Yugetsu #

29. June 2006 23:28

Nach einer kurzen Atempause feierten wir abends im Yugetsu weiter, dem besten japanischen Restaurant in Wien.Während wir auf unsere Menüs warteten, kam Placido Domingo kurz herein und holte sich sein Abendessen ab. Zwischendrin fragte auch die Chefin öfters nach unserem Wohl und nach der dritten Nachspeise unterhielten wir uns noch angeregt.

Ich machte einen Scherz und meinte, dass man die warmen Handtücher, die wir vor und nach dem Essen bekamen, auch auf das Gesicht legen könne um sich dann zu rasieren. Plötzlich überraschte mich die Chefin mit einer heißen Rolle im Genick (“das ist auch sehr angenehm!”) und begann anschliessend diverse Druckpunkte am Kopf zu bearbeiten, die ging nahtlos in eine Rückenmassage über. Sie meinte, ich wäre links einseitig verspannt und dass ich wohl schlecht beim Schlafen liege, vielleicht zu weich. Dann nahm sie abwechselnd meine Hände und massierte wohlige Wonnen herbei, während sie nebenbei anmerkte, dass ich offensichtlich nicht regelmäßig essen würde. Aber mein Erstaunen erreichte seinen Höhepunkt, als sie mich meine rechte Hand ausgestreckt halten ließ, während sie mir von beiden Seiten durch ihre Handflächen Energie sandte. Kurz fragte ich sie ob ich innen oder außern mehr Wärme spüre und ich deutete auf die Aussenseite. Sie nur: “Aha.”. Dann plötzlich kicherten alle Anwesenden, weil angeblich meine rechte Gesichtshälfte röter als die linke geworden sei. Das hat mich alles sehr fasziniert, insbesondere, weil sie das mit einer liebenswerten Selbstverständlichkeit und Autorität tat. Da konnte ich die Wohltaten nur annehmen, ich war sprachlos. Leider ist sie schon verheiratet. zwinker

Dieter offiziell zum Sänger ernannt #

29. June 2006 16:55

Dieter ist offiziell anerkannter Opern-Tenor!

Um 13:47 war die Dieter’s Diplomprüfung vorbei und er bekam sein Diplom ausgehändigt. Ein übel gelauntes Element der Kommission schoss bei dem Gesangsvortrag und der anschließenden Beratung im stillen Kämmerlein noch quer. Im Endeffekt war der Erfolg von 7 Jahren hartem Gesangstraining aber nicht zu leugnen. Dieter und sein Lehrer Popescu waren sehr zufrieden.

Dieter mit Diplom

Folgend auf die geheime Beratung wurde Dieter ins Kämmerchen gebeten und ihm das Ergebnis erklärt, welches alle stutzig machte, weil ihm eine Auszeichnung versagt wurde. Dieter kam zurück in den Vortragssaal und die Kommission stürzte in einen anderen Raum um dort das Diplom zu unterschreiben.

Eigentlich hätte ich etwas Feierlichkeit bei der Überreichung des Diploms erwartet und so war ich etwas überrascht, als der Direktor nur kurz bei der Tür hereinschaute und dem Dieter das Stück Papier in die Hand drückte:

“So Herr Drobnik, da hamma das gute Stück. Ich freu’ mich für sie, sie ham sich’s verdient. Woarn a angenehmer Student, nur positiv aufgefallen.”

Enttäuscht waren wir über die drei weiblichen Mitglieder der Kommission, von denen man nur ein gemurmeltes “Ich muss weg” vernahm, als diese sich ohne ein nettes Wort davon stahlen. Gesangskultur und zwischenmenschliche Freundlichkeit sind offenbar doch zwei Paar Schuhe. Wobei, in diesem speziellen Fall waren wir uns auch über Ersteres bei diesen fetten alten Wachteln (Anm.d.Red: persönliche Meinung des Autors) nicht im Klaren. Es war die Wachtel und nicht die Nachtigal. teuflisch

Die zivilen Zuhörer waren auf jeden Fall begeistert und freuten sich noch zusammen mit Dieter über seinen Erfolg, den wir dann mit Schaumwein und Snacks bei Wein&Co feierten.

