Form zur Ansicht.

Ich hatte selbst auch einen Geistesblitz eingesandt und so blätterte ich neugierig die Bilder durch um zu sehen, was draus geworden ist. Ich freute mich unter der Nummer 54 mein eigene Idee als schöne Visualisierung wiederzufinden!

Meine Idee für Wien

Die beste Beschreibung für meine Idee ist die originale Einsendung:

Von: Oliver Drobnik
Gesendet: Di 20.03.2007 17:05
An: idee@100stadtgedanken.at
Betreff: Idee

Hallo folgende Idee habe ich für die 100 Stadtgedanken.
 
Ich hätte gerne eine Website, auf der alle Wiener ihre private Dienstleistungen (z.B. Hundespazieren, Babysitten, Hecke schneiden) anbieten können. So könnte jemand alles, was er so kann anbieten und passende Tarife dafür publizieren.
 
Die Auftraggeber würden dann die Ausführenden direkt, am besten mit dem Dienstleistungsscheck, der auch Sozialabgaben einthält, bezahlen und auf der Website den Auftrag als erledigt markieren. So bekommt man als privater Dienstleister auch einen Ruf, wie bei eBay und man kann aus den Kommentaren seiner bisherigen Auftraggeber sehen, welche Qualität geliefert wird.
 
Auf diese Art und Weise würden
a) mehr Wiener einander unterstützen
b) mehr Leute etwas zusätzliches Geld verdienen
c) mehr Sozialabgaben kassiert
 
lg
Oliver Drobnik

Jeder gewinnt #

26. April 2007 08:06

Die letzten Tage konnte man mit Wertpapieren eigentlich kaum etwas falsch machen. Fast alle Werte haben das Kränkeln überwunden und sind wieder zu neuen Höhenflügen unterwegs.

Ich brauchte für die Restzahlung meines neuen Motorrades mehr Geld, als das Girokonto aufwies. So mußte ich die offenen Gewinne bei Immofinanz bzw. Aua realisieren und räumte mein Brokerjet Konto komplett leer.

Weitere Gewinne fahre ich mit meinen CFDs ein. Ich hatte letzte Woche aus Vorfreude einige Stück BMW Aktien CFDs gekauft und lustigerweise wuchsen diese so weit bis Montag, dass sich vom Gewinn die Zulassung des Motorrads ausging. Fast so, als würde die ganze Welt BMW kaufen, wenn ich mir ein Zweirad von ihnen kaufe. grins

Ein Hühnchen zu Rupfen bleibt mir noch mit Apple Inc., das mich seit 27. März ziemlich geärgert hatte. Ich wollte ursprünglich einen Apple Macbook für die Britta damit verdienen, aber durch die ständige Abwärtsbewegung habe ich den Gegenwert an Geld verloren, statt verdient. Der Bann scheint aber jetzt gebrochen, denn seit 19 April steigt Apple wieder schön und hat gestern sogar beim Hoch von vor einem Monat angeklopft.

Zum Drüberstreuen habe ich jetzt gerade noch Allianz AG und Immofinanz im CFD Depot. Ersteres aufgrund der Empfehlung des CFD Börsenbriefes, zweiteres aus bekanntem Grund.

Generell überlege ich wieder bei BMW einzusteigen, denn hier scheint eine Rückkehr in den alten 1-Jahres-Trendkanal passiert zu sein. Außerdem äuge ich auf die größeren IT Werte in den USA und überlege vielleicht bei weiteren Firmen einzusteigen: Microsoft, Google, Yahoo und Adobe interessieren mich hier am meisten.

Ich meine, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, sich am Wertpapiermarkt zu engagieren, wenn man noch zugewartet hat.

Die Motorrad-Diät #

25. April 2007 21:49

Nach dem Gewichtsschock am Morgen fuhr ich mit meinem neuen Bike zur Arbeit, damit ich es bis zu den Touren am langen Wochenende halbwegs im Griff habe. In der Arbeit wurde ich gleich hellhörig, als ein Kollege, selbst auch heute erstmals in diesem Jahr mit dem Bike gekommen, erzählte, wie ein übergewichtiger Bekannter nur durch intensives Motorradfahren super abgenommen hat. Dabei soll er rein mit normalen Wegen, die er alle auf seinem Motorrad zurücklegte sehr schlank geworden sein. Quasi die Motorrad-Diät. Coole Erfindung, werde ich testen!

