Geisterflughafen bei Wien #

28. June 2010 15:05

Ich habe mir letzte Woche über einen Freund in London ein vertragsfreies iPhone 4 bestellt. Weil ich eine entsprechende Versicherung und Tracking haben wollte, hat er es mir via des Paketdienstes Parcelforce versandt. Ich habe mit sogleich das Delivery Status Widget von JuneCloud installiert und die iPhone app auf iPhone und iPad installiert. Dabei sieht man normalerweise die geographische Position von Paketen, wie sie einem näher kommen.

Doch irgendwas ist komisch beim System von Parcelforce. Die von denen verwendeten Abkürzungen für Stopps sind irgendwie gar nicht international üblich und so hat mir als aktuelle Positionen von USA, Saudi Arabien und zuletzt Schweiz angezeigt. Der Weg aus London nach Österreich war bisher STN, CDG, FRA und VDD. STN ist London Stansted, CDG ist Charles De Gaulle Airport bei Paris und FRA Frankfurt in Deutschland. Jetzt ist das grosse Mysterium allerdings, was VDD sein soll, der Wiener Flughafen wäre ja VIE.

Wenn man da etwas googelt, dann findet man theAirDB, welche behauptet VDD seit ein Flughafen mitten in Floridsdorf, neben der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Auch interessant ist die Positionsgleichheit mit den Codes XWC und XWW, die als Südbahnhof und Westbahnhof Rail markiert sind, mit der gleichen Position. Da kann doch was nicht mit rechten Dingen zugehen.

Googeln wir etwas weiter, findet man z.B. unter “VDD Vienna” eine Seite bei FlightStats.com, die diesem mysteriösen Ort eine Position am westlichen Ende des Wiener Resselparks zuweist, gleich neben dem Karlsplatz. Die dort gängigen Drogen könnten vielleicht zum Fliegen veranlassen, aber von einem Airport immer noch keine Spur.

Das waren ja schon zwei Websites, die nahezu das gleiche behaupteten. Könnte es vielleicht sein, dass hier die gleichen falschen Daten zugrunde liegen? Und dann hier noch eine Liste, die mehrere Nicht-Flugplätze zusammen mit den üblichen österreichischen internationalen Flughäfen aufführt.

Auf FlyerGuide.Net ist dann nicht mehr von Luftfahrt im engeren Sinne die Rede. Das “Hov” könnte ein abgeschnittenes “Hovercraft” sein, denn dort steht als ganzer Name “Danube Pier Hovercraft Terminal Wien”.

Es gibt hier mehrere Indizien, dass hier Luft mit Wasser verwechselt wurde. Ein tatsächliches Hovercraft wurde auf der Donau mit Sicherheit auch noch nicht gesehen. Die DDSG betreibt aber zwei Schnellbote mit Doppelrumpf, welche einen Linienverkehr zwischen Wien und Bratislava aufrecht erhalten. Abfahren tut der Twin City Liner vom Schwedenplatz, welcher am Donaukanal liegt. Könnte dies damit zusammenhängen? Ich habe an manchen Stellen gesehen, dass diese Schnellbote mit Katamaran-Rumpf als “Hovercraft” bezeichnet werden.

Eine andere Art von schnellem Schiff sind die Tragflügelboote, die man im englischen “Hydrofoil” bezeichnet. Und tatsächlich findet sich in der englischen Wikipedia ein Absatz auf der Hydrofoil Seite:

Meteor (2), Polesye (4) and Voskhod (3) hydrofoil types operate in Hungary. MAHART PassNave Ltd. operates scheduled hydrofoil liners between BudapestBratislava and Vienna, inland liners between Budapest and the Danube Bend, and theme cruises to Komárom, Solt, Kalocsa and Mohács.

Die Website von MAHART gibt darüber Aufschluss, dass sich die Linienfahrten zwischen Wien und Budapest sehr wohl noch grosser Beliebtheit erfreuen. Das erklärt aber immer noch nicht, wie es dazu gekommen sein konnte, dass VDD in der Liste der Wiener Flughäfen landen konnte. Vielleicht fühlte sich da ein Schiffskapitän etwas zu sehr als Pilot und verlange wie ein Airline-Captain behandelt zu werden?

Die United Nations Economic Commission for Europe (UNECE) führt eine Liste von Ortscodes für Häfen, Bahnhöfe, Strassen, Flughäfen, Postverteilzentren, Ölplattformen, Grenzstationen etc. Diese Liste nennen sie LOCODE und der geheimnissvolle Code VDD findet sich dort auch. Er war im Dezember 1999 hinzugefügt worden, mit der Ortsbezeichnung “Vienna Danubepier Hov” mit Status AI (= Code adopted by international organization) und Funktion 4 (= Airport). Aber leider keine genaue Position und sonst auch nichts. Das könnte aber der Ursprung dieses Fehlers sein. Ich habe denen gleich mal ein Mail geschickt und schon eine Stunde später diese Antwort erhalten:

When ATVDD was introduced in 1997 it got the status AI (Code adopted by international organisation (IATA or ECLAC) and most probably at that time the code VDD was part of the IATA published Airline Coding Directory (ACD).

As we are only recently receiving the updates to the ACD from IATA and in the latest, 77th edition, the code VDD does not exist then it is most probably not an international airport (nor an off-line point as used by IATA). We shall investigate the issue and either delete the entry or change its function in the next issue of UN/LOCODE.

Das ist also das Ende des mysteriösen Flughafens “Vienna Danubepier Hovercraft Terminal” mit code VDD. Doch wo bleibt jetzt mein iPhone?

Delivery Status hat noch eine andere Idee: VD ist die Abkürzung für Waadt, einen der 26 Kantone in der Schweiz mit vollständigem ISO 3166-2 Code CH-VD. Doch wirklich realistisch erscheint mich das auch nicht, denn Lausanne bzw. Waddt ist weiter westlich als Frankfurt, ganz die falsche Richtung.

Da war mir der Geisterflughafen in Wien doch noch lieber. Ich glaube das nächste Mal werde ich doch eher zu einem der traditionellen Paketdienste greifen, zumindest einem, der sinnvolle Tracking-Info liefern kann.

Seattle, Tesla, iPads und Einbruch #

1. May 2010 17:52

Ich war vergangene Woche in Seattle, wo ich am Wochenende zur “Voices that Matter iPhone Developer Conference” geladen war. Geladen deswegen, weil ich keinen Eintritt zahlen musste, sondern nur erscheinen. Den Flug hatte ich mit Miles&More Flugmeilen bezahlt und Unterkunft bekam ich von Kevin Jameson, der mir kostenlos ein Zimmer zur Verfügung stellte. Er ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie gastfreundlich Amerikaner sein können.