Arbeit aus verschiedenen Perspektiven #

29. June 2006 11:23

Ich hatte einen Ersatz-Blinker bei Honda bestellt und nachdem er eingetroffen war, habe ich ihn auf mein Bike montiert, was ein sehr erfreuliches Gefühl war. Ich mag es, beschädigte Dinge mit meinen eigenen Händen zu reparieren. Ich empfinde das nicht als Arbeit, sondern als Freude, weil es mich mit der Realität konfrontiert und wie ich diese selbst beeinflussen kann.

Ich bin immer noch dabei eine schöne Version der letzten Barbara Karlich Show mit mir als Gast zu generieren. Leider hat eine Spannungsspitzen gestern einen Codierungsvorgang unterbrochen, was ärgerlich ist, denn so eine Vorgang dauert mit meinem alten PC etwa 23 Stunden. Aber glücklicherweise lebt meine EDV noch und ich brauche nicht meine Elektrogeräte-Versicherung zu bemühen. Also bitte noch Geduld, die schöne Version ist in Arbeit. Bisher wurde 44 Mal auf den Link zum Video geklickt.

Gestern konnte ich mich einer neuen Firma als potentiellen Arbeitgeber präsentieren. Nicht, dass ich aktiv gesucht hätte, denn bisher hatte ich geplant erst im September wieder zu arbeiten anzufangen. Aber diese Firma hat mich über einen Keyaccount Manager gefunden und sie kommuniziert, dass sie mich unbedingt haben will. Dies ist insbesondere deswegen eine interessante Fügung, weil ich von meinem chinesischen Astrologen und Feng Shui Berater mehrfach die Empfehlung bekommen habe, mich durch beständige Arbeit und tägliche Routine wieder auf den Erdboden zurück zu holen, da ich derzeit mehr am herum fliegen bin. Nichts erdet so sehr wie Arbeit, hat er gesagt. Wo er recht hat, hat er recht. Ich arbeite ja gerne, wenn die Arbeit meinen Fähigkeiten entspricht und entsprechend gut bezahlt ist.

Arbeit heißt für mich also, einerseits an meinem Mangel-Thema “Disziplin” zu wachsen, andererseits mich durch den Realitätsbezug zu erden. Zu Erden heißt auch, sich anzuvertrauen und sich zu erlauben passiv zu sein, Attribute, die ich mit dem Modus einer Anstellung verbinde. Ich habe das bisher eher gescheut, weil ich eben diesen Mangel habe, aber ich sehe dank der chinesischen Astrologie erstmals deutlich, was meine Herausforderung ist.

Arbeit heißt natürlich auch, dass mein Urlaub ziemlich schnell vorbei sein kann, weshalb ich gestern noch einen Besuch im öffentlichen Sommer-Bad “Krapfenwaldl” abstattete. Was die Bellevuewiese für Picknicks ist, ist das Krapfenwaldl-Bad für Sonnenhungrige. Der Fern-Blick ist einzigartig und die Preise gleich dem Gänsehäufel, Erwachsene ab 12 Uhr nur 2,50 EUR. So gefällt es mir: weniger überlaufen als andere Bäder und ein weitaus exklusiveres Feeling.

Krapfenwaldlbad Blick auf Wien

Sehr hart arbeiten seit 4 Monaten die Menschen auf der benachbarten Baustelle weil sie im September schon das fertige Gebäude übergeben sollen. Von halb 7 bis spät am Abend, egal ob Regen oder brennender Sonnenschein. Das nenne ich Einsatz. Vermutlich sind die zu zahlenden Überstunden immer noch billiger als die drohende Pönale wenn das Gebäude nicht fristgerecht fertig wird.

