Allerseelen

Allerheiligen habe ich zusammen mit einem Freund und meiner Familie verbracht, es sind Tage wie diese, die ich immer zum Anlaß nehmen mir selbst vor Augen zu führen, dass alles ein Ende hat. Nur die Wurscht hat zwei… Ich mußte bestürzt feststellen, dass ich den Service-Termin für mein Auto genau morgen festgelegt hatte und wir deshalb nicht zum Grab meiner Mutter pilgern können. Aber andererseits ist es vermutlich besser so, denn so sind wir gezwungen aktiv der Verstorbenen zu gedenken statt uns mit der schlichten physischen Präsenz an deren Grabstätte von dieser Verpflichtung freizukaufen. Ich habe deswegen auch dieses Foto von Stefanie auf meinem Klavier stehen, weil ich so meine Mutter im Herbst ihres Lebens in Erinnerung behalten möchte. Machmal denke ich mir, wie es wäre, wenn sie heute noch leben würde, komme aber dann doch zum Schluß dass ich ihr vermutlich trotzdem nicht helfen könnte. Außerdem glaube ich dass jeder Mensch unterbewußt selbst entscheidet, wann er sich von dieser Existenz zu lösen bereit ist. So auch Stefanie Drobnik, die mir jedenfalls eine liebevolle Mutter war, solange ich als Kind auf sie angewiesen war.

Allerseelen

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