Ich hatte ziemliches Glück mit meinem “Tanz um den Vulkan”. Mein Flug war am Dienstag um 6 Uhr, der österreichische Luftraum war erst Montag Abend um 20 Uhr wieder freigegeben. Weil ich im CAT Terminal in Wien Mitte meinen Koffer bereits aufgegeben hatte, brauchte ich mich in Schwechat nicht mehr viel anstellen. Doch dann begann die Warterei.

Tanz um den Vulkan

Das deutsche Verkehrsministerium hielt sein Luftraum weiterhin gesperrt, nur mit Ausnahmegenehmigung war ein Einflug möglich. Austrian versuchte 2 Stunden so eine Genehmigung zu bekommen, damit sie uns nach Frankfurt bringen konnten. Während dieser Wartezeit hörten wir im halbstündlich, dass wir in 30 Minuten die nächste Information bekommen würden. So wartete ich und trank Tee in der VISA-Lounge.

Schliesslich durften wir dann doch starten, aber aufgrund der Verzögerung verpassten wir den Flug nach Seattle in Frankfurt. Uns wurde gesagt, dass uns jemand von Lufthansa in Empfang nehmen würde und mitteilen, wie wir nun weiterkämen, aber das passierte nicht. Der Lufthansa-Schalter gleich bei unserem Ausgang war nicht besetzt. So suchten wir Passagiere in mehreren Gruppen nach einer Möglichkeit zu erfahren wie es nun weiterginge, bis wir schliesslich einen Schalter im Obergeschoss fanden, der die gewünschte Information am Ende einer 30-min Menschenschlange versprach.

Es stellte sich heraus, dass das Backoffice offenbar mich bereits auf einen Flug nach Vancouver und dann mit Air Canada nach Seattle umgebucht hatte. Allerdings erklärte mir die Schalter-Frau, dass sie das so nicht machen dürften. Lufthansa würde keine Flüge an andere Airlines abgeben. Ich hätte die Möglichkeit in Frankfurt auf den gleichen Flug am Folgetag zu warten. Auf meine eigenen Kosten, wohlgemerkt, da Lufthansa ja für den Vulkan nichts könne.

Ich entschied mich für Vancouver, das wäre zumindest der richtige Kontinent und auf dem Landweg wäre Seattle von dort notfalls auch zu erreichen. So schaffte ich es über den Atlantik, mit etwas mehr Abstand zu Island, als es sonst üblich. In Vancouver angekommen fragte ich nochmals bei Lufthansa nach, aber die wussten von der deutschen Ablehnung mich an mein Ziel zu befördern. So kaufte ich mir ein Flugticket bei Alaskan Air um etwa 250 Euro, damit ich nicht 4 Stunden mit dem Zug hätte fahren müsste. So kam ich schlussendlich noch am gleichen Tag in Seattle an.

Seattle

Ich hatte Dienstag bis Freitag Zeit um mich organisch an die andere Zeitzone anzupassen. Dabei unternahm Kevin mit mir einige interessante Ausflüge. Als der “Dreamlifter” über sein Haus flog, erwähnte er, dass ja Boing seine Fabrik in der Nähe hätte. Er hätte 25 Jahre in Seattle gelebt, aber hätte nie versucht dort eine Tour zu machen. So machten wir dies und es war durchaus imposant. Wir sahen in der weltweit größten Halle die “Produktionsstrassen” von diversen Boing-Flugzeug-Typen und am Schluss sogar die neuen, gänzlich aus Kohlefaserverbundstoff gebauten Boing 787 Flieger. Dabei fand ich besonders witzig, dass auf jedem Flugzeug-Rumpf ein Banner zu sehen war, welches Auskunft gab, der wievielte Vogel dies für welchen Kunden sei.

Die Touren zum Boing-Gelände gehen vom “Future of Flight” Museum aus, welches nicht Boing, sondern der Gemeinde daneben gehört. Von der Zukunft des Fliegens sah man da leider recht wenig bis gar nichts. Aber praktischerweise fand gerade an diesen Tagen ein Event zum Thema “Earth Day” statt, bei dem Schulklassen Projekte machten, wie die Erde ohne Erdöl funktionieren könnte. Und dies nützte die Firma Tesla Motors um gegen Spende willige Besucher mit dem geilsten Elektroflitzer der Welt fahren zu lassen. Die $100 Spende kassierte war für einen guten Zweck, mir wurde gesagt, dass damit Kinder für Technologie begeistert werden würden, also gar nicht für die Portokassa von Tesla, die das sicher nicht nötig hätten.

Natürlich nützte ich die Chance dies in Anspruch zu nehmen und filmisch festzuhalten.

Kevin fuhr mit mir in mehrere Apple Geschäfte, wo ich zwei Mal jeweils zwei iPads erstand. Die hatten ein Limit von 2 iPads pro Person und Tag, ich hatte aber 3 Bestellungen. Der letzte Store in dem wir waren war der nördlichste im Staate Washington. Dieser bekommt nämlich laut Aussage eines Apple-Bediensteten mehr iPads um auch den Bedarf der Kanadier zu befriedigen, die deswegen über die Grenze kommen.

Die Konferenz selbst recht einfach gestrickt, was aus der Zielsetzung für iPhone-Anfänger resultierte. Ein paar Vorträge waren aber auch für mich sehr interessant. Insbesondere der über den Einsatz eines Physik-Moduls inspirierte mich bei der Heimreise zu einem Experiment. Besonders schmeichelnd für mein Ego war, dass ein halbes Dutzend Leute mich erkannten und mi

Der Rückflug verging daher wie im Fluge, im Wahrsten Sinne des Wortes. Hatte ich beim Hinflug noch 3 Filme auf dem tollen Video-on-Demand System von Boing angeschaut, ging sich am Rückflug nur mehr einer aus. Dabei habe ich sicher nicht mehr als eine Stunde gedöst, keine Ahnung wo die Zeit abgeblieben ist.

