Ein stressiger eBay-Kunde machte es mir am vormittag unmöglich in Yoga zu fahren. Das hat mich etwas gegiftet und ich schwor mir, dass ich wackelige Termine in Zukunft so vereinbaren werde, dass ich nicht einen Vormittag verliere, wenn wer nicht erscheint. Oberlaa ging sich auch nicht aus, weil ich eBay-Zeugs auf die Post bringen mußte und weil ich verwandschaftlichen Besuch bekam. Aber nur weil ich keinen Sport (horizontale Varianten nicht mitgerechnet) machen konnte, war der Tag dennoch nicht verloren, er stand nämlich unter dem Licht der intensiven sozialen Interaktion mit netten Verwandten, alten und neuen Flirts.
Alte und neue soziale Kontakte #
Holzauge sei wachsam #
Auf einer Roadshow-Veranstaltung von Ericsson sahen wir die nächste UMTS Generation, die endlich Breitband-Internet ermöglichen wird, wie wir ihn aktuell noch über Kupferleitung ins Haus bekommen. Das nächste Jahr wird diesbezüglich spannend werden. Ich mag so Veranstaltungen, wo man ein Preview von kommenden Technologien bekommt. Das gibt einem das gute Gefühl, dass sich die Technologie doch weiterentwickelt. Mein Freund CP hat mir dann geholfen, dieses Foto von meinem rechten Auge zu machen und es entsprechend nachzubearbeiten. Ich höre immer wieder, dass ich schöne Augen habe, aber ich mein Auge in dieser Vergrößerung zu sehen ist auch für mich sehr eindrucksvoll. Da lebt man sein Leben lang mit einem bestimmten Bild von sich selbst, aber dann erkennt man bei näherer Betrachtung, dass etwas an einem doch ganz anders ist als angenommen. So war mich z.B. nicht bewußt, dass ich ockerfarbene Flecken auf der Iris habe. Auf mehrfachen Wunsch habe ich auch das Foto rechts-oben auf meiner Homepage entfernt und durch eine kleine Variante meines Auges ersetzt. Angeblick hätte es eher abschreckend gewirkt, für mein Auge sollte das Gegenteil zutreffen … außer es beschwert sich jetzt vielleicht wer, er habe das Gefühl er würde beim Lesen beobachtet.

Yoga #
Vor ziemlich genau 2 Jahren hatte ich das letzte mal ernsthaft Yoga gemacht. Yoga ist eine gute Ergänzung zu meinen anderen sportlichen Aktivitäten, insbesondere durch das Stretching, die Atemübungen, aber auch die einhergehende Entspannung. So fuhr ich wieder ins Yoga-Zentrum und kaufte mir einen 20er-Block für offene Stunden. Mich hat erstaunt, wie gut ich den Instruktionen der Yoga-Lehrerin mit den Übungen folgen konnte. Wieder daheim schaffte ich es sogar einige Seiten weiterzulernen.
Film: Ladies in Lavender #
Die “Grand Dames” Judy Dench und Maggie Smith spielen brilliant in “Ladies in Lavender” zwei alte englischer Schwestern, die plötzlich einen jungen polnischen Violinisten gesund zu pflegen haben, den das Meer angespült hat. Es entstehen gewisse Eifersüchteleien, ungewohnte Situationen und auch jede Menge Schmunzelei. Ein Film, den ich mir vermutlich so freiwillig nie angesehen hätte, aber dank Sneak Preview wurde hier mein Horizont entsprechend zwangserweitert und am Ende habe ich den Film recht lieb gefunden, obgleich er lange ziemlich gleichförmig plätschert.
Hot or Not? – Schwimmhoserl #
Bei meiner letzten eBay-Runde sind alle Dinge bis auf einen kleinen EUR/ATS-Umrechner weggegangen. Die ersten zwei Sachen habe ich schon per Post versandt, weil sie via PayPal bezahlt worden waren. Die dritte Sache wurde persönlich abgeholt. Bei den restlichen warte ich auf Zahlungseingang auf mein Konto bevor ich sie auf dem Postweg verschiffe. Ich bin dann eine Stunde vergeblich quer durch Wien gegondelt, weil der DA42-Systemkurs verschoben worden war, ohne die Termininfo auf der Website zu aktualisieren. Ärgerlich sowas. Obwohl ich zu Mittag schon radeln gewesen war, mußte ich mich dann mit noch mehr Sport abreagieren. Untenstehendes Foto habe ich nach dem Schwimmen (10 Brust, 10 Kraul, 10 Brust) in der Römertherme Baden aufgenommen, man sieht mein kesses neues Hoserl und das das viele Sporteln auch optisch was bringt. Bald kann ich mich schon bei Tageslicht aus meiner Löwen-Höhle trauen. Hot or Not?

Voll wen abgeschleppt #
Endlich fiel meine Einteilung als Schlepp-Pilot am Spitzerberg mit halbwegs brauchbarem Segelflugwetter zusammen und so hatte ich alle Flügel voll damit zu tun , für ausreichend Schlepperei zu sorgen. Insgesamt machte ich 32 Starts mit über 3 Stunden Gesamtflugzeit. Getaugt hat mir auch, dass ich ein Mädel (leider nicht ab- dafür aber wenigstens mit dem Flugzeug) schleppen durfte. Mir taugt es einfach, wenn Frauen nicht nur von Gleichberechtigung reden, sondern sich auch mit Beschäftigungen wohl fühlen, mit denen man sonst nur Männer befaßt sieht. Mehr Frauen braucht der Flugsport! Also, ich finde PilotINNEN, FalschirmspringerINNEN und ParagleiterINNEN sehr sexy, ich kann aber nicht erklären, warum.