Zum Thema harter Arbeit steht mein Bruder Dieter heute vor der Diplomprüfungskomission und singt ihnen ein Lied. Besser gesagt, nicht nur ein Lied, sondern eine Handvoll von Opern-Arien, von denen er 30 auswendig lernen musste. Für Dieter ist diese Diplomprüfung gewissermaßen seine Unabhängigkeitserklärung. Bisher war er darauf angewiesen, dass ihm seine Lehrer bestätigten. Heute muss ihn noch die Prüfungskomission bestätigen, aber nach bestandener Prüfung erlaubt er sich endlich, als “fertiger” Künstler in die Öffentlichkeit zu treten.

So erntet jeder früher oder später den Lohn seines Einsatzes.

Film Preview: The Lake House #

27. June 2006 23:00

Keanu Reeves und Sandra Bullock leben im Film The Lake House im selben Haus, einziges Problem: zwei Jahre hintereinander. Aber dennoch verlieben die beiden sich ineinander, weil es da ein magisches Post-Kästchen gibt, das die Zeit in beide Richtungen zu überbrücken vermag.

Aber dieser romantische Kunstgriff stört nicht weiter, weil die Geschichte nicht einmal versucht das zu erklären, sondern sich vielmehr darauf konzentriert die Long-Distance-Relationship der zwei Haupt-Charaktere wachsen zu lassen. Speziell gegen Ende gibt es einige spannende gut aufgebaute Situationen in denen man mit dem ungewohnten Liebesglück mit zittert. Eine angenehm ungewöhnliche Basis für eine romantische Liebesgeschichte. Pärchen-Film.

Kommt in Österreich am 7. Juli ins Kino.

Schmetterlingskinder #

27. June 2006 03:19

Durch einen Zufall habe ich die Bekanntschaft mit einem Schmetterlingskind gemacht. Von allen heimtückischen Krankheiten ist diese wohl eine der gemeinsten, nicht nur weil die Heilung noch einige Zeit auf sich warten läßt, sondern auch, weil die Betroffenen sehr selten und auf der ganzen Welt verstreut leben. Rein vom Volumen her wird wohl die Heilung für Aids und Krebs vor der Heilung für Epidermolysis bullosa (eb) gefunden werden, denn selbst in der Metropole Wien gibt es gerade eine Hand voll dieser Menschen mit “Haut, so verletzlich wie der Flügel eines Schmetterlings”.

Der schöne Abend, den ich der jungen Schmetterlings-Dame ermöglicht habe, hat mich im Gegenzug menschlich wachsen lassen. Nicht nur einmal habe ich mich selbst dabei ertappt, dass mein Blick wieder an irgendeinem Makel an der Oberfläche hängen blieb. Dies führte mir vor Augen, wie sehr unsere Wahrnehmung auf Oberflächlichkeit trainiert ist.

So habe ich dann die Brille abgesetzt um nicht von äußerlichen Details unnötig abgelenkt zu werden, wenn ich den Menschen dahinter wahrnehmen möchte. Das half! Ich schaute ihr in die Augen und sah darin einen abenteuerlustigen und liebenswerten Menschen namens Ianina funkeln.

Ianina liebt das Fliegen und das erinnerte mich an Angel Flight Europe, deren Konzept mich schon vor 2 Jahren faszinierte. Leider hat es der Verein bisher nicht nach Österreich geschafft, sondern ist auf UK fokussiert. Fliegen für einen guten Zweck hat einen besonderen Reiz für mich, vielleicht kann ich meine Dienste dem Verein Debra anbieten.

Chinesisches Horoskop #

26. June 2006 00:51

Ich habe an diesem Wochenende ein Einstiegsseminar für das chinesische Horoskop besucht und dabei eine einfache Methode kennen gelernt, wie ich für mich und meine Mitmenschen ein Geburtsblatt berechnen kann. Dabei hat mich besonders fasziniert, wie viel davon meine Herausforderungen erklärt.

