Happy Hallo-Wien! #
31. October 2005 19:16
Halloween ist der Vorabend zu Allerheiligen, der zurückgehend auf alten keltischen Glauben die Zeit sein soll, an der der Sommer endet und der Winter beginnt. Da der Sommer das Symbol für Leben und Winter für Tod war, glaubte man, dass an diesem Abend die Barriere zwischen unserer Welt und der der Toten durchlässig würde. Um sich vor „boshaften Geistern“ zu schützen tarnen sich die Leute selbst als gruselige Charaktere. So lässt sich mit Nonchalance dem Tod begegnen, der uns als Teil des Lebens begleitet, aber während des übrigen Jahres hauptsächlich ignoriert wird. Nicht zufällig hat an diesem Tag auch Luther seine Thesen an die Tür genagelt und die katholische Kirche Allerheiligen und Allerseelen auf die kommenden beiden Tage gelegt. An Allerheiligen gedenkt man aller offiziellen und inoffiziellen Heiligen und zu Allerseelen betet man für die Verstorbenen um ihnen den Durchgang durch das Fegefeuer zu erleichtern, die Idee dafür hat im Übrigen Papst Gregor IV auch nur von den Kelten geklaut, vermutlich weil er dachte, dass Leute leichter zum Christentum konvertieren, wenn sie mehr freie Tage haben. Halloween ist übrigens genauso wie Weihnachten am (Vor-)Abend, weil in früherer Zeitrechnung alle Tage mit dem Sonnenuntergang endeten und somit der nächste Tag schon am Abend begann. In jedem Fall soll der November-Beginn auch sehr für neue Beginne geeignet sein. In diesem Sinne hat es mich sehr gefreut, meine neue Minolta X1 Kamera genau heute zu bekommen, ebenso wie einen Telefonanruf eines Geschäftspartners, der mich darüber informierte, dass ich für ein längeres Projekt genommen werde. Untenstehendes Kostüm ist mir beim Kostümverleih Lambert Hofer in die Hände gefallen, ist doch ein Hammer, gell? Ich wünsche Dir einen schaurig-schönen Abend und wunderschöne Neubeginne!

Hello-Wien #
31. October 2005 09:22
Letztes Jahr war ich zu dieser Zeit erstmalig damit konfrontiert, dass indische Kinder von mir Süßigkeiten wollten und dabei so süß dreinsahen, dass ich froh war Zuckerl zu Hause zu haben. Heute habe ich einen noch größeren Stress, denn erstmalig bin ich auch zu einer Helloween-Party eingeladen, die ein Freund auch wie er sagt “aus reiner Notwehr” veranstaltet. Die Einladung kam für mich sehr überraschend und heute werde ich noch versuchen, irgendein gruseliges Kostüm aufzutreiben. Notfalls ziehe ich meinen Smoking an, schminke mich blass und montiere Vampirzähne. Ich habe ein einziges Faschingskostüm im Kasten, das ist eine Star Trek Uniform, aber irgendwie paßt das nicht so recht zum Anlaß, weil es eine blaue Wissenschaftsuniform ist, aberjedes Kind weiß, dass man eine rote Uniform braucht um als “erster Toter auf neuem Planeten” gehen zu können. Am coolsten fand ich die Idee “Scary Doctor” in weißem Kittel und mit blutverschierten Latex-Handschuhen, Mundschutz und Op-Haube. Aber dafür reicht halt die Zeit leider nicht. Ich möchte nochmal auf den “subscribe” Link unten rechts auf meiner Website hinweisen. Da kann man seine E-Mail Adresse eintragen und bekommt meine News Artikel immer automatisch zugesandt. In diesen E-Mails ist jetzt auch ein Link um sich wieder abzumelden, wenn wer doch nichts Neues von mir hören will. Was vielleicht eh egal ist, denn nun muß ich erst einmal erfolgreich Halloween überleben.