Wieder in Wien gelandet verzollte ich zunächst ordnungsgemäß meine 4 mitgebrachten iPads. Hier übrigens der Tipp, dass es besser ist, bei einem Gesamtwert über 1000 Euro nicht eine kommerzielle Verwendung anzugeben, denn dann muss man ein spezielles Formular mit vielen Codes ausfüllen. So schwenkte ich dann doch auf eine private Nutzung um, denn da gibt es keinen derartigen Papierkram. Stimmt ja eigentlich auch eher, als Kommerz, weil ich bin ja kein Apple-Händler, sondern habe die iPads für das Entwickeln importiert und nicht für den Verkauf.

Ich wollte möglichst rasch zu meiner Angetrauten, so fuhr ich mit dem CAT nach Wien und dann gleich zum Westbahnhof, welche mich freudiger als üblich in Empfang nahm.

Einbruch

Dann am nächsten Morgen per E-Mail die Hiobsbotschaft: Die Schwester meines Vaters teilte diesem mit, dass sein Bruder einen Anruf der Polizei erhalten hätte, dass in meine Wiener Wohnung eingebrochen worden war. Das konnte ich zunächst nur für einen schlechten Scherz halten, aber telefonisches Nachfragen bei der Polizei ergab im zweiten Anlauf, dass tatsächlich meine Wohnungstür aufgebrochen vorgefunden worden war. Die Feuerwehr hätte die Tür dann notdürftig mit einem neuen Schloss versperrt.

Ich fuhr wieder nach Wien zur zuständigen Polizeidienststelle, welche die Schlüssel für das neue Schloss bereithielt. Ich wurde ersucht, auf das Eintreffen eines Spurensicherungstrupps zu warten, was ich dann auch tat. Ein schlanker Herr stellte mir verschiedene Fragen, ein festerer mit Werzeugkoffer schaute die Wohnung nach verwertbaren Spuren durch und machte Fotos, während eine junge Dame assistierte und mit blauen Gummihandschuhen einen Maßstab neben das verbogene Schließblech hielt. CSI Vienna in Action.

Als ich dann mit dem intelligenten Agenten hineinging, stellte sich heraus, dass der Einbrecher offenbar nur nach Geld und Wertgegenständen gesucht hatte. Keines der vorhandenen elektronischen Geräte war angetastet worden, dafür standen aber einige Schubladen offen und die Holzschachtel mit Kleingeld aus aller Welt war ihnen wohl auch zu wertlos. Also keine Beute für den Einbrecher.

Die herbeigerufene Firma Pöllmann, montierte mir, mehrere Rekorde aufstellend, ein Ö-normisiertes neues Schloss, so dass ich den Leih-Schliesszylinder bei der zuständigen Feuerwacht retournieren konnte. Das Schliessblech liess sich mit Werkzeug geradebiegen und mit längeren Schrauben im Türstock verankern. Der Schlosser leistete ganze Arbeit, als er fertig war, schloss die Tür wesentlich besser als vorher. All dies wird hoffentlich die Hausratsversicherung bezahlen. Wenn man die Tür jetzt öffnet, dann sieht man noch die Schäden am Holz, vielleicht kann mir das ein Tischler wieder herrichten, aber dafür will ich erst das OK der Versicherung einholen.

Ich hoffe, dass ich jetzt auf der Liste der Orte gelandet bin, bei denen ein Einbruch nichts bringt. Seit ich fix am Land wohne verwende ich meine Wohnung ja nur mehr, wenn ich in Wien Schulungen halte. Wie da jemand auf die Idee kommen könnte, irgendwas verwertbares darin vorzufinden, ist mir schleierhaft.

Offener Brief an Kelly’s #

28. March 2010 14:39

Ich habe folgenden offenen Brief an Kelly’s verfasst in der Hoffnung, dass diese ihre gesundheitsschädliche Praxis aufhören, MSG allen ihren Produkten zuzusetzen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich versuchen soll Sie auf ihr Problem aufmerksam zu machen. Zuletzt hatte ich mit Ihrem Pressesprecher Kontakt, weil Billa die Riffelchips nicht gelistet hat.

Es ist für mich als Österreicher immer sehr traurig, wenn ich Lust auf einen Snack habe. Ich greife dann immer zuerst zu Kelly’s Chips, besonders die Riffeligen taugen mir. Wenn ich dann allerdings sehe, dass sie immer noch MSG einsetzen, dann stelle ich die Packung zurück, weil ich gesundheitliche Probleme vermeiden will. Dann muss ich zu deutschen Produkten greifen, die auf der Bio-Schiene mittlerweile ohne Geschmacksverstärker auskommen.

Ich möchte Sie eindringlich darüber in Kenntnis setzen, dass Studien der jüngeren Vergangenheit zeigen, dass Monosodium-Glutamat (MSG), welchen sie als Geschmacksverstärker praktisch allen Ihren Produkten zusetzen ihren Kunden schadet. Damit in weiter Folge auch Ihrem Ruf und ihrem Geschäft.

MSG ist einer der Haupt-Auslöser von Migräne, Entwicklungsstörungen bei Kindern (AAD, Übergewicht, Intelligenzstörungen) und kann unter anderem einen Alzheimer-Schub auslösen.

Bitte beantworten Sie meine Anfrage dahingehend, inwieweit Kelly’s sich in Zukunft von der Verwendung von MSG distanzieren wird.

mit freundlichen Grüßen

Ing. Oliver Drobnik

http://www.drobnik.com/oliver

PS: http://www.giftig.me hat ein Übersicht über diverse gesundheitlich bedenkliche Substanzen, auch MSG.

UPDATE 29.März:

Kelly’s hat ihre Kundenkommunikation gewaltig verbessert, schon am Tag nach meinem Mail kam diese höchst erfreuliche Antwort. Kelly’s wird tatsächlich die MSGs aus ihren Produkten verbannen, sobald dies geht, ohne ihre Marken geschmacklich zu beeinträchtigen. “Mittelfristig” ist die Devise, den relevanten Text habe ich grün markiert:

Sehr geehrter Herr Ing. Drobnik!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, welche wir Ihnen gerne beantworten.