Nach der Arbeit war ich auch wieder brav und schwang mich sogleich auf mein muskelbetriebenes KTM-Mountainbike für meine Prater-Tour von etwa 1 Stunde zu rund 400 kcal Verbrauch. So verdiente ich mir das Abendessen (Weizenglutensteaks mit Blattspinat und Tomatensauce), während ich die letzte Folgen des Windows Weekly Podcasts und von KenRadio anhörte.

Gut schautst aus, blad bist woarn #

25. April 2007 08:03

Es hat sich schon in den letzten Wochen angekündigt, als ich feststellte, dass mir diverse knackige Hosen nicht mehr paßten. So auch meine Leder-Jeans, die ich immer gerne zum biken angezogen habe.

Heute bin ich zum ersten Mal seit Jahresanfang wieder auf die Waage gestiegen und der Schock war groß: 5 kg mehr, 75 kg. 19% Körperfett.

Das regelmäßige Essen und relative sportliche Faulheit haben mich kräftig aufspecken lassen, eine Hosengröße mehr ist das Ergebnis. Noch ist alles im Toleranzbereich, aber mehr Bewegung und weniger Essen ist das logische Regulativ. Dies in Kombination mit geballten Vitalstoffen in Form des Herbalife-Shakes sollten das Problem in 2-3 Monaten wieder erledigt haben.

Film Preview: Little Children #

24. April 2007 23:45

In einer amerikanischen Vorstadt trifft Kate Winslet als junge Mutter auf dem Spielplatz auf andere Mütter und muß damit leben, dass sie überhaupt nicht in diese Welt paßt, so beginnt der Film Little Children. Zu starr ist ihr das Korsett, dass sich die anderen aufzwängen, weil fixe Abläufe angeblich gut für Kinder und gut für die Ehe sein sollen. Sie überrascht alle, als sie den feschen Vater mit Sohn anspricht, der auch immer wieder mal an diesem Spielplatz zu sehen ist und dort von allen anwesenden Damen angehimmelt wird, bis sie vor den Augen aller, mehr um diese zu schockieren als irgendwas anderes, einen flüchtigen Kuss tauschen.

Jeder hat seine scheinbar heile Welt, die doch ebenso bei jedem den einen oder anderen Makel hat. Jeder hat eine Phantasie oder eine Wunschvorstellung, für die er seine unerträglich schöne Situation irrational aufs Spiel zu setzen bereit ist. Der Film ist an sich recht philosophisch, er dreht sich eben um diese Frage, die gezeigte Romanze ist recht unromantisch und die Action ist nicht besonders aufregend. Vielmehr sind es die vielen Details und größtenteils sehr gutes Schauspiel aller Beteiligten, die diese Kleinstadt-Welt wunderbar glaubwürdig porträtieren. Zu recht ist der Film für viele Preise nominiert worden und hat auch einige gewonnen.

Ich sah in dem Film eine philosophische Fragestellung, der wir alle manchmal ausgesetzt sind: Verlieren die schönsten Träume vielleicht dann ihren Appeal, wenn wir feststellen, dass wir sie eigentlich doch ganz leicht realisieren könnten? Der Film ist 130 min lang, es empfielt sich ausgeschlafen zu sein, damit man ihn in seiner Tragweite erfassen kann. Erfrischend weit vom Hollywood-Mainstream entfernt.

Kommt am 27. April in Österreich ins Kino.

Das Bike-Upgrade #

24. April 2007 21:09

Vor der Arbeit fuhr ich meine Honda zum ÖAMTC in Schwechat um eine neue Prüfplakette zu bekommen, ein zusätzliches Verkaufsargument, wenn ich es dann auf eBay stelle. Der Unterschied im Fahr-Gefühl war jetzt besonders krass zu merken, nachdem ich gestern über 60 km mit dem neuen Bike absolviert hatte.

Olivers altes und neues Bike

Das kleine Bike ist ein heißer Flitzer, bei dem man sich ziemlich nah an der Strasse fühlt, im permanenten Liegestütz. Setzt man sich hingegen auf die BMW F650GS, sitzt man viel gemütlicher und sieht aufgrund des höhere Sitzes und der aufrechten Sitzweise viel mehr vom Verkehr. Trotz der 5 mal höheren Leistung, ist die Versuchung zum Rasen wesentlich geringer.

Mit der Wahl eines neuen Motorrades vollziehe ich eine Parallele zu meiner persönlichen Entwicklung. Weg vom reiner Wirkung nach Aussen bei wenig Inhalt, hin zu geballter Energie im gemütlichen modernen Rahmen. Es ist schöner Menschen zu überraschen, die einen unterschätzen, als Menschen zu enttäuschen, die einen überschätzen.