Interessant ist, dass es kaum Bücher gibt, die die Berechnungsmethode aller 4 Säulen (Mental, Selbst, Körper, Außen) detailliert wiedergeben. Die meisten Menschen kennen nur ihr (aus dem Jahr kommendes) äußeres Tier. Dabei entgehen ihnen aber alle Informationen, die das chinesische Horoskop über das Bild im Innern liefern kann.

So habe ich schon begonnen von allen möglichen Menschen ein Horoskop zu berechnen und einfache Überlegungen zu Herausforderungen und Stärken anzustellen. Meinen planenden Intellekt hat auch besonders die Möglichkeit angesprochen, mir für bestimmte Stunden zukünftiger Tage auszurechnen, inwiefern meine Tiere gefördert oder gehemmt werden.

In jedem Fall habe ich ein zusätzliches Werkzeug gewonnen, das mir in Zukunft bestimmte Entscheidungen vereinfachen kann. gut!

Barbara Karlich Show: Diesen Fehler mache ich nie wieder #

24. June 2006 20:43

Sieben Jahre nach meinem ersten Gast-Auftritt bei der Barbara Karlich Show hatte ich wieder Gelegenheit von meinen Erfahrungen in Beziehungsfragen zu plaudern. Ich sprach über Fehler, aus denen ich hoffentlich gelernt habe. Ich habe die Sendung mit dem Titel Diesen Fehler mache ich nie wieder umgewandelt und online gestellt.

Anmerkung: ich bin noch nicht mit der Qualität zufrieden. Die schwarzen Ränder sind zu groß und außerdem habe ich den Zeilen-Sprung nicht entfernt, wodurch so hässliche Streifen entstehen. Ich mache gerade noch eine schönere Version, die in den nächsten Tagen diese Vorab-Version ersetzen wird.

Oliver zu Gast bei Barbara Karlich

Als Vorbereitung auf die Sendung hatte ich mir zu allen meinen bisherigen Beziehungen überlegt, welche Fehler ich nicht mehr machen werde und habe diese an anderer Stelle übersichtlich zusammengefasst: 12 Methoden, wie eine Partnerschaft nicht funktioniert

(Fast) alles wieder gut #

24. June 2006 01:01

Der Motorrad-Spezialist hatte den Motor meines Bikes zerlegt und dabei große Mengen verkrusteten Drecks gefunden, die er natürlich entfernte. Er erklärte mir, dass 2–Takt-Motoren hoch gedreht werden und viel gefahren werden müssen, weil sie sonst dermaßen verdrecken, dass das passieren kann, was mir passiert ist. Die Vermutung liegt nahe, dass die vier Vorbesitzter das Gerät immer nur für kurze Fahrten hergenommen haben und dabei zumeist untertourig fuhren.

Jetzt nimmt sie das Gas viel feiner an und surrt wesentlich runder als vorher. Für einen anderen Starter musste ich 50 EUR blechen, weil ich den anderen beschädigt hatte, als ich ihn in Bewegung betätigte. Den kaputten Blinker habe ich bereits nachbestellt, etwa 35 EUR.

So fuhr ich erfreut vom Werkstatt-Gelände, an der Kreuzung meines Sturzes vorbei und bei der nächsten Kreuzung hielt ich an, während ich auf grünes Licht wartete. Dann wieder ein Schreck, denn beim Gas-geben starb auf einmal der Motor ab. Panik! “Nicht schon wieder!” dachte ich mir.