kalt + Feiertag = Thermen voll #
30. October 2005 20:47
Dank der Zeitumstellung hätte ich länger schlafen können, was aber nur mit Unterbrechungen möglich war, denn aus dem Nachbarzimmer dröhnte allzulautes Schnarchen. Ich beglich meine Zeche und fuhr zum Flugplatz. Himmel grau und 5 Grad Celsius war dann irgendwie nicht dazu motivierend mit umzuziehen und beim Gedanken daran, bei dieser Temperatur auch Schirm packen zu müssen verging mir die Lust gänzlich. So verabschiedete ich mich von den Leuten und fuhr nach Loipersdorf, wie gesagt mein Plan B. Allerdings war ich zu spät dran, denn diese Therme und sechs weitere waren bereits wegen Erreichen der Kapazitätsgrenze geschlossen. Wir merken uns: Feiertag und kalt = Thermen voll. So bin ich dann halt wieder nach Wien gefahren, ab dem Wechsel war der Himmel wieder blau und sonnig. Und dermaßen neu beschwingt bin ich mit Freunden nach Bratislava gefahren. Allerdings ohne Plan und dadurch sind wir stundenlang im Kreis gefahren ohne das Zentrum zu finden. Peinlich, aber vermutlich besser so. Es war zwar anstrengend, aber ein wenig haben wir doch gesehen. Ich weiß nicht warum, aber ich komme mir vor als hätte ich Jetlag, ich fühle mich einfach geschafft. Aber vom Fliegen kann es ja nicht sein, höchstens von der Umstellung auf Winterzeit. In drei Wochen muß ich mich schon wieder umstellen, denn da fliege ich mit einem Jet eine Zeitzohne weit nach Westen.
Fürstenhaftes Feldspringen #
29. October 2005 18:34
Heute war so eine Wetterlage, von der nur Fallschirmspringer und andere Über-Flieger profitieren konnten. Es hielt sich hartnäckig eine Hochnebel-schicht zwischen 1000 und 1300 Metern, die den erdgebundenen Mitmenschen eine feucht-kalte Atmosphäre bescherte. Unsereins saß die meiste Zeit in der geheizten Pink Skyvan oder sonnte sich bei blauem Himmel im freien Fall. Heute waren zwar noch mehr Leute da, aber dank schneller Steigzeiten begeisterten mich unglaublich kurze Wartezeiten, ja ich mußte sogar ein paar Mal eine Load pausieren, damit ich wieder fertig packen konnte. Heute habe ich mir erstmals einen Freefly-Overall ausgeborgt und siehe da, auf einmal war das Sitzfliegen zu zweit noch viel vergnüglicher, weil ich auf einmal nicht mehr nach unten davonrauschte. In diesem Outfit machte ich auch bei einem Track-Dive (einfach geradeaus fliegen in einer großen Gruppe) mit und ich war total überrascht dass ich dieses Mal problemlos bei der Spitze mithalten konnte, ja sogar diese überholte. Jetzt ist gerade meine Wunsch-Pizza gekommen, vielleicht nachher noch ein kurzer Videofilm, aber dann schlafen, weil so ein Sprungtag macht einem den ganzen Körper so angenehm müde und schwer.
I wül ham noch Fürstenfeld #
28. October 2005 20:19
Zunächst schaute ich heute bei der Flugschule auf der Hohen Wand vorbei, aber obwohl sich der lokale Nebel total hob war die Übungswiese dennoch zu feucht. Die Paragleit-Schirme würden durch die Nässe so schwer, dass man sie nicht mal mehr starten könnte. So fuhr ich weiter nach Fürstenfeld und mein verzücktes Auge nahm war, dass just im selben Moment die Pink Skyvan am Flugplatz einparkte. Es dauerte dann zwar noch eine Weile, bis wir genügend Springer beisammen hatten, aber dann ging es professionell und ohne falsche Hektik los. Vier absolut geile Sprünge konnte ich machen, die coolsten waren zusammen mit zwei anderen jungen Springern, die gerade selbst begonnen haben, mit Videokamera zu fliegen, denn obwohl ich erst im Frühjahr begonnen hatte, war ich von uns der Erfahrendste und es taugt mir, Ruhe und Erfahrung einbringen zu können. Zwei gefährliche Situationen gab es auch, denen ich aber gleichermaßen gelassen begegnete. Einmal zog es mir bei einem Salto die Sprungbrille halb aus und verrückte meine Sonnenbrille so, dass ich fast nichts mehr sehen konnte und ich so beim Ziehen beinahe einen Springer abschoss, der sich leichtsinnigerweise genau über mir befand. Das andere Mal machte die Wolkendecke auf einer Höhe zu, auf der wir nomal ziehen, wodurch ich einige Sekunden in der weißen Wolke kreisen mußte um mit niemandem zu kollidieren. Aber das Karma und mein Schutzengel sind wie gewohnt auf meiner Seite. Bleibe für die Nacht habe ich problemlos organisiert, mit dem passenden Namen “Gasthof Fröhlich” und dabei habe ich mir wieder mal insgeheim gewunschen, ich wäre nicht alleine unterwegs, sondern ich hätte eine Weggefährtin mit dabei. Denn so Expeditionen am Wochenende sind immer etwas, was ich gerne teilen würde, weil man soviel Tolles erlebt. Übrigens Plan B habe ich auch, falls der Frühnebel morgen gar zu hartnäckig verweilt: 10 km entfernt ist die berühmte Therme Loipersdorf.