Zur Zeit enthalten die meisten unserer aromatisierten Kelly´s-Artikel wie z.B. Chips in den Geschmacksrichtungen Ketchup, Sour Cream und Chilli-Pfeffer oder Snacks wie z.B. Erdnuss Snips, Zigeunerräder und Pizza Rolls geringe Mengen an Geschmacksverstärker. Ersehen können Sie dies gerne an den Zutatenlisten der einzelnen Produkte.
Auf vielfachem Kundenwunsch sind wir aber momentan dabei, sämtliche unserer Artikel auf geschmacksverstärkerfreie Geschmacksstoffe umzustellen.
Da diese Umstellung für unsere Markenartikel natürlich ohne Geschmackseinbußen geschehen muss, wird dieses Unterfangen noch ein wenig Zeit beanspruchen. Sie können dann unsere Markenartikel mittelfristig ohne Zusatz von Geschmackskverstärker genießen.
Grundlegend dürfen wir jedoch darauf hinweisen, dass wir sämtliche unserer Produkte entsprechend der Europäischen Lebensmittelgesetzgebung auf den Markt bringen und die zur Zeit noch bei einigen unserer Produkte enthaltenen Geschmacksverstärker der derzeit gültigen Fassung der Lebensmittelzusatzstoff-Verordnung entsprechen.

Frei von Geschmacksverstärkern sind momentan nachstehende Artikel:
Kelly´s Chips Classic,
Kelly´s Riffle Chips Classic,
Kelly´s Chips Knoblauch,
Kelly´s Chips Wasabi,
Kelly´s Minifritts Classic,
Kelly´s BBQ-Stripes,
Kelly´s Snippos,
Kelly´s Popcorn gesalzen,
Kelly´s Rohpopcorn,
Kelly´s Microwellenpopcorn gesalzen,
Kelly´s Microwellenpopcorn Golden Pop,
Kelly´s Erdnüsse geröstet und gesalzen,
Kelly´s Erdnüsse ohne Fett geröstet,
Kelly´s Pistazien,
Kelly´s Salzmandeln,
Kelly´s Cashew,
Kelly´s Macadamia.

Wir hoffen Ihnen damit gedient zu haben und verbleiben

mit freundlichen Grüßen

Johann Maier
Total Quality Management

Uns ist klar, dass die aktuellen Gesetze keine Bedenklichkeit von MSG in der Verwendung von Lebensmitteln sehen, weil diese in Studien generell schlecht zu beweisen ist. Viele Betroffene merken die negative Wirkung von MSG erst im intensiven Selbstversuch. Eine einzige Studie beweist eine Korrelation zwischen Übergewicht und MSG. Wenn jemand aber durch Meidung von MSG seine jahrzehntelang vorhandene Migräne heilt, dann fällt es ihm wie Schuppen von den Augen, dass er wohl gegen MSG allergisch war, ohne es zu ahnen.

Wir sind also froh, wenn Firmen wie Kelly’s den Ruf der Masse vernehmen und MSG in Zukunft sein lassen. Der Trend der Zeit geht sowieso zu unverfälschten Erlebnissen und Geschmäckern, da kann man sich durch einen Glutamat-Bann schnell beim kritischen Kunden beliebt machen. Und als überzeugter Österreicher brauche ich dann wenigstens nicht mehr zur deutschen Konkurrenz greifen um das gleiche Produkt in höherer Qualität aus dem Inland von Kelly’s zu bekommen.

Kirche am Abgrund #

12. March 2010 10:08

Gerade in letzter Zeit scheint der Damm gebrochen, zumindest wenn man den Medien glaubt, dann melden sich in letzter Zeit hunderte Opfer von sexuellen Übergriffen bei den Behörden. Die Kirchenbehörden und -führer straucheln und bemühen sich ihre Reformwilligkeit zu unterstreichen. Autoritäten wie Kardinal Schönborn meint es zwar lieb, aber der mündige Laie kann sich Gelächter kaum verkneifen, wenn man seine jüngsten Äußerungen vernimmt.

Schönborn spricht davon dass die Wahrheit zwar schmerzt, aber ihre Offenbarung die Kirche glaubwürdiger machen wird. Und dann noch, dass die Kirche nach diesem aktuelle Läuterungsprozess gestärkt in die Zukunft gehen wird. Das kommt mir vor wie beim Zahnarzt, der einem sagt “ich muss jetzt ein bisserl bohren, aber dafür können wir den Zahn retten”. Wenn da nicht die angekündigten oder vorhandenen Schmerzen wären, dann würde man sofort loslachen.

For ziemlich genau einem Jahr habe ich schon darüber philosophiert, ob die römisch-katholische Variante der christlichen Religion überhaupt erneuert werden könne. Das erste Zölibatsgesetz gab es schon 306 a.D, wobei dort allerdings die sexuelle Enthaltsamkeit festgelegt wurde. 1022 a.D. wurde dann auch die Ehe verboten, hauptsächlich, damit die Ausrutscher-Kinder von Pfarrern nicht mehr deren umfangreiche Besitztümer erben durften. Das war nämlich Kaiser Heinrich II ein Dorn im Auge gewesen, so dass er den damaligen Papst Benedikt VIII erfolgreich dazu motivieren konnte. Vorgeschobene Begründung war “kultische Reinheit”.

In dem Maße in dem sich unsere technischen Kommunikationsmöglichkeiten verbessern lassen wir als Gesellschaft immer seltener das Argument gelten, dass es ja immer schon so war. Erstens ist es nicht “immer”, sondern nur 2000 Jahre, wenn man der Vermutung nähertritt, dass die Sexlosigkeit bis zur Apostolischen Zeit zurückreichen könnte. Zweitens sind die meisten anderen “immerwährenden” Erkenntnisse auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Die Erde war immer schon flach. Die Sonne hat sich immer schon um die Erde gedreht.

Auch nicht neu ist, dass es immer wieder Kräfte gibt, die “altbewährtes” reformieren wollen. Da will jemand die Bibel in seiner eigenen Sprache lesen oder hat etwas gegen die gängige Praxis der Heiligenverehrung? Da hat man kurzerhand – obwohl bedroht mit geistlicher und weltlicher Verfolgung – eine neue Religion begründet.

Die moderne Form des Widerstandes ist aber nicht mehr sich in Sekten zu spalten aus denen dann später Weltreligionen werden. Die meisten Kirchenaustreter folgen ihrem eigenen Glauben und Gewissen. Diejenigen, die noch auf eine Rettung des röm-kath Systems hoffen, tuen dies entweder stillschweigend weiter auf ihrem Kirchenstuhl sitzend, oder sie schliessen sich einer modernen weltlichen Organisation an, welche das Ziel verfolgen gemeinsam auf Reformen zu drängen.

Da gibt es einerseits den Verein Priester ohne Amt, welcher Priester sammelt, die ihr Amt verloren haben, weil sie heiraten wollten. Eine Untersparte gilt aber auch den Priesterinnen, welchen sich der Papst immer noch verwehrt. Letzte auf deren Homepage ersichtliche Aktion ist ein Brief mit der Bitte um “schleunigst einen sachlichen Dialog”. Passiert ist nichts.