Aber dann wurde mir was klar. Als ich das Bike übernommen hatte, war der Benzin-Hahn auf der Stellung “Reserve” und der Tacho zeigte fast 150 Kilometer, was die Maximalstrecke ist, die ich so mit einem Tank zurücklegen kann. Der Tank war also fast leer. In meiner Eifrigkeit hatte ich den Benzin-Hahn zurück auf “On”, die Normal-Stellung, gestellt, wodurch der Motor im Leerlauf zwar lief, aber keinen Sprit mehr bekam, wenn ich Gas gab. oops Peinlich, aber durch so was lernt man dazu.

So fuhr ich nach Hause und machte noch einen Stop bei der Tankstelle, wo ich erstmals 10 Liter Benzin tankte. Ich hatte hier nämlich auch realisiert, dass mehr in den Tank reinpaßt, wenn man das Bike gerade hinstellt, statt es beim Tanken am Ständer lehnen lässt.

Der Mechaniker riet mir noch, dem Bike jetzt etwas Zeit zu geben, sich einzufahren, weil der Motor jetzt ganz frisch sei und sich erst anpassen müsse. Ich werde seine weisen Worte nicht vergessen: “Zweitakter gehören getreten! Wenn du auf dieses Bike aufpasst, dann kannst Du noch lange damit fahren.”

Das große Oliver Drobnik Buch #

23. June 2006 00:36

Die heutige Leben-Ordnende Sofortmaßnahme (L.O.S!) beschäftigte sich heute mit einer Schachtel voller alter Aktenmappen. Diese beinhalteten zum großen Teil Briefe von jungen Damen, mit denen ich vor rund 12 Jahren fleißig hin- und herschrieb, jeweils in der Hoffnung, dass mich eine davon erhören möge. Gleichzeitig hatte ich Aufzeichnungen über alle interessanten persönlichen Details gemacht, die beim Telefonieren so offenbart worden waren.

Das habe ich heute alles zum Altpapier gegeben. Meine alten Blödheiten mit Frauen mögen zwar wichtige Erfahrungen gebracht haben, aber durch die Entsorgung der postalischen Antworten habe ich einen symbolischen Akt des Loslassens gesetzt.

In diesen Akten fand ich neben den Briefen auch vier Kopien meines Erst-Versuches im Bücherschreiben!

Während eines Sommer-Jobs im Jahre 1994 hatte ich meine freie Zeit genutzt um kleines Buch zu schreiben, drei Jahre bevor ich meine erste Zeitschrift verlegte. Dieses nannte ich der Einfachheit wegen schlicht “Das große Oliver Drobnik Buch”. Dieses kopierte ich und gab es ziemlich wahllos einigen Leuten mit der Bitte um Kommentar. Lange war der Original-Text verschollen gewesen und ich war etwas traurig darüber. Doch jetzt habe ich beim Aufräumen wieder zwei Sicherungskopien des Buches auf Diskette gefunden.

So kann ich dank moderner Technik diese Version hier veröffentlichen. Ich habe absichtlich keine darin enthaltenen Fehler ausgebessert, weil dies die Authentizität erhält. Unglaublich, wie g’scheit ich schon mit 20 Jahren daher geredet habe. grins

ODBOOK.pdf (376 KB)

Interessant ist auch zu sehen, wie ich manche meiner Ziele erfüllen konnte, andere für mich heute aber längst unwichtig sind.

Motorrad-Trouble geht weiter #

21. June 2006 23:57

Gestern erlebte ich in Sachen Motorrad eine wahre Odyssee. Gleich in der Früh fuhr Robert mit mir zum Honda Stahl um das Bike auf einen Anhänger aufzuladen. Als Robert wieder zu starten versuchte funktionierte dies fast sofort. Vorführeffekt?

Wir brachten das Motorrad dennoch zu einer privaten Werkstatt, ich hatte aber den Zulassungsschein vergessen. Den brachte ich dann am Abend hin, aber der Meister, selbst jahrelanger Super-Moto-Fahrer, eröffnete mir, dass er keinen offensichtlichen Fehler sehen könne, weil das Bike problemlos fahren würde. Zweitakter müssen halt einfach viel bewegt werden, weil ihnen das herumstehen nicht taugt.