Platt gesessen #
Den ganzen Tag lang habe ich mir den Hintern plattgesessen, es war wieder ein Kurstag, diesmal das sogenannte “Glascockpit” Garmin 1000. In mordernen Flugzeugen ersetzt immer häufiger ein Paar LCD-Displays die ganze Ansammlung von analogen Instrumenten. Für die Bedienung des bekanntesten Systems, haben wir heute eine Einführung erhalten. Anschließend wurde das Sitzen mit Strampeln kombieniert um in Symbiose meine bekannte einstündige Prater-Radtour zu ergeben. Das Auslüften des Hirns in Verbindung mit Anstrengung macht einen wirklich super den Kopf wieder gebrauchsfähig. Etwas traurig hat mich gemacht, dass sich heute sonst niemand für mich interessiert hat, kein einziger Anruf in Abwesenheit. Nur eine SMS mit der Beschwerde, dass ich Knutschflecken hinterlassen hätte. Grmbl.
Endlich Fallschirm eingeweiht #
Nachdem ich meinen Fallschirm gekauft hatte, war es bisher unmöglich gewesen, diesen in die Luft zu bringen. Aber heute hatte ich es mir in den Kopf gesetzt und begab mich auf die Suche nach einem Verein, der Freitag nachmittags springt. In Krems hatten sie mit Freitag-Betrieb schon wieder aufgehört (obwohl die Website das noch vorgibt), und die Vöslauer hatten Motorschaden bei ihrem Flugzeug. Dann bekam ich aber den wertvollen Tipp, ich solle den “Ferdl” in Wiener Neustadt Ost anrufen und siehe da, die springen – bei Bedarf – sogar täglich. Die haben zwar das Problem, dass die Austrocontrol sie oft nur auf 2000 Meter über Grund hoch läßt, aber dafür sind deren Sprungpreise nach Höhe gestaffelt. So kosteten mich 3 Sprünge (mit je ca. 30 Sekunden freien Fall) nur EUR 50. Zur erfolgreichen Einweihung meines Schirms genau das Richtige. Zum coolen Gefühl mein eigenes Equipment zu springen, kam da auch die Vertrautheit mit dem Platz, denn von hier aus fliege ich die meiste Zeit. Mal nicht Pilot zu sein sondern Springer, ist ein interessanter Wechsel der Sichtweise. Am spannendsten war sicher der dritte Flug, denn ein Kollege sprang in seinen eigenen Garten in der Nähe und wir setzten dann wenige Minuten vor Einbruch der Dunkelheit ab, so dass wir einen wunderschönen Sonnenuntergang sahen. Quasi ein Beinahe-Nachtsprung.
Rad und Garmin Kurs #
Nach meiner Standard-Runde per Rad holte ich mein Hook-Knife im Fallschirm-Shop an. Dieses spezielle Messer ist gedacht, um Fallschirmleinen kappen zu können, wenn mal eine ungünstige Verwicklung passieren sollte. Die Farbe des Verschlusses war zu gräßlich und so habe ich sie auf weinrot ändern lassen. Weinrot ist auch die neue Badehose im Hotpants-Look, die ich mir auf Anraten einen Freundin kaufte, weil dieses Motell angeblich mein Hinterteil besser zur Geltung bringt. Hehe, Butt of Steel und so, naja, wo die Frauen hinschauen…. Und abends war dann der dritte Teil vom “Garmin 430″ GPS-Kurs eine Stunde südlich von Wien, diesmal bestehend aus einem praktischen Übungsbeispiel. Recht entspannend, ach hätte ich nur auch den Prüfungsstoff für CPL/IFR so im Griff wie das Garmin-Gerät, dann bräuchte ich nicht so Angst vor den Prüfungen haben.
Waffenführerschein #
Vormittags die übliche Routine mit je 10 Längen Brust und Kraul in Oberlaa und Flugtheorie lernen zwischendrin. Nachmittags wurde es interessant, denn da habe ich den Waffenführerschein gemacht. Dabei erfährt man einige rechtliche Grundlagen und wird dann praktisch in die Bedienung von Faustfeuerwaffen eingeführt. Man gibt 10 Schüsse am Schießstand ab, wahlweise mit Revolver und/oder Glock. Da man mit dem Waffenführerschein jederzeit für das Schiessen am Schießstand auch Waffen ausborgen kann, habe ich dann im Anschluß noch 25 weitere Patronen mit einem Revolver abgefeuert um zu sehen, wie gut ich die Mitte der Papierscheibe treffe, wenn ich mich bemühe. Mit Zielen ging beinahe alles in den inneren schwarzen Kreis, aber ich muss gestehen, das war nur auf 10 Meter, wenn man besser trifft, dann stellt man die Scheibe bis zu 25 Meter weit entfernt hin. Wenn ich wollte könnte ich jetzt zu einem Psychologen gehen und einen Psychotest absolvieren und als unbescholtener Bürger problemlos eine Waffenbesitzkarte bekommen. Damit darf man eine Waffe besitzen und – sichere Verwahrungsmöglichkeit vorausgesetzt – diese auch daheim aufbewahren. Mich reizt die Möglichkeit für relativ wenig Geld am Schießstand schiessen zu können, wenn man einen schnellen Kick braucht, denn das Adrenalin habe ich deutlich gespürt.
