Geocache gefunden #

30. January 2005 22:41

Den Vormittag habe ich mit Geocaching verbracht. Ich bin in der Frueh vom Flugplatz weggegangen, mit einem Rucksack, GPS und einer Karte bewaffnet. Das Geocache war eine alte Waffenbox, die in einem Gebuesch nahe eines Flusses namens “Alligator Creek” fand . nach einigem Suchen. Erst bin ich im Gestruepp des “Woodmere Parks” herumgekraxelt und war schon frustriert, weil ich befuerchtete, der Schatz waere nicht mehr da. Doch schliesslich fand ich den Cache neben einem Baumstamm, sehr gut durch einige lose Grashalme getarnt. Ich habe mich ins Logbuch eingetragen, eine Muschel herausgenommen und ein Key West Shot-Glas hineingetan. Ich haette es auch einfacher haben und fast bis hin mit dem Auto fahren koennen, aber so nuetzte ich die 14,1 km die ich zuruecklegte fuer die Fitness, Fotos von Backenhoernchen und generelle Erkundung der 41er, die durch Venice hindurchfuehrt.

Geocache gefunden

IMC #

30. January 2005 06:32

Heute war mein erster Trip durch echte IMC (Instrumentenflug-Wetter-Bedingungen) und das war ein wirklich cooles Gefühl. Wir sind quer über Florida nach Vero Beach geflogen und dabei mehrmals durch Wolken durch, als würden sie nicht existieren. Ich habe darauf bestanden, dass wir einen IFR-Flugplan abgeben und das hat sich auch ausgezahlt, denn ohne diesen hätte wir um das Wetter rundherum fliegen müssen. Dabei hat sich auch mein Foretrex 201 portables GPS-Gerät als Navigationshilfe sehr bewährt. Das dazugehörige PC-Kabel ist leider schon kaputt mitgekommen. Da habe ich kurzerhand die nötigen Navigationspunkte samt GPS Koordinaten einprogrammiert und war dadurch im Fluge in der Lage zu wissen wie weit von wo ich noch entfernt bin. GPS darf man ja nur dann zur primären Navigation einsetzen, wenn dieses dazu zugelassen ist, was für ein portables Wander-GPS natürlich nicht zutrifft. Aber der Foretrex hat mich sehr überrascht, denn obwohl er sich im praktischen Handgelenksformat präsentiert, liefert er alle Informationen, die ich sonst von einem fix installierten GPS bekäme. Nur die Navigationspunkte muss man selbst einspeichern. Ich habe den dann mit dem Klettband auf der rechten Seite des Steuerhornes der Piper Warrior befestigt, was den GPS-Empfang aber kaum beeinträchtigte. Das Tüpfelchen auf dem i wäre halt noch, wenn ich ein neues PC-Kabel bekomme, mit dem die PC-Verbindung mir dann erlauben würde, ganze Routen von meiner FliteStar Planungssoftware auf das Gerät zu laden, so dass ich mir die manuelle Eingabe in Zukunft sparen kann. Am Abend bin ich dann noch zum Pier gelaufen und habe für 2 nautische Meilen (= 3,5 km) genau 30 Minuten gebraucht, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 4 Knoten (= 7 km/h) entspricht. Mein GPS hat mir das verraten. Ich kann das Pierende bei N 27 04.350’ W 82 27.170’ in der Dämmerung nur empfehlen, ein sehr stimmungsvoller Ort. Was mich zu einem neuen Volkssport bringt, von dem ich morge näheres berichten werde: Geocaching.

Simmulant #

29. January 2005 05:33

Ich habe heute ein Packerl von amazon.com bekommen, da war ein Garmin Foretrex 201 drinnen. Das ist ein GPS Empfänger für’s Handgelenk, den ich zuerst bei Uwe im fliegerischen Einsatz sah. Eigentlich eine genial einfache Idee, die Navigationspunkte einfach dort eintragen und schon weiß man, wie weit man jeweils noch entfernt davon ist. Soweit so gut, das funktioniert alles prächtig. Ich habe auch schon die wichtigsten Punkte für unseren IFR-Trip morgen früh eingespeichert. Allerdings ärgert mich, dass die Verbindung zu meinem PC nicht klappt. Da habe ich mir extra einen Seriell-auf-USB-Adapter gekauft und weder damit, noch bei einem anderen PC direkt an den seriellen Port angeschlossen läßt Foretrex mit sich reden. Wäre ja auch zu schön gewesen, ich hätte dann immer meine Routen direkt aus der Planung von Flitestar auf den GPS-Empfänger rüberspielen können. Vielleicht kann Garmin da was richten. Wir haben heute auch den Flugsimmulator der Schule ausprobiert. Das ist im Prinzip ein PC mit zwei Monitoren und den ganzen Hebeln, Knöpfen und Pedalen, die man da so braucht. Es war mir praktisch nicht möglich ohne Hilfe des Autopiloten dort Höhe oder Richtung zu halten. Also, in Echt ist Fliegen leichter …