Abgehobenes Wochenendes #
27. October 2005 20:59
Beim Paragleit-Start-Training merkte ich gleich, was mein Problem war: ich war zu hektisch und übermäßig ehrgeizig. So blieb ich heute wieder auf der untersten Übungswiese und schaffte es nach 5 “naja-Starts” mit dem sechsten dem Instruktor lobende Worte zu entlocken. Morgen könnte der Beginn eines genial kombinierten Flug-Wochenende sein: vormittags an der Hohen Wand Paragleit-Training, dann am frühen Nachmittag nach Fürstenfeld, wo dieses Wochenende die Pink Skyvan zu Gast ist und es damit das mir liebste Flugzeug zum Rausspringen, positiv gemeint. Vor dem Kino war ich heute wieder am Spießstand und probierte mal 15 Meter Entfernung mit einer Glock, der Pistole der österreichischen Polizei. Irgendwie geriet alles zu tief, aber ein netter Verkäufer im dortigen Geschäft erklärte mir, dass dies vermutlich auf falsches Abdrücken zurückzuführen ist. Man hat instinktiv Angst vor dem Knall und dem Blitz, was mich auch immer die Augen zukneifen läßt, wenn ich mich nicht zwinge, sie offen zu halten. Nun, mit richtiger Technik kann ich mir vorstellen auf 15 Meter halbwegs gut ins Schwarze zu treffen. Nicht vorstellen kann ich mir aber eigentlich, auf 25 Meter Entfernung (Wettbewerbsdistanz) noch die Scheibe zu treffen. Da komme ich vielleicht auch noch hin, aber vorher habe ich sicher den Sonderpilotenschein, der mich schlußendlich berechtigt überall paragleiten zu gehen. Allen anderen Formen des Flugsports gegenüber hat Paragleiten den wesentlichen Vorteil, dass es kostenlos (abgesehen von Anreise und Ausrüstung) ist und wirklich überall betrieben werden darf.
Film: Wallace & Gromit in The Curse of the Were-Rabbit #
27. October 2005 20:42
Nick Park hat für “Wallace & Gromit in The Curse of the Were-Rabbit”, den ersten Kinofilm mit dem witzigen Duo aus Plastilin 5 Jahre gebraucht. In gewisser Weise kann dieser Film als der britische Cousin von Tim Burtons “Corpse Bride” gesehen werden. Die Animation ist genauso grenzgenial, es fehlen weder visuelle SFX noch unglaublich facettenreiche Mimik und Gestik. Natürlich ist der Humor umso britischer und die Optik eher auf knuddelig getrimmt, aber die Story ist dennoch witzig und gut durchdacht. Wieder Animation, geeignet für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen.
Kommentare 2 #
27. October 2005 07:31
Oops, da war ein Ist-Gleich-Zeichen an der falschen Stelle.
Kommentare #
27. October 2005 07:29
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Nationaler Lufthoheits-Feiertag #
26. October 2005 20:23
Vor 50 Jahren bekam Österreich mit dem Abzug der Besatzungsmächte auch die Lufthoheit zurück. Also das Recht selbst bestimmen zu können, wer österreichisches Gebiet überfliegen darf. So bestimmten WIR österreichisches Gebiet SELBST zu überfliegen und feierten damit eben diese Freiheit. Dieser Flug stellte gleichzeitig auch eine Premiere für mich dar, ich war zwar schon mal durch die Wiener Sperrzone geflogen, aber noch nie diese Strecke: Wir flogen nach Klosterneuburg und von dort aus die Donau entlang am Kraftwerk Freudenau vorbei, direkt über den Flughafen Wien/Schwechat und dann wieder zurück nach Wiener Neustadt. Sehr spannend war die Koordination mit Wien Tower und dem Aeronautical Information Service, weil ich für dieses Unterfangen einen Flugplan aufgeben mußte. Dieser wurde aber ohne Probleme akzeptiert und so absolvierten wir eine beeindruckende Runde, zu der sehr wenige Leute sonst die Möglichkeit haben, die ich aber jedem sehr ans Herzen lege. Die herbstlichen Farben des Wienerwaldes waren nicht weniger beeindruckend, als Gebäude wie den Millenium Tower oder die UNO City mal von oben zu sehen. Rein zufällig erspare ich mir durch diesen Flug auch einen erneutes Check-Out, da ich heute genau vor 3 Monaten zuletzt eine DA40 geflogen bin. Für morgen ist wieder Paragleiten an der Hohen Wand angesagt. Dies involviert auch immer Tagwache um 7 Uhr, weshalb ich mich jetzt zu einem Videoabend mit Popcorn zurückziehe.