Am Nachmittag sonnte ich mich im Gänsehäufel, bei diesen heissen Temperaturen vermutlich einer der idealsten Orte in Wien, die Nachmittagskarte kommt auf günstige 2,50 EUR. Ich sonnte mich in dem Glauben, dass sich die Probleme mit der 125er in Luft aufgelöst hätten. Aber Irrtum…

Abends brachte Robert an dann wieder zur Werkstatt und ich fuhr das Bike vom Gelände. Bei der ersten Kreuzung musste ich, trotz Rechtskommen, heftig bremsen, weil 2 rasende Autos einfach in die Kreuzung fuhren. Dabei rutschte mir der Vorderrad weg und in kam zu Sturz. Arrgh! Die Autos ignorierten aber meinen Sturz, absichtlich oder unabsichtlich. Der vordere Blinker war zerschmettert und die Verkleidung hatte einen Riss bekommen. Wieder in der Werkstatt zurück kamen wir zum Schluss, dass ich einen Blinker nachbestellen könne und ihn selbst zu montieren wäre kein Problem. Mit der Reparatur des Risses solle ich bis zum Ende der Saison warten, weil vielleicht noch was passieren könnte.

Ich schwang mich also wieder auf mein Ross und fuhr Richtung Wienerberg nach Norden, als plötzlich wieder die selben Symptome wie beim Toyrun auftraten. Der Motor starb ab und ich rollte ein Stück aus, bis zum nächsten Pannenstreifen. Der arme Robert, der eigentlich Monatstag mit seiner zukünftigen Frau feiern wollte, musste mich schon wieder holen kommen. Das Bike blieb aber stur und so sah Robert auch das Problem. Wir mussten nochmal zu ihm nach Hause fahren, den Anhänger holen und das Bike zum zweiten Mal in die private Werkstatt bringen.

Daheim operierte ich zunächst einen Dorn aus meinem Arm, den ich mir beim zweiten Aufladen eingezogen hatte. Zur Entspannung von all diesen Ärgernissen machte ich eine neue Erdbeer-Torte, während ich mit einer ganz lieben Frau telefonierte. Das hat mich wieder super geerdet.

Heute kam der nächste Anruf: die Reparatur des Bikes würde mindestens 2 Wochen brauchen, notfalls würde ich einen neuen Zylinder bekommen. Na, wir hoffen das Beste, glücklicherweise ist Robert da zuversichtlicher als ich. Meine größte Angst ist, dass mich die Reparatur mehr kostet, als das Bike wert ist.

Zu Mittag folge ich dem Auftrag eines Lesers und fuhr erneut zur Bellevue-Wiese um ein Foto für mein Blog zu schiessen. Bei der Gelegenheit machte ich gleich wieder ein Solo-Mini-Picknick mit einem Salat und tat ein wenig jonglieren, das war dann der Sport für heute, mehr kann ich eh nicht machen, weil ich etwas Halsweh und Husten habe.

Länger schon habe ich ein vegetarisches Kochbuch, aber im Rahmen der Aufräumarbeiten faßte ich den Entschluss zu beginnen, daraus Gerichte für mich und Freunde zu kochen. Für mich alleine war ich bisher immer zu faul, so ludt ich mir für den nötigen Druck eine junge Freundin ein und kochte als Premiere einen Gemüse-Eintopf mit Linsen. Der erhoffte Freundentaumel der Test-Esserin blieb zwar aus, aber die junge Dame geht sonst auch nicht sehr aus sich heraus. Zumindest ein “gut” bekam ich zu hören. Das erinnert mich etwas an “wenn ich nichts sage, dann war es gut.” Ich selbst fand das Ergebnis sehr lecker und ich werde den Eintopf sicher wieder machen. Wer will sich auch mal von mir bekochen lassen? … oder mich braten lassen? bä