Andererseits gibt es seit Jahren die Laieninitiative, welche konkrete Notstände wie Priesterknappheit als Hebelpunkt für Veränderungen sieht. Nicht nur verheiratete Priester und Priesterinnen soll es geben, auch Laien könnten mit weiterreichenden Befugnissen ausgestattet den Priestermangel erleichtern. Hier ist recht interessant, dass dort erst vor wenigen Tagen beschlossen wurde ernst zu machen. Die 12.000 Unterstützer der Initiative wurden lange genug ignoriert, heisst es, und sie würden zu Pfingsten (22. März) der Öffentlichkeit vorstellen, wie der organisierte Widerstand nun aussehen wird.

Zu Pfingsten, dem Fest des Heiligen Geistes, wird eine Aktion mit dem Ziel starten, dass die überfällige Kirchenreform vom Kirchenvolk selbst in die Hand genommen wird. Es wird der Aufruf ergehen, sich unter Wahrung der Zugehörigkeit und der Treue zur Kirche in aller Offenheit von jenen Vorschriften und Anordnungen zu lösen, deren Befolgung im Widerspruch zur Verantwortung aus dem christlichen Gewissen steht. Ein loyaler und breiter Widerstand soll organisiert werden, um schweren und dauerhaften Schaden von der Glaubensgemeinschaft abzuwenden.

Zur gleichen Zeit wie dieser Beschluss war auch die österreichische Bischofskonferenz zu Ende gegangen, Hauptthema war wie man in Zukunft sexuellen Mißbrauch verhindern könnte. Das Problem ist allerdings, dass dies heisst den Bock zum Gärtner zu machen. Selbst-Justiz funktioniert einfach nicht. Obendrein sagt auch schon der titel “sexueller Mißbrauch” etwas aus, nämlich dass auch “sexuallen GEbrauch” gibt. Wer zieht jetzt da die Grenze zwischen Ge- und Miß-brauch? Die Betroffenen selbst? Na lustig.

Es ist leicht zu sagen, dass jegliche sexuelle Regung dem Priestertum entgegensteht. Oder vielleicht nur BEMERKBARE sexuelle Regungen. Es wurde vielfach bewiesen, dass es nicht möglich ist, instinktive Regungen zur Gänze zu unterdrücken. Zumindest solange Priester für die Weihe ihre Hoden behalten dürfen. Mich wundert, warum noch niemand auf den genialen Einfall kam, die Amputation dieser unnötigen Hormon- und Samenproduzenten als Grundbedingung für die Weihe zu machen. Das wäre doch die optimale Lösung!

Neben den seelischen Bedürfnissen, die der Glaube uns zu stillen vermag, haben wir natürlich gewissen körperliche Bedürfnisse. Wir wissen aus der Psychologie, dass diese sublimiert werden können. Sublimierung, zu deutsch Umwandlung, ist nach Siegmund Freund ein “Abwehrmechansimus des Ichs”, wenn Triebe keine Erfüllung finden. Normalerweise geht das auf eine höhere Ebene, wie gute Tagen oder Kultur. Ich vermute aber, dass oft auch lateral sublimiert wird. Wenn man zum Beispiel keine sexuelle Erfüllung erfahren darf, dann wird dies oft unbewusst über die Nahrungsaufnahme kompensiert.

Bulimische Priester kenne ich keine, kugelrund aber viele. Ich behaupte: das Übergewicht von Priestern ist direkt proportional zur Menge an unerfüllter sexueller Gelüste. Gleiches gilt für Lungenkrebs. Wenn ein Priester raucht ist das auch nur eine Form von orale Befriedigung. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass die meisten zölibateren Priester still vor sich hintickende Bomben sind.

Weil vor 1700 Jahren diese Zusammenhänge noch nicht bekannt waren haben wir jetzt den Salat, dass dieses alte Kirchengesetz an der Realität des Menschen vorbeigeht. Die ganzen tollen Maßnahmen, die sich Bischofkonferenzen ausdenken haben nur ein einziges Ergebnis: dass allen Priestern noch schmerzhafter ihre eigene Leiblichkeit vor Augen geführt wird und sie sich noch schlechter fühlen, wenn sie sich bei einer sexuellen Regung ertappen. Vielleicht sollte man die Selbstgeisselung wieder einführen, bei der Flagellaten durch die Strassen ziehen, während sie sich selbst auf den Rücken schnalzen, das würde genauso viel bringen.

Ich will keinen Namen nennen, aber ich kenne einen Pfarrer, der übergewichtig ist, raucht, ständig Kinder mit seiner Digitalkamera fotografiert und Frauen beklagen sich darüber, dass er ihnen lüstern in den Ausschnitt schaut. Im Gespräch behauptet er aber standfest, dass er sich das Zölibat so ausgesucht hat und damit zufrieden ist. Nun, solange er seine Finger bei sich behält wird ihn niemand einer Straftat bezichtigen können. Aber ist so etwas nicht bedenklich? Die fette Spitze eines Sexberges?

Erzkatholische Personen begreifen Leid als nötige Zutat für die Läuterung der Seele. Aber es muss doch einen Punkt geben,  an dem sich Menschen nicht mehr länger einer Diktatur unterwerfen werden, welche an den menschlichen Bedürfnissen vorbeigeht? Die Wahrheit, die jüngst oftmals beschworen wird, ist nicht, dass es hunderte sexuell motivierte Ausrutscher gab und sicher weiterhin gibt. Die wahre Wahrheit ist, dass es nicht im Sinne Gottes sein kann, dass sich die Gläubigen über statische Regeln innerlich zerfleischen.

Mir fehlt der Glaube, dass sich dieses System selbst retten kann. Aber ich würde mich von innerstem Herzen heraus wahnsinnig freuen, wenn es dennoch gelingen könnte. Die Kirche muss sich von ihrer weltlich orientierten Struktur mit Hierarchie, Macht und Regeln verabschieden wenn sie überleben will.

Mit dem inneren Mädel Kontakt aufnehmen… #

5. February 2010 18:55

Meine Frau hat das entdeckt, da verspürte ich auch sofort den Drang mit meiner inneren Transe Kontakt aufzunehmen:

Vorher:

Nachher:

Und, lädst Du mich auf einen Drink ein? ;-)

Glücklicherweise kann MANN sich dank moderner Digitaltechnik das Wachsen der Gesichtshaare sparen um zu sehen, ob man auch als Mädel eine fesche Figur machen täte.

Auf Gala gibt’s dieses lustige Spielzeug, … nicht nur für Frauen: Der Gala BeautyStyler.

Der Guglhupf #

17. January 2010 21:50

Gestern, als wir nach Hause kamen, stand ein unerwarteter Guglhupf in unserem Windfang. Muss wohl die gute Feh ihres Zeichens Schwiegermamma Erni gebracht haben.

Das fand ich besonders lustig, weil ich neuerdings immer wieder einen Ausbruch von Kindheitserinnerung hatte und mir spontan die erste Strophe der Titel-Signation der OE1 Sendung “Der Guglhupf” einfiel. Diese Sendung ist in meinem Elternhaus häufig am Sonntag gelaufen und da hat sich diese Melodie in meinem Unterbewußtsein festgesetzt um durch entsprechende Auslöser immer wieder ins Bewußtsein zu steigen.

Diese Kabarett-Sendung lief von 1978 bis 2009 auf OE1, bis sie nach 1130 Folgen am 28. Juni 2009 zum letzten Mal gesendet wurde, das wissen wir dank Wikipedia. Ihr Kernbestandteil war eine Doppelconférence, das ist ein humoristischer Dialog zwischen einem G’scheiten und einem Blöden, in diesem Beispiel zu tagespolitischen Themen.

Ich dachte mir, dass es doch in Zeiten des Internets ein leichtes sein müsste, diesen Ohrwurm als mp3 aufzutreiben. Man findet zwar auf YouTube einen Tribut auf den Guglhupf von Maschek, aber sonst fast nichts anderes:

Dann fand ich noch die etwas zweifelhafte Website des Dokumentationsarchiv Funk, welche ihre mp3 Dateien zwar in einer säuberlichen Tabelle aufgelistet haben, aber keinerlei Links dazu. Da habe ich denen eine Mail geschrieben, dass ich gerne den Titelsong hätte bzw. eine Aufzeichnung der letzten Folge. Aber seid’s mir nicht böse, ein Archiv sollte seine Inhalte nicht für sich behalten.

Ich war schon am aufgeben, als ich dann schließlich doch noch fündig wurde. Danke gozmoz.net für die Bewahrung dieses Schatzes!

Der Text zur Kennmelodie von Bronner/Wehle, in schwungvollem, synkopenreichen 4/4-Takt im Tenor gesungen, lautete:

Was den Sonntag erst
zu einem Sonntag macht,
ist der Guglhupf -
der Guglhupf:

Wie ein rundes G’sicht,
das immer freundlich lacht,
ist der Guglhupf -
der Guglhupf.

Dieses Kunstwerk aus Teig und Rosinen
jedem Österreicher g’fallts.
Doch es braucht, um Geschmack zu gewinnen,
auch ein kleines bisserl Salz.

Er kommt grad vom Rohr
und es ist wichtig, dass
er seine Frische nicht verliert…
Drum wird jetzt unser Guglhupf
brennheiß serviert.

 

Direkter Download

Nachfolgesendung für den Guglhupf wurde Welt ahoi!, jedoch was ich so bisher gehört habe mit weitaus derberem Humor. So haben sich die Zeiten gewandelt. Es ist mir fast etwas peinlich, bin ich doch erst 35, aber die Guglhupf-Melodie lässt mich beinahe ein Sehnen nach “besseren Zeiten damals” empfinden. But, the show must go on.

Avatar #

13. January 2010 09:03

Wir gönnten uns James Cameron’s Avatar in digitalem 3D, allerdings auf Deutsch, im Cineplex Amstetten. Gleich von Beginn an war ich froh, dass uns mehr geboten wurde, als man schon auf dem 1080p Trailer zu sehen bekam. Mittlerweile wissen wir schon, dass sich in dieser Version dreidimensionale Bilder über die Länge eines Kinofilmes aushalten lassen, der beschränkende Faktor ist hier schlicht und ergreifend das Fassungsvermögen der eigenen Harnblase. 162 Minuten.

Wir werden behutsam in eine völlig verschiedene ausserirdische Welt eingeführt, gleich nachdem Sigourney Weaver als rauchende Wissenschafterin reüssiert und zeigt, dass sie auch als Nu’vi eine sehr gute Figur macht. Diese Welt namens Pandora ist der Traum jedes Öko-Touristen. Safttige Natur, fantastische Tiere, alles so faszinierend anders und floureszierend, dass man selbst zu staunenden Touristen wird. Pandora ist tatsächlich so schön, dass CNN berichtet, wie tausende Menschen nach der Ansicht von Avatar in Depressionen verfallen, weil sie feststellen, dass Pandora so viel schöner ist als die Erde.

Papst Benedikt warnt schon vor diesem Film, weil er angeblich dem Neu-Paginismus (Neu-Heidentum) auf Basis von einer Natur-Religion das Wort redet. Das Problem das der Papst hier hat, neben der Tatsache, dass ihm die 3D-Bilder offenbar zu real vorkamen, ist, dass der Film die Ureinwohner von Pandora auf der gleichen Ebende sieht wie die Tiere, mit denen sie ein spirituelles Band verbindet. Obendrein, wo kämen wir da hin, wenn Gott in allen Lebewesen ist und nicht nur in der Kirche. So der Vatikan.

Unsere Reaktion war durchwegs, uns der wunderschönen Bilder zu erfreuen. In Natur und Technik gleichermassen findet sich eine gewaltige Fülle an kleiner Details. Die Ausrüstung der bösen Marines ist auch sehr cool. Der Film spielt in etwa 150 Jahren und da gehören gekrümmte, durchsichtige 3D-Displays und Hologramme zur Normalität. Was natürlich in einem 3D-Kino besonders gut zur Geltung kommt. Was Cameron dank seiner neuen Kameratechnologie auch perfekt hinbekommen hatte war, die Aufmerksamkeit geschickt durch den Einsatz von Tiefenschärfe zu lenken.

Es war – wie so oft bei Filmen die Filmgeschichte schreiben – viel Kritik an der angeblich zu einfachen Geschichte laut geworden. Dem kann ich mich aber nicht anschliessen. Ich fand den Spannungsverlauf kurzweilig und etwas gab einige Momente in denen die Spannung besonders groß war. Zwar keine gewaltigen Plot-Twists, aber ich denke, dass Cameron bewusst einige Story-Elemente in den optischen Details versteckt hat. Ihm gelang eine gute Balance, so fand ich.

So kann ich Avatar wärmstens empfehlen, … nachdem man schon 2 Stunden vorher nichts getrunken hat.

A frohes Neues … #

1. January 2010 11:44

Jahr 2010. Die Zukunft ist gekommen.

So blöd das klingt – weil so alt bin ich wirklich noch nicht – aber für mich war 2010 immer “die Zukunft”. Vielleicht hat dazu auch Stanley Kubrik’s 2001, genauer gesagt die Fortsetzung 2010, immer eine Zukunft symbolisiert, die zwar nahe genug ist, dass wir sie noch bei voller Erlebnisfähigkeit erleben können werden. Aber fern genug, dass genug Platz für ausreichend technische Innovation wäre, damit die Zukunft auch wie eine erstzunehmende Periode ausschauen würde.

Jetzt ist sie da, diese Zukunft. Quasi Gegenwärtig. Und ist irgendwas interessantes passiert?

Nun, ich habe vor 7 Monaten geheiratet, das war für mich vor 20 Jahren ziemlich futuristisch. Vor 1 Jahr bin ich komplett von Windows auf Apple umgestiegen zu 50% weil in meiner angeheirateten Familie alles vermäckt ist, die zweite Hälfte, weil ich unbedingt für das iPhone entwickeln wollte. Noch etwas Unvorstellbares war für mich aus Wien weg zu ziehen, in ein Haus, vor allem so eines: Bio-Solarhaus, das mit der Kraft der Sonne heizt und im Winter mit Holz, das im Ofen im Wintergarten für Romantik sorgt.

Die Entscheidung Wien den Rücken zu kehren war zuletzt auch stark dadurch begünstigt worden, dass mein bisheriger Brötchengeber beschlossen hat, mangels Kunden den Windows-Desktop-Support in Österreich sausen zu lassen. Ich hatte noch herum gerechnet, ob es sich irgendwie ausginge – mit meinen iPhone Einkünften – auf Teilzeit umzusteigen. Mein Argument war mangelnde Auslastung, in retrospect habe ich den Stellenabbau vermutlich verausgeahnt. Wobei irgendwie witzig finde ich auch, dass ich eigentlich meinen Job immer für den sichersten in Wien gehalten habe. Ich bin immer davon ausgegangen, dass selbst absolut skeletiertes Mini-Team immer noch Hilfe bei Windows-Problemen brauchen wird und ich somit als letzter gehe.

Schmecks! Der Chef in USA ist der Meinung, dass das auch von Prag aus geht. Haha, des schau i mir ohn. Aber bitte, mich macht es nicht wirklich unglücklich, eher im Gegenteil, es nimmt mir eine Entscheidung ab, die ich seit langer Zeit von mir herschiebe. Nämlich jener mein Hobby für das iPhone zu entwickeln zum Hauptberuf zu machen.  Und eine Lehre daraus ist, dass man sich davor hüten soll, Vorhersagen zu treffen. Gerade Jahreswechsel sind für diese prädestiniert. Man kann sich ja das Beste vornehmen, aber seine Zukunft auf den Fortbestand eines einzelnen Jobs zu wetten ist dumm. Mit dieser Strategie wäre ich vollauf eingefahren.

Die Frage ist nun, welche nächste Zukunft sich lohnt darauf hinzuarbeiten? 2020? Da bin ich 54, ein alter Knacker. Nein, stimmt eigentlich nicht, was rechne ich da? 2020 – 1974 = 46. Nicht ganz so alt, aber dennoch wesentlich gereift. Ja, das ist ein gutes Ziel, das soll ja in etwa die Lebensmitte sein. Meine Hochblüte. Mentale Notiz: schon auf 2020 freuen.

Und unmittelbar? Nun, irgendwelche Zahlenspielchen meines lieben Bruders sagen mir für 2010 tolle Wirtschaftliche Verhältnisse vorher. Bis zu meinen Geburtstag hätte ich die Zahl 5, das würde planen und vorarbeiten bedeuten. Ab dem 24. Juli hätte ich dann die Zahl 6, was enormen Reichtum bedeutet, oder so was in der Art. Ich kann mich der Details nicht entsinnen, es wird aber großartig. Selbst der Glückskeks, den ich nach Mitternacht aufgemacht habe, hat mir prophezeit, dass mir “ein Husarenstück gelingen würde”. Wir lesen auf Wikipedia nach …

Als Husarenstück (auch Husarenritt oder Husarenstreich) wird ein (geglücktes) waghalsiges, kühnes Unternehmen bezeichnet. Zurückgeführt wird der Ausdruck auf die Ende des 17. Jahrhunderts gegründeten österreichischen Husarenregimenter, die die Aufgabe hatten, den Feind auszukundschaften, die feindlichen Marschkolonnen durch kurze Angriffe zu stören und Botendienste zu versehen, was neben der Fähigkeit zu eigenverantwortlichen Entscheidungen ein hohes Maß an Kühnheit und Waghalsigkeit erforderte.

Aha, offenbar ist damit meine neue Selbständigkeit gemeint, kühn und waghalsig. Und das soll offenbar glücken.

Und interessante Prophezeiung welche für die Mitte des Jahres 2010 gemacht wird, wenn wir schon davon sprechen, ist dass Apple ein Tablett-förmiges Gerät herausbringen wird, das etwa so wie ein übergroßes iPhone ausschauen soll. Sobald dieses herauskommt, wird sich mein potentieller Kundenkreis mehr als verdoppeln, weil auch dieses in der gleichen Art wie das iPhone oder iPod Touch zu programmieren sein wird. So gesehen kann ich auch 2010 kaum erwarten, das Jahr des iSlate, so der bisherige wahrscheinlichste Name aus der Gerüchteküche.

Doch wie gesagt, die Zukunft hat den Hauptzweck, etwas zu haben, auf das man die Nase am Horizont ausrichten kann. Wirklich wichtig ist aber, was man heute für Entscheidungen trifft. Denn diese vielen kleinen Entscheidungen summieren sich auf die Dauer und schlagen sich langfristig in meßbaren Größen nieder: Euros, Kilos, Kleidergrößen, Blutwerte u.v.a.m.

Hier haken die Vorsetze ein, die man sich auch meist zu Jahreswechsel neu fasst. Ich habe meine noch nicht formuliert, aber sicher dabei sind, dass ich mir täglich zum Frühstück einen frischen Gemüsesaft kredenze. Das sind die 5 Stück Obst oder Gemüse, die man täglich braucht. Und ein zweiter Vorsatz ist, vom Bauchumfang her wieder auf normale Verhältnisse hinzuarbeiten, notfalls mit häufigem Sport. Ich habe eh schon wieder mit dem Laufen begonnen. Ich habe schon im Dezember an fast jedem Wochentag, wo meine Frau in die Schule zur Arbeit fuhr, eine kleine Jogging-Runde gedreht. Nur so etwa 20 Minuten, aber ich hoffe dass das erwähnte Prinzip der kleinen Schritte hier aufgeht. Oder genauer gesagt, die Luft aus meinem Kugelbauch entweicht.

Zuguterletzt habe ich auch vor, in diesem Jahr der Wirtschaftskrise ein Ende zu setzen. Das Unmögliche tuen wir sofort. Wunder dauern etwas länger.

Produkt-Idee: Energy-Drink für Grippale Infekte #

16. December 2009 11:46

Immer wieder, wenn ich bei unserer Apotheke vorbeikomme, dann kaufe ich mir einen Schwung der Energy-Drinks von D.E.R. Dabei handelt es sich um ein funktionelles Getränk, welches darauf abzielt dem Körper zu helfen, schneller mit einem “Hangover” (zu Deutsch “Kater”) fertig zu werden.

Dabei habe ich schon länger die folgende Idee im Kopf, welche ich heute den Machern von D.E.R. zugemailed habe:

Von: Oliver Drobnik
An: office@derdrink.com

Guten Tag,

Ich habe mir gerade in unserer Apotheke bei Weistrach wieder 6 von den Drinks gekauft, weil mir die gut schmecken und zur Belebung zwischendurch, oder wenn man Grippe hat gut sind.

Und jedes Mal, wenn ich die Drinks kaufe, dann kommt mir wieder die folgende Idee in den Sinn:

Praktisch alle Energy-Drinks, die im Handel erhältlich sind, zielen auf Energie-Gewinn oder erhöhte Vigilanz ab. Ihr DER Drink ist da eine wohltuende Ausnahme.

DER offeriert gesunde Inhaltsstoffe, die auf die Beseitigung eines Katers abzielen.

Warum erfinden sie nicht ein Getränk, dass ebenso über Apotheken vertrieben wird, das speziell für grippale Infekte gesundheitlichen Support bietet? Man soll bei so etwas eh viel trinken und wenn es da ein Getränk gäbe, dass mir Inhaltsstoffe bietet, die mein Immunsystem bei seinem Kampf unterstützen, das obendrein noch prickelt, Energie gibt und gut schmeckt, dann wäre das sicher ein Verkaufsschlager.

Jedes Mal, wenn ich selbst mit einem grippalen Infekt in die Apotheke gehe, oder ich bei den Ärzten das Wartezimmer voll ist, dann sind das alles Leute, die potentiell zu ihren Kunden gehören könnten. Speziell die Generation 14-24 ist gewohnt zu funktionellen Drinks zu greifen, aber wir sind uns wohl einig, dass ein Red Bull bei Grippe nur beschränkte Nützlichkeit aufweist.

Ich würde da im speziellen Vitamine ACE, Mineralstoffe, Ginseng, Ginko, Grüner Tee, was homöopatisches zur Kreislaufbelebung und Immunstärkung, reintun und vielleicht was ausgefallenes wie Lindenblüten-Extrakt, dass ja das Schwitzen fördert (sprich auch wieder den Stoffwechsel). Eventuell sogar etwas Aspirin, oder pflanzliche Substanzen mit ähnlicher entzündungshemmender oder schmerzlindernder Wirkung.

Die Formulierung müßte halt gerade so sein, dass die Funktion gegeben ist, es aber nicht rezeptpflichtig wird.

Dieses Getränk würde dann eben von den Apotheken den jungen Leuten empfohlen werden, die Linderung ihrer grippalen Symptome suchen und aktuell immer mit einer Packung Aspirin+C nach Hause gehen. Und weil so ein grippaler Infekt 3 Tag bis eine Woche tauern kann, könnten da auf einen Satz 9-21 Drinks verkauft werden, wenn man 3 am Tag konsumiert.

Ich würde mich freuen von Ihnen zu dieser Idee zu hören und wenn ich etwas dazu beitragen kann, dass sie diese umsetzen, dann können Sie mich gerne kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen
Ing. Oliver Drobnik

+43-699-10010110

PS: die in ihrem Folder angegebene Adresse docgoodfill@derdrink.com funktioniert nicht.

Ich bin gespannt, was die mir antworten werden. Die D.E.R. Drink GmbH scheint mir eher im Musik-Business tätig zu sein, aber wenn sie geschäftstüchtig sind, dann schauen sie sich meine Idee etwas näher an.

Film: 2012 #

24. November 2009 21:54

Nachdem ich in der letzten Episode meines Podcasts “Drops rettet die Welt” allerlei Weltuntergangsszenarien im Zusammenhang mit dem 21.12.2012 beleuchtet habe, war ich natürlich neugierig, wie Roland Emmerich sich denselben in seinem jüngsten Katastrophen-Film 2012 so vorstellt.

Ich war gewarnt worden, der Film habe keine Handlung, wäre zu lange. Dem kann ich mich nicht anschliessen. 2012 versteht es geschickt alle, ja wirklich alle, 2012-Clichees zu vereinen und dem ganzen dann noch eine Arche Noah oben draufzusetzen. Wenn das keine Kunst ist.

Hierzu bekommen wir allerlei spektakuläre Zivilisations-Zerlegungen von fliegenden Landschaftsteilen, bis hin zu einer Flutwelle, die über die Himalayas schwappt. Mittendrin Danny Glover als letzter amerikanischer Präsident und John Cusack als der Familienvater, den die Handlung zum größten Teil begleitet. Alle tun ihr möglichstes, dass der Untergang der Menschheit doch noch halbwegs menschlich bleibt.

Unzählige Nagelbeisser-Szenarien wechseln sich mit einer geschüttelten Portion Heroismus und Flucht vor den Naturgewalten ab. Ich fand die Spannung gut gemacht und auch den dezenten Übergang in Science Fiction gegen Ende hin als wunderbaren Ausklang. Doch bei aller Handlung, gibt es ausreichend Gelegenheit, dass einem der Mund vor erstaunlicher Bilder kaum zugeht.

Ich sage, “Top!”, so lass ich mir den Untergang (und Neubeginn) der Menschheit gefallen.