Nur Spass #

28. January 2005 03:38

Heute habe ich mir zu Mittag einen Flieger geschnappt und bin erstmals ganz alleine und nur zu Spass weggeflogen. Runter in die Gegend von Sanibel Island, dann rüber über Port Charlotte nach Punta Gorda, wo ich 3 Touch-and-Go machte (das sind Landungen, mit anschließendem Gas reinschieben und wieder starten). Ich habe jetzt endlich das Selbstvertrauen gefunden, auf unkontrollierten Plätzen zu funken. Wenn ich das jetzt noch auf Plätzen mit Turm zustandebringe, dann habe ich eines meiner Hauptziele erreicht, nämlich überall hinfliegen zu können. Beim IFR haben wir heute Theorie gemacht, morgen abends werden wir erstmals eine Strecke Überland fliegen. Ich wollte aus purer Boshaftigkeit nur eben erwähnen, dass wir hier 18 Grad haben, strahlende Sonne und ich laufe wieder in Hawaii-Hemd, Short und Sandalen herum. >:-)

Key West Trip #

26. January 2005 18:35

Bei absolutem Prachtwetter mit etwas zu viel Wind für den Strand in Naples sind wir zu einem Trip nach Key West aufgebrochen. Zunächst quer über das Sumpfgebiet der Everglades bis zur Westseite Floridas und dann die Keys entlang bis zu Key West International. Mit einer 2-motorigen Seneca hätten wir weniger als eine Stunde gebraucht, aber in einer Cessna 152 mit nur einem Motor ist es besser in Gleitdistanz zur Zivilisation zu bleiben. So bedeutete der Umweg drei Stunden Flugzeit pro Richtung. In Key West dann haben wir am Südstrand zu Mittag gegessen und danach sind wir die Hauptstraße an Hemingways Lieblingsbar vorbei zum Hafen gegebummelt, wo ich noch kurz in einem Shipwrecker’s Museum war. Die Leute von Key West verdanken ihren Aufschwung ja hauptsächlich der „Rettung“ von in Seenot geratenen Schiffen. Noch heute ist die Rechtslage so, dass, nachdem die Passagiere so gut wie möglich gerettet waren, gehört das kaputte Schiff samt Inhalt den Rettern gehört. Heute ist dies auch noch eine der letzten legalen Formen von Abenteuer und in Key West gibt es noch einige Familien, die dies weiterhin betreiben. Nur heute sind es Hochgeschwindigkeits-Jachten, die sie hauptsächlich „retten“. Nachdem wir zum Rückflug aufgebrochen waren sahen wir kurz vor Naples einen wunderschönen Sonnenuntergang aus der Luft. Früher hätte mich das nervös gemacht, im Dunkeln zu fliegen, aber nachdem ich jetzt schon einige Stunden Nachtsichtflug geloggt habe, muss ich sagen, dass kaum ein Anblick das Funkeln der kleinen Häuser und der Anblick des Meeres und Ufers bei Vollmond aus der Luft übertreffen kann. Und mit der Festbeleuchtung, die mit siebenmaligem Klicken der Mikrophontaste einschaltet, ist das Landen auch kein Thema mehr.

Southernmost Oliver of the USA #

26. January 2005 18:18

Da war ich fuer kurze Zeit der suedlichste Pilot der USA.

Southernmost Oliver of the USA

Film: Elektra #

24. January 2005 05:48

Ich war heute auf einen Sprung beim zweitgrößten Süßwassersee der USA, dem Lake Okeechobee. Angeblich gibt es hier die schönsten Sonnenuntergänge, weil der See vom Flugplatz Pahokee bis zum Horizont reicht. Am Abend waren wir dann noch im Kino: Bei „Elektra“ habe ich einen puren Action-Film erwartet, aber war überrascht hier etwas „für Frauen“ zu sehen: Emotion, schöne Bilder, Beziehungen, Liebe, Mode. Den meisten Männern wird bei so was vermutlich langweilig.

Naples Strand und Wildlife #

23. January 2005 07:45

Nachdem ich Uwe in Fort Meyers abgesetzt hatte, bin ich zu Nicole nach Naples weitergefahren, wo wir uns an den Strand pflanzten. Bei einem Spaziergang bekam ich ich voller Pracht mit, wie vielfältig das Tierreich hier an der Golfküste vertreten ist. Von kleinen Vögeln, über Heerschaaren von Möwen bis hin zu den großen Pelikanen ist hier alles vertreten. Witzig sind speziell die Möwen die immer wieder in größeren Gruppen still an einem Fleck stehen, alle den Schnabel in den Wind gedreht, der hier parallel zum Strand bläst. An einem nahen Pier sah ich zum ersten Mal wie Angler große Mengen spanischer Makrelen aus dem Wasser zogen, immer aufpassend, dass kein Pelikan ihnen den Fisch wieder abluchst. Soviel Artenvielfalt, gekoppelt mit klarem Wasser, weißem Sand und wenigen Leuten habe ich noch auf keinem Strand auf der ganzen Welt gesehen. Und ich habe noch nichteinmal die Schildkröten erwähnt, die jedes Jahr zum Eierlegen in Florida an Land kriechen und die auch unter rigorosem Schutz stehen. Man kann den Amerikanern viel vorwerfen, aber den Tieren scheints hier trotzdem zu gefallen.

Punta Gorda Nightlife #

22. January 2005 07:56

Dieses Wochenende habe ich mir wieder ein Auto genommen, auch unter anderem weil ich meinen Mitbewohner Uwe am Samstag in der Früh nach Fort Meyers fahren werde und er mir einen Tag zahlt. Ich bin dann eine dreiviertel Stunde südwärts gefahren, nach Punta Gorda, so angeblich mehr junge Leute weggehen und siehe da ich habe eine Art Disco gefunden, wo sich tatsächlich ein niedrigerer Altersschnitt als in Venice tummelte. Nebenan aß ich zu Abend, wobei ich zum ersten mal sah, wie leute mit so Geräten an einem Quiz teilnehmen, bei dem die Fragen auf Fernsehern eingeblendet werden. In Amerika ist es ja üblich, dass in allen Bars Fernseher über der Theke ständig laufen, aber dass da ein interaktives Ratespiel läuft habe ich zum ersten Mal erlebt. Zufällig bin ich dann in ein Karaoke reingeschneit, dass dort jeden Freitag und Samstag stattfindet, da habe ich gleich die zwei Songs zum Besten gegeben, die ich am besten kann: „Take Me Home Country Roads“ und „My Way“. Dabei habe ich die Bekanntschaft mit ein paar Leuten aus dem hohen Norden von Amerika, die nach Florida gekommen sind, weil sie auf Dächer spezialisiert sind und davon gibt es seit den Hurricanes einige neue zu decken. Ich bin nach Florida mit der Aussage im Kopf gekommen, dass Fliegen hier nichts Besonderes ist, aber diese Bekanntschaften sind noch nie in einem kleinen Flugzeug geflogen. So habe ich gleich vereinbart dass ich zu den diversen anstehenden Geburtstagen gleich ein paar Rundflüge veranstalten werde. Der 10-jährige Tyler (Sohn von Molly Eichelkraut – ist mit einem Deutschen verheiratet und ich musste mir ob des Namens das Lachen stark verkneifen) wird da mein erster Passagier sein, dem ich zeigen werde, was beim Fliegen so involviert ist. Dann sind da noch Christina und Terry, die sich auch schon freuen. So leicht kann man in USA neue Kontakte knüpfen, wenn man am richtigen Ort ist.

FliteStar und andere Abenteuer #

20. January 2005 21:47

Ich habe gestern meine Bestellung von Jeppesen bekommen, das ist eine Ledermappe mit allen Anflugblättern aller Flugplätze in Florida und die FliteStar Software. Dieses Programm hat einiges gekostet, ich kann aber damit weltweit Flüge planen, sowohl als Sicht- als auch Instrumentenflug. Da habe ich zum Beispiel festgestellt, dass ich heute von Venice aus mit einer zweimotorigen Seneca bei den aktuellen Windverhältnissen einenviertel Stunden auf die Bahamas gebraucht hätte. Oder von Venice nach Wiener Neustadt netto Flugzeit exklusive Tankstopps nur etwa 23 Stunden. Wichtig für diese allen Abenteuer ist halt immer, dass man ausreichend flotte Flugzeuge zur Verfügung hat, weshalb ein Sekundärziel meines Aufenthaltes hier der Erwerb der amerikanischen Multi-Engine Berechtigung ist. Ein Abenteuer im kleineren Stil ist, dass ich mit meinem Kollegen Uwe um Drei nach Naples fliege um dort den Pilotenshop aufzusuchen. Ich möchte mir mal anschauen, wie’s uns ohne Lehrer geht und der Uwe hat ein geiles GPS von Garmin, bunt, schnell, präzise, sowas glaube ich, dass ich mir im Endeffekt auch anschaffen werde. Man kann nämlich von FliteStar eine Route auf das GPS laden, so dass man stets weiss, wo man ist und wo man hin muss. Speziell für größere Distanzen und Flüge zu neuen unbekannten exotischen